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11. Juni 2014

und lächle, wenn ich dir morgen die welken Rosen zeige ...






In meiner Erinnrung erblühen

die Bilder, die längst verwittert –
was ist in deiner Stimme,
das mich so tief erschüttert?

Sag nicht, daß du mich liebst!
Ich weiß, das Schönste auf Erden,
der Frühling und die Liebe,
es muß zuschanden werden.

Sag nicht, daß du mich liebst!
Und küsse nur und schweige,
und lächle, wenn ich dir morgen
die welken Rosen zeige.
 

Heinrich Heine (1797 - 1856)


1 Kommentar:

  1. zauberhaft dieser farblich so zarte Post hab einen schönen Sonntag..GLG Gisy

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)