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30. September 2013

"Die Blume lebt und liebt
und redet eine wunderbare Sprache."
Peter Rosegger (1843 - 1918)








" ... eine schöne, weiße Chrysantheme
bringe deiner Liebsten selbst ins Haus,







eine schöne, weiße Chrysantheme
sagt vielmehr oft als ein ganzer Strauß ..."


klick doch mal auf das Chrysanthemen-Mädchen :-)

28. September 2013

Herbstgefühl





  



jedem leisen Verfärben
lausch ich mit stillem Bemühn ...










... jede sprossende Pflanze,
die mit Düften sich füllt,
trägt im Kelche das ganze
Weltgeheimnis verhüllt ...

aus einem Gedicht von Emanuel Geibel (1815 - 1884)








24. September 2013

noch sind die Tage der Rosen ...





"Alle, die in Schönheit gehn,
werden in Schönheit auferstehn."

Rainer Maria Rilke




23. September 2013

und all das weite, bange Leben
sollt' mich ein Rosenduft umweben







Es drängt mein Selbst, das blütenlose,
voll Sehnsucht ewig nach der Rose,
die schlank in blonde Lüfte taucht,
und tiefe, süsse Freude haucht!








Ich wollt' an ihrem Kelche singen,
von Brisen, Thau und Schmetterlingen;
und all das weite, bange Leben
sollt' mich ein Rosenduft umschweben.

Lisa Baumfeld





Austin-Rose 'Claire Austin'









21. September 2013

"Die Natur enthält größere Tiefen von Schönheit,
als wir ergründen können."
Sir Edward John (1836 - 1919)



zu meiner großen Freude blüht sie immer noch, die Augusta Luise, und der unbeschreibliche Duft ihrer Blüten hat selbst zu dieser Jahreszeit keinesfalls an Intensität verloren, im Gegenteil








wie herrlich ist es dann, so wie heute früh, bei kühler, klarer Septemberluft durch den noch stillen, morgensonnendurchfluteten Garten zu wandeln und die Nase tief in eine der frisch aufgeblühten Rosen zu halten ... das sind besondere Momente, die ich ungemein genieße, und aus denen ich Kraft schöpfe




"Die Natur bedarf keiner Erläuterung; um ihre Schönheit zu verstehen, genügt ein offener Blick und ein empfängliches Gemüt."

Karl Detlef (1836 - 1876)





 




übrigens, bei der zweiten Schönen auf den Fotos handelt es sich um die 20jährige Auguste Strobl (1807 - 1871), für die seinerzeit König Ludwig I. schwärmte; er war so sehr von ihr angetan, dass er sogar Gedichte für sie schrieb; Auguste jedoch widerstand seinem Charme, heiratete und wurde Mutter von fünf Kindern




Ich fühle stilles seliges Entzücken,
der Himmel lachet mir in deinen Zügen,
in deinem Anblick schon wird mir Genügen,
die alle Reize lieberweckend schmücken.
Stets wird mich deine Gegenwart beglücken;
vertraue mir, ich kann dich nicht betrügen,
es kann mein Herz das deine nicht belügen,
der Liebe Flammen niemals unterdrücken.
Was mir jetzt wird, ich kann es nicht verwehren,
es stießet in das Leben neues Leben,
ich spür' es wie ein himmlisch mildes Wehen;
empfinde mein Gefühl sich nur vermehren.
Ein wonnetrunknes Daseyn mir gegeben,
zufrieden bin ich, selig dich zu sehen.




Ludwig I., König von Bayern (1786 - 1868)



19. September 2013

"Erlaube mir zuvor, daß ich Abschied nehme."
Lukas 9.61



am letzten Sonntag erst habe ich den Lavendel im Garten abgeschnitten, in diesem Jahr für wahr recht spät, aber ich brachte es vorher nicht übers Herz, war er doch bis zuletzt noch ständig von Bienen und Hummeln umgeben

als ich mir später einen Stängel mit seinen zierlichen Blüten näher betrachtete, hatte ich das Gefühl, er winke mir mit einem der beiden Blättchen zu ... so, als ob er sich für diese Saison verabschieden wolle ...    





 


Und wenn der Sommer
sich neigt zur Wende ...
einmal, so schön es war,
geht's doch zu Ende ...


aus einem Gedicht von Cäsar Flaischlen

15. September 2013

selbst solche Blüte darf nicht länger dauern







" ... lass uns sehen, ob im Garten die Rose, die heute früh nach langem Warten ihr Purpurkleid der Sonne hingereicht, noch nicht die morgenfrische Pracht verloren ... sieh nur hin, wie in so wenigen Stunden aller Glanz dahingeschwunden ... und wie die Schönheit schnell verdirbt ... lässt nicht Natur, die tiefgesinnte, schauern? Selbst solche Blüte darf nicht länger dauern ... "



aus einem Text von Pierre de Ronsard (1524 - 1584)


13. September 2013

Ihr verblühet, süße Rosen, meine Liebe trug euch nicht










Ihr verblühet, süße Rosen,
meine Liebe trug euch nicht;

blühtet, ach, dem Hoffnungslosen,
dem der Gram die Seele bricht!

