optimale Seiten-Darstellung bei einer Auflösung von 1280 x 1024 px



24. Juli 2014

je schöner der Sommer ...




heute gegen 15.00 Uhr fotografiert







"Es gibt in jeglichem Leben harte Schläge, wie es in jeglichem Sommer Gewitter gibt; und je schöner der Sommer ist, um so mächtiger donnern die einzelnen Gewitter über die Erde."


Jeremias Gotthelf (1797 - 1854)



16. Juli 2014

der Rosen Fülle seh' ich allorts





  


"nun kam der Sommer ... und der Rosen Fülle seh' ich allorts und alle Stunde blühen ... die ganze Welt scheint ihrer Macht verfallen ..."

aus einem Gedicht von Hermann Conradi (1862 – 1890)

 




11. Juli 2014

auf ewig in die Sinne dringt und darin bleibt



Austin-Rose 'Heritage'





"... Augen und Gedanken schwelgen. Der Dichter kann es besingen, der Maler in reichen Bildern darstellen, aber den Duft der Wirklichkeit, der dem Betrachter auf ewig in die Sinne dringt und darin bleibt, können sie nicht wiedergeben."



Hans Christian Andersen (1805 - 1875)
 






9. Juli 2014

weil Blütenblätter Blütenblätter rühren?





Und dann wie dies:
daß ein Gefühl entsteht,
weil Blütenblätter Blütenblätter rühren?









Und dies:
daß eins sich aufschlägt wie ein Lid,

und drunter liegen lauter Augenlider,

geschlossene, als ob sie, zehnfach schlafend,

zu dämpfen hätten eines Innern Sehkraft.








Und dies vor allem:
daß durch diese Blätter
das Licht hindurch muß ...



aus einem Gedicht von Rainer Maria Rilke



7. Juli 2014

so rein, so schön



Malerrose 'Henri Matisse'


"Der Garten hatte Rosenbüsche in Unzahl. Wie oft guckte ich lange, lange in das kühle, von der Sonne durchleuchtete Rosa eines solchen Rosenkelches, und der herausströmende Duft mitsamt der himmlischen Rosenglut zauberte mich in ein fernes, fernes Paradies, wo alles so rein, so schön und selig war!"




aus einem Text von Ludwig Richter (1803 - 1884)






6. Juli 2014

als könnte eins ohne das andere nicht sein ...
und die Ruhe nach dem Sturm





'Uetersener Klosterrose' und Clematis 'Comtesse de Bouchaud'
ranken nebeneinander an der Pergola
am Eingang zum Garten


 

" ... es ist ganz gleich, ob ein Garten klein oder groß ist. Was die Möglichkeiten seiner Schönheit betrifft, so ist seine Ausdehnung so gleichgültig, wie es gleichgültig ist, ob ein Bild groß oder klein, ob ein Gedicht zehn oder hundert Zeilen lang ist. Die Möglichkeiten der Schönheit, die sich in einem Raum (...) entfalten können, sind einfach unmeßbar ..."






 


" ... ein jeder Blumengarten hat die Harmonie, die ich meine (...) alles ist einander zugeordnet und leuchtet eins durchs andere. Gleicherweise hat jeder ältere Garten seine Harmonie (...) die Blumen sind dort, wo sie wollen und sollen, als hätte die Sonne selbst sie aus der Erde hervorgeglüht (...) als könnte eins ohne das andere nicht sein ..."
 
aus einem Text
von Hugo von Hofmannsthal
(1874 - 1929)




edit. 21.50 Uhr: heute abend traf das vorhergesagte Unwetter ein ... kurz und heftig, aber mit voller Kraft (die mittags noch fotografierte Rose von oben gibt es übrigens nicht mehr, sie hat es verweht)

und jetzt? alles hat sich beruhigt, es ist still, mir zeigt sich gerade ein Abendhimmel, wie ich ihn lange nicht sah ... feuerfarben ... was für ein Anblick ... 



5. Juli 2014

es ist so wenig, wessen man zu seinem Glück bedarf







"Es ist so wenig, wessen man zu seinem Glück bedarf; es kommt da ganz auf den Reichtum der Seele an: ein lächelndes Kinderauge, ein schönes Gesicht, eine Blume in einem stillen Garten, ein Baum, der das Gold der Sonne trägt, eine wohlgeformte Vase, eine Perlenkette. Das Glück ist nichts himmelstürmendes. Es schleicht sich still in unser Herz hinein. Aber es geht ein Leuchten von ihm aus wie von einer Kerze, deren Schimmer einen Raum geheimnisvoll belebt."


Paul Richard Luck (1880 - 1940
)

 



4. Juli 2014

Garten"Geschenke"


















 " ... jeder liebt irgendwas, und ich kenne keine anderen Lieblingsdinge, von welchen man so wesentliche und unfehlbare Geschenke zurückbekommt ... wie von einem Garten ..."


Elizabeth von Arnim (1866 - 1941)







1. Juli 2014

Gestalt und Form strebt alles zu gewinnen








" ... dort steht umhegt im reinlich glatten Raume im Zauberschlaf der Rose blühend Bild. Nie sinkt der Thau von ihrer Blätter Saume, stets säuseln dort die Lüfte lau und mild; und wie sich oft im friedlich leisen Traume des Kindes Mund mit süßem Lächeln füllt, so sieht man sanft das schlummernd wache Leben mit leichtem Glanz um ihre Blätter schweben. 




Tantau-Rose 'Aspirin'





Und bunter stets verschweben und zerrinnen, wie Welle sich an Welle spielend bricht, die Klänge jetzt, und lieblich zittert's drinnen, wie heller Thau, wie Duft und Morgenlicht. Gestalt und Form strebt alles zu gewinnen, und blühend tritt ins Leben das Gedicht. Denn was das Herz einst tief und wahr empfunden, das lebt, und bleibt dem großen All verbunden ..."
 
aus einem Gedicht von Ernst Schulze (1789 - 1817)