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29. Juni 2014

alles ist neu und dennoch immer das Alte



Austin-Rose 'English Garden'





"Die ganze Natur ist eine Melodie, in der eine tiefe Harmonie verborgen ist. Die Natur schafft ewig neue Gestalten; was da ist, war noch nie, was da war – kommt nicht wieder – alles ist neu und dennoch immer das Alte."

Johann Wolfgang von Goethe

27. Juni 2014

heute will ich dir zu Liebe Rosen fühlen








Heute will ich dir zu Liebe Rosen
fühlen, Rosen fühlen dir zu Liebe,
dir zu Liebe heute lange lange
nicht gefühlte Rosen fühlen: Rosen.





'Leonardo Da Vinci'




Alle Schalen sind gefüllt; sie liegen
in sich selber, jede hundert Male, -
wie von Talen angefüllte Tale
liegen sie in sich und überwiegen.

 
aus einem Gedicht von Rainer Maria Rilke


 


26. Juni 2014

ich habe heute ein paar Blumen



'New Dawn'





"Ich habe heute ein paar Blumen für dich nicht gepflückt, um dir ihr Leben mitzubringen. "


Christian Morgenstern








25. Juni 2014

milde Rosen webt die Sommerzeit










" ... sanft blaut der Himmel ...
milde Rosen webt die Sommerzeit
durch mächt'ge Blättermassen ..."

Theodor Storm

24. Juni 2014

Lavendel ... Duft und Sinnlichkeit im Garten



" ... ich weiß nicht zu sagen woher, oft mitten in eine moderne Stimmung ein seltsamer, zarter Duft – wie Lavendel aus Großmutters Wäscheschränken –, der wie ein wehmütiges Lächeln über die Worte weht ..."
Rainer Maria Rilke

22. Juni 2014

Was ist ein Name? Was uns Rose heißt,
wie es auch hieße, würde lieblich duften ...
William Shakespeare





Rose 'Garden of Roses'






O wieviel mehr die Schönheit uns erfreut,
wenn sie der Wahrheit reine Glorie schmückt!
Schön ist die Rose, doch noch mehr entzückt
der süße Wohlgeruch, den sie uns beut ...


aus "Sonett 54"
von William Shakespeare
(1564 - 1616)






21. Juni 2014

Sommer - Anfang






Sommer: für etliche Tage
Begleiter der Rosen zu sein;
was um erblühende Seelen
weht, das atmen wir ein ...


Rainer Maria Rilke








17. Juni 2014

aus dem Grautag ...
wird ein Blautag





Ich setze mich hin unter nächstbesten Busch

und sing’s Blau mir vom Himmel herunter,
nur ein Lied färbt die Grauseele bunter.
Aus dem Grautag, in welchen die Sorge öd weint,
wird ein Blautag, sobald nur ein Lied hell erscheint ... 



aus einem Gedicht von Max Dauthendey

16. Juni 2014






"Nur der mit Leichtigkeit, mit Freude und Lust die Welt sich zu erhalten weiß, der hält sie fest."


 

Bettina von Arnim (1785 - 1859)

15. Juni 2014

denke doch: es hat geblüht









Wenn du stets beim Blühenden
denkest ans Verblühte,
wird nie frei vom mühenden
Kummer dein Gemüthe.














Oder wenn es dein Gemüth
nimmer kann vergessen,

denke doch: es hat geblüht,

und ich hab's besessen.


Friedrich Rückert (1788 – 1866)






13. Juni 2014

... und öffne mein Herz





Bodendecker-Rose 'The Fairy'





Ich bin eine Rose
und öffne mein Herz, wenn der Tag anbricht;
ein Mädchen pflückt mich und küßt mich
und drückt mich an ihre Brust.
Ich bin die Wohnstatt des Glücks
und die Quelle der Freude.
Ich bin der Anfang der Ruhe.


aus dem Gedicht "Das Lied der Schönheit"
von Khalil Gibran
(1883 - 1931)






11. Juni 2014

und lächle, wenn ich dir morgen die welken Rosen zeige ...






In meiner Erinnrung erblühen

die Bilder, die längst verwittert –
was ist in deiner Stimme,
das mich so tief erschüttert?

