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25. Februar 2013

Schnee ... mit seiner beschwichtigenden Weichheit









 
Schnee, zärtliches Grüßen
der Engel,
schwebe, sinke -
breit alles in Schweigen
und Vergessenheit!
Gibt es noch Böses,
wo Schnee liegt?
Verhüllt, verfernt er nicht
alles zu Nahe und Harte
mit seiner beschwichtