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21. Februar 2016

wie viele Blicke schickt' ich dir entgegen








"O wär' dein Haus durchsichtig wie ein Glas,
mein Holder, wenn ich mich vorüberstehle!
Dann säh' ich drinnen dich ohn' Unterlass,
wie blickt' ich dann nach dir mit ganzer Seele!
Wie viele Blicke schickte dir mein Herz,
mehr als da Tropfen hat der Fluss im März!
Wie viele Blicke schickt' ich dir entgegen,
mehr als da Tropfen niedersprühn im Regen!"


Strophe aus "Italienisches Liederbuch" von Hugo Wolf (1860 - 1903),
übersetzt von Paul Heyse (1830 - 1914)



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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)