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24. März 2017

wie unglaublich gut es doch tut,
ab und an darin zu lesen




"Im offnen leben wo ihr alle euch gleichet ·
Wo ihr fast niemals wie ihr fühlet saget ·
War manches kommen doch von starkem zittern ·
War manche trennung voll zerdrückter tränen ·
Es waren tage gross wo ihr euch gabet ·
Wo ihr die schleier eurer klugheit risset
Und abends wo nichts geschah doch töne
Und blicke fielen ewigen angedenkens."





die Sammlung widmete Stefan George im übrigen seiner Schwester Anna Maria Ottilie; sie geht zurück auf Friedrich Hölderlins Elegie "Menons Klagen um Diotima", in der es am Ende der letzten Strophe heißt: "Wo die Gesänge wahr, und länger die Frühlinge sind / Und von neuem ein Jahr unserer Seele beginnt"



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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)