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11. Juli 2016

die Fülle des Gefühles






































"Die Rose lächelte mich an, und von den süßen Strahlen
ging mir im stillen Herzen auf ein Drang zu süßem Flehen.
Die Rose trug, in Duft gehüllt, die Fülle des Gefühles,
sich unbekannt; mein Seufzer kam, den Schleier wegzuwehen.
Und wie sie sah vor ihrem Blick den Abgrund ew'ger Liebe
im eignen Herzen, bebte sie darinnen zu vergehen."



Friedrich Rückert (1788 - 1866) 



Kommentare:

  1. Immer wieder schön, bei dir die ausgewählte Lyrik einzuatmen. Danke.

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)