optimale Seiten-Darstellung bei einer Auflösung von 1280 x 1024 px



26. August 2016

Spätsommer








"Es riecht bereits nach welken Blättern  – – –
aber sie sind noch gar nicht da!"


aus "Spätsommer"
von Peter Altenberg
(1859 – 1919)

24. August 2016

de ton rêve trop plein







"De ton rêve trop plein,
fleur en dedans nombreuse,
mouillée comme une pleureuse,
tu te penches sur le matin.


Tes douces forces qui dorment,
dans un désir incertain,
développent ces tendres formes
entre joues et seins."



Rainer Maria Rilke



23. August 2016

"darum sind Gedichte unverzichtbar"


" ... wenn wir etwas über die Unbestechlichkeit, den Triumph der Sprache erfahren wollen, lesen wir ein Gedicht ... das Gedicht ist uns selbst auf der Spur, es zeigt uns Wege, die wir verlassen haben, die wir finden oder wieder finden müssen, wenn wir auf dem Weg zu uns selbst sind. Darum sind Gedichte unverzichtbar, darum gehören sie zu unserem Existenzminimum ... "
(Zitat Elisabeth Borchers)

14. August 2016

fülle die goldenen Schalen





"Göttin der Liebe! Empfange mein Blumengebinde. Komm und erscheine uns. Fülle die goldenen Schalen, mische mit Nektar den Wein und schenke uns eine himmlische Freude."
(Sappho)

11. August 2016

damit es nie erführe vom Verblühn












"Wer nahm das Rosa an? Wer wußte auch,
daß es sich sammelte in diesen Dolden?
Wie Dinge unter Gold, die sich entgolden,
entröten sie sich sanft, wie im Gebrauch.


Daß sie für solches Rosa nichts verlangen.
Bleibt es für sie und lächelt aus der Luft?
Sind Engel da, es zärtlich zu empfangen,
wenn es vergeht, großmütig wie ein Duft?


Oder vielleicht auch geben sie es preis,
damit es nie erführe vom Verblühn.
Doch unter diesem Rosa hat ein Grün
gehorcht, das jetzt verwelkt und alles weiß."



Rainer Maria Rilke