optimale Seiten-Darstellung bei einer Auflösung von 1280 x 1024 px



28. Januar 2017

die Rose lächelte mich an










"Der hat in ihrem schönsten Glanz die Rose nicht gesehen,
wer nie die Perle des Gefühls ihr sah im Auge stehen.
O Liebe! wunderbare Macht, daß deine höchste Wonne
in Menschenbrust den Ausdruck muß borgen von Schmerz und Wehen.
Die Rose lächelte mich an, und von den süßen Strahlen
ging mir im stillen Herzen auf ein Drang zu süßem Flehen.
Die Rose trug, in Duft gehüllt, die Fülle des Gefühles,
sich unbekannt; mein Seufzer kam, den Schleier wegzuwehen.
Und wie sie sah vor ihrem Blick den Abgrund ew'ger Liebe
im eignen Herzen, bebte sie darinnen zu vergehen."



Friedrich Rückert
(1788 - 1866)

20. Januar 2017

"laß uns lernen von der Rose,
was du bist und was ich bin"
(Rilke)








Hast du denn ganz die Rosen ausempfunden

vergangnen Sommers? Fühle, überlege:
das Ausgeruhte reiner Morgenstunden,
den leichten Gang in spinnverwebte Wege?
Stürze in dich nieder, rüttle, errege
die liebe Lust: sie ist in dich verschwunden.
Und wenn du eins gewahrst, das dir entgangen,
sei froh, es ganz von vorne anzufangen ...


aus dem Gedicht "Winterliches Stanzen" von Rainer Maria Rilke




16. Januar 2017

weißeste Feier der Abgeschiedenheit











"Gibt es noch Böses,
wo Schnee liegt?
Verhüllt, verfernt er nicht
alles zu Nahe und Harte
mit seiner beschwichtigenden
Weichheit, und dämpft selbst
die Schritte des Lautesten
in Leise?" 



aus dem Gedicht "Schnee" von Francisca Stoecklin (1894 - 1931)


13. Januar 2017

Winterrose








"Belles frileuses qui sont nées
quand le soleil embrasait l’air
au premier souffle de l’hiver
les roses sont étonnées ... 

Au lieu des tièdes matinées
ou riait l’azur frais et clair,
pourquoi ce ciel couleur de fer
pourquoi ces brèves journées? 

Courbant le front languissamment,
elles ont le pressentiment
de leur courte vie épuisée ... 

 Un frisson passe dans leurs cœurs
et je crois bien qu’à la rosée, 
elles mêlent parfois leurs pleurs."


Paul Collin
(1845 - 1915)




7. Januar 2017

Eiszeit







"Nun stehst du starr‚
Schaust rückwärts ach! wie lange schon!
Was bist du Narr
Vor Winters in die Welt — entflohn?" 


aus dem Gedicht "Vereinsamt"
von Friedrich Wilhelm Nietzsche



2. Januar 2017

vom Schnee geküsst







"Ich wüsste gern, ob der Schnee die Bäume und die Felder liebt, wo er sie so zärtlich küsst."


Lewis Carroll (1832 - 1898)

1. Januar 2017

Neujahr



"Marie Curie" am Morgen des 1.1.17 im Garten




" ... und wo eine Träne fällt,
blüht auch eine Rose ..."


aus "Neujahrslied" von
Johann Peter Hebel
(1760 - 1826)