Sag nicht, daß du mich liebst!
Ich weiß, das Schönste auf Erden,
der Frühling und die Liebe,
es muß zuschanden werden.

Sag nicht, daß du mich liebst!
Und küsse nur und schweige,
und lächle, wenn ich dir morgen
die welken Rosen zeige.
 

Heinrich Heine (1797 - 1856)


10. Juni 2014

die Rose blüht und lacht



Edelrose 'Schloss Ippenburg'



Die Rose blüht und lacht vor andern Rosen
mit solcher Zier und Herzempfindlichkeit,
dass auch mein Sinn sich zu der Pflicht erbeut,
mit keiner Blum im Garten liebzukosen,
weil alles was man sonsten sieht,
in dieser Rose blüht.


aus einem Gedicht von Christian Weise (1642 - 1708)






... und nein, ich habe die Blüte nicht abgeschnitten, um sie fotogarfieren zu können ... sie blieb während des Shootings unversehrt ... manchmal genügt ja schon ein Kissen zum Anlehnen ... doch seht selbst ... 



9. Juni 2014

sie blühet, weil sie blühet


Malerrose 'Henri Matisse'






Die Rose ist ohne Warum.
Sie blühet, weil sie blühet.

Sie achtet nicht ihrer selbst,
fragt nicht, ob man sie siehet.



Angelus Silesius
(1624 - 1677)





8. Juni 2014

Pfingsten





Strauchrose 'Romanze'



"Pfingsten! Ein Wort, das seinen Zauber auf das menschliche Gemüt üben wird, so lange noch ein Baum blüht, eine Lerche schmetternd in die Lüfte steigt und ein klarer Frühlingsmorgen über uns lacht. Ein Wort, dessen Klang selbst unter der härtesten Eiskruste des Egoismus, unter dem Schnee des Alters und in dem Herzen, das in Leid und Kummer erstarrt ist, noch ein Echo von Lenzeslust erwecken kann."


Eugenie Marlitt (1825 - 1887)

7. Juni 2014

der Rosenelf

Austin-Rose 'Heritage'



"Inmitten eines Gartens wuchs ein Rosenstrauch, der war ganz voller Rosen, und in einer davon, der schönsten von allen, wohnte ein Elf; er war so winzig klein, daß kein menschliches Auge ihn sehen konnte, hinter jedem Blatt in der Rose hatte er eine Schlafkammer. Er war so wohlgestalt und hübsch, wie ein Kind nur sein konnte, und hatte Flügel an den Schultern, hinab bis zu den Füßen. Oh, es war ein Duft in seinen Zimmern, und wie hell und schön waren die Wände! Sie waren ja die feinen hellrosa Rosenblätter."



Hans Christian Andersen (1805 - 1875)







6. Juni 2014

im Duft des Labyrinths


Austin-Rose 'Heritage' 



Die klare frische Rosenblüte streichelt

mein geschlossenes Auge leicht,
als legte sie noch tausend kühle Lider,
eines auf das andere, über
mein heißes Lid. Und tausend Schlummer
breitet sie dann über meine Täuschung hin,
darunter streif ich selbst umher
im Duft des Labyrinths.

Rainer Maria Rilke


5. Juni 2014

 

 Tantau-Rose 'Heidi Klum'





 "Es sind die Blätter dicht,
und doch so dünn und zart,
daß selbst das Licht
durch ihr so angenehm gefärbt Gewebe bricht ..."

 aus einem Gedicht von
Barthold Heinrich Brockes
(1680 - 1747)






2. Juni 2014

Rosenlust währet ewiglich ...





"oh, wie viel schöner scheint die Schönheit doch,
wenn Treue sie als süße Zierde hebt!
Die holde Rose dünkt uns holder noch,
weil süßer Duft in ihrer Blüte lebt ...









 doch weil ihr Wert im bloßen Aussehn liegt,
so leben und welken ungepriesen ...
sie sterben ganz für sich. Die Rosen nicht,
aus ihrem süßen Tod wird Süße fließen ..."


William Shakespeare

1. Juni 2014

Juni







O Juni, dir entfaltet sich in lichtem Scheine
der Seele Blume und das Herz, das flammend loht
wie bräutlicher Gesang und Düfte süsser Reine ...


aus dem Gedicht "Juni"
von Paul-Marie Verlaine
(1844 – 1896)