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22. Januar 2016

Nur ihre rose steht in frischem glantz allein











"Sie, dennoch sie, mein licht! sie wil beständig seyn.
Ob die zeit sich gleich verändert und die sonne sich versteckt
Und die wüsten felder trauren und das feld mit schnee bedeckt,
Sie dennoch (wie sie schreibt) geht kein verändern ein. 
Die bäume sind entblößt, das wasser hart als stein, 
Der palläste göldne spitzen sind mit grauem reiffleckt, 
Aller blumen welcke blätter, die durchbeiste kält erschreckt. 
Nur ihre rose steht in frischem glantz allein; 
Warum doch wil ich hier verziehen, 
Wo nichts denn unlust ist und kalte winter-lufft, 
Weil sie mir noch, mein licht! zu ihren rosen rufft? 
Ade! ich muss von hinnen fliehen.
Wer länger schmachten wil in scharffer frostes-pein, 
Wenn ihm der frühling rufft, muss es nicht würdig seyn." 

Andreas Gryphius (1616 - 1664)

21. Januar 2016

meine "blaue Stunde"



ach, 
wie ich sie liebe ...
die kurzen Momente am Morgen
zwischen dem Nichtmehrdunkel
und dem Nochnichthell ...
der Traum ist geträumt und entschwindet ...
die Stunde schreitet voran ...





7:45 Uhr





18. Januar 2016

schaue nach dem einen Blatte








"Schaue nach dem einen Blatte,
hänge meine Hoffnung dran ..."

Zeile aus dem Lied "Letzte Hoffnung"
aus "Winterreise"


Liedtexte von Wilhelm Müller, 
Musik von Franz Schubert,
der dazu schrieb:

"Ich werde euch einen Zyklus schauerlicher Lieder vorsingen.
Ich bin begierig zu sehen, was ihr dazu sagt. 
Sie haben mich mehr angegriffen, als dies bei anderen der Fall war. 
Mir gefallen diese Lieder mehr als alle, und sie werden euch auch noch gefallen."




10. Januar 2016





















"Es lärmt das Licht im Wipfel deines Baumes und macht dir alle Dinge bunt und eitel, sie finden dich erst, wenn der Tag verklomm.
Die Dämmerung, die Zärtlichkeit des Raumes, l
egt tausend Hände über tausend Scheitel, und unter ihnen wird das Fremde fromm."


Rainer Maria Rilke

7. Januar 2016

Himmel auf Erden








"Lass den Himmel sich auf der Erde widerspiegeln,
auf dass die Erde zum Himmel werden möge."


Dschalāl ad-Dīn Muhammad ar-Rūmī
(1207 - 1273)

1. Januar 2016

sorge, Dich nicht selbst zu verlieren




einem besonderen Menschen gewidmet ...



"Sorge Dich nicht um das, was kommen mag, weine nicht um das, was vergeht; aber sorge, Dich nicht selbst zu verlieren, und weine, wenn Du dahintreibst im Strome der Zeit, ohne den Himmel in Dir zu tragen."



Friedrich Schleiermacher (1768 - 1834)