Jener Tage denk' ich trauernd,
als ich, Engel, an dir hing,
auf das erste Knöspchen lauernd
früh zu meinem Garten ging.

Alle Blüten, alle Früchte
noch zu deinen Füßen trug,
und vor deinem Angesichte
Hoffnung in dem Herzen schlug.

Ihr verblühet, süße Rosen,
meine Liebe trug euch nicht;
blühtet, ach, dem Hoffnungslosen,
dem der Gram die Seele bricht!


Johann Wolfgang von Goethe 





Kordes-Rose 'Garden of Roses'



12. September 2013

einmal lass mich noch der Fülle deines Glanzes voll erfreun







Du verblühst schon, holde Rose,
weckt dich nicht der Sonne Strahl?
O, du liebe, kleine, lose,
o, erblühe noch einmal!





Austin-Rose 'Spirit of Freedom'



Einmal öffne noch die Hülle,
sieh, ich will bescheiden sein, 
einmal lass mich noch der Fülle 
deines Glanzes voll erfreun! 


aus einem Gedicht von Rainer Maria Rilke


11. September 2013

weiter blühst du mir im Herzen, weiße Rose





Ach ich glaube,
daß voreinst mir,
da ich Kind war,

allererst sich
was da schön sei,
offenbart hat
in dem Duftbild
weißer Rose.









Ach ich glaube,

daß der Jüngling
noch den Zauber
alles Schönen
nicht gelernt hat
unterscheiden
von dem Zauber
weißer Rose.





nach dem Regen heute morgen im Garten ...
Austin-Rose 'William and Catherine'




Ach ich glaube –
zwar der Herbst kam,
und die Schwestern
auf den Fluren
welkten lang schon –
weiter blühst du
mir im Herzen,
weiße Rose.
 
"Weiße Rose" von Wilhelm  Arent (geb. 1864)

9. September 2013

sie hat die Spätsommersonne noch geküsst







... aus ihnen glüht von jener großen Liebe
der Sommersonne noch ein Strahl so traut ...





Austin-Rose 'Crown Princess Margarete'






edit.:
nein, ich habe die Blüte für die Fotos nicht  extra abgeschnitten, ich habe sie unversehrt am Rosenstrauch hängen lassen ... lediglich einen Buchdeckel habe ich während des Fotografierens dahinter beziehungsweise darunter gehalten ...
(ich hoffe, Deine Frage ist damit beantwortet, liebe Annika)



 

7. September 2013

sind Engel da, es zärtlich zu empfangen,
wenn es vergeht, großmütig wie ein Duft?










Wer nahm das Rosa an? Wer wusste auch,
dass es sich sammelte in diesen Dolden? 
Wie Dinge unter Gold, die sich entgolden, 
entröten sie sich sanft, wie im Gebrauch. 





 
 


Dass sie für solches Rosa nichts verlangen. 
Bleibt es für sie und lächelt aus der Luft? 
Sind Engel da, es zärtlich zu empfangen, 
wenn es vergeht, großmütig wie ein Duft? 



 



Oder vielleicht auch geben sie es preis, 
damit es nie erführe vom Verblühn. 
Doch unter diesem Rosa hat ein Grün gehorcht, 
das jetzt verwelkt und alles weiß.


"Rosa Hortensie" von Rainer Maria Rilke


 

5. September 2013

im Lichte des eben gegenwärtigen Tages








Da uns die Schönheit einer Welt,
wenn sie die Morgen-Sonne schmücket,
so unvergleichlich wohlgefällt,
und aus uns selber setzt, ja ganz entzücket;
welch eine Seelen-Lust muß sel'ge Geister rühren,
wenn sie mit geistigen verkläreten Gesichtern,
und nicht mit Augen nur; nein ganz,
den strahlen-reichen Morgen-Glanz
von so viel tausend Sonnen-Lichtern,
in hundert tausend Welten, spüren!


aus dem Gedicht "Der Morgen"
von Barthold H. Brockes (1680 - 1747)








"Das große offene Weltgeheimnis liegt in seiner ganzen Schönheit und Herrlichkeit vor uns im Lichte des eben gegenwärtigen Tages.
Freue dich, daß du in der Welt bist und zu den Wundern mitgehörst."


Wilhelm Raabe (1831 - 1910)

3. September 2013

Spätsommer






"Es riecht bereits nach welken Blättern ---
aber sie sind noch gar nicht da!"




"Spätsommer"
von Peter Altenberg
(1859 - 1919)

1. September 2013








" ... der September ist die Zeit, Gedichte zu machen, und aus dem Leben ein Gedicht ..."


Wilhelm Raabe (1831 - 1910)