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5. Mai 2014

Verblühst Du schon?

der mittlerweile auf über 2,50 Meter hoch gewachsene Strauch der Austin-Rose 'Heritage' im Garten trägt momentan unzählige Blüten in den verschiedensten Blühstadien

diese Rose hier präsentiert sich mir seit Tagen mit ihrer vollen Schönheit ... üppig gefüllt thront sie zwischen sattgrünen Blättern, den Kopf nach unten geneigt ... ich muss mich unter sie stellen und zu ihr hoch schauen, um bis in ihr Innerstes sehen zu können








an den äußeren Blütenblatträndern lässt sich erkennen, dass ihre Zeit nun bald vorüber sein wird ... ich nehme an, dass sie heute, spätestens morgen jedoch abfallen wird

Grund genug, sich diesen Anblick noch einmal zu verinnerlichen, dabei ihre Nähe zu suchen und den wunderbaren Duft, der sie selbst noch in diesem Stadium verströmt, und der sie wie eine zarte Hülle zu umgeben scheint, zu genießen

wenn ich sie betrachte, kommt mir diese Zeile des Rilke-Gedichtes "Rosen-Innere" in den Sinn ... "sie können sich selbst kaum halten" ...

ja, am liebsten würde ich neben ihr verharren wollen, um sie in dem Moment auffangen zu können, in dem sie sich "nicht mehr halten kann" ... und fallen lässt ... 










Einmal öffne noch die Hülle,
sieh, ich will bescheiden sein,
einmal lass mich noch der Fülle
deines Glanzes voll erfreun!


aus dem Gedicht "Verblühst Du schon?"
von Rainer Maria Rilke

Kommentare:

  1. Liebe rosabella,

    oh wie schön, bei Dir blühen sie schon schon !!! Bei uns hier fehlen noch ein paar Sonnentage....
    Wünsche Dir einen wundervollen Frühling,

    ganz ♥-liche Grüsse,
    Susanne

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  2. Wundervoll, dass sie schon blüht bzw. schade, dass die Pracht bald vorbei ist, liebe Rosabella. Hier tut sich noch nichts.

    Allerbeste Grüße

    Anke

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  3. Liebe Rosabella,
    bei mir schleicht sich auch stets der Gedanke ein : warum muss se denn jetzt schon verblühen. Es stimmt oft traurig.Aber schön, das gleich wieder neue Knospen sich öffnen woran man sein Herz dran verlieren mag.
    Liebe Waldfeengrüße, Moni

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)