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5. April 2017

"Blicke in die schöne Natur
und beruhige dein Gemüt über das Müssende."
(Ludwig van Beethoven)




"Nur einige Worte heute ... warum dieser tiefe Gram, wo die Notwendigkeit spricht? Kann unsre Liebe anders bestehn als durch Aufopferungen, durch nicht alles verlangen? Kannst du es ändern, dass du nicht ganz mein, ich nicht ganz dein bist? – Ach Gott, blick in die schöne Natur und beruhige dein Gemüt über das Müssende – die Liebe fordert alles und ganz mit Recht, so ist es mir mit dir, dir mit mir – , nur vergisst du so leicht, dass ich für mich und für dich leben muss – wären wir ganz vereinigt, du würdest dies Schmerzliche ebenso wenig als dich empfinden ... auch heute kann ich dir meine Bemerkungen nicht mitteilen, welche ich während dieser einigen Tage über mein Leben machte – wären unsre Herzen immer dicht aneinander, ich machte wohl dgl. Die Brust ist voll, dir viel zu sagen – ach – es gibt Momente, wo ich finde, dass die Sprache noch gar nichts ist ..."

(aus einem Liebesbrief Ludwig van Beethovens
an die "unsterbliche Geliebte" Therese Brunswick)



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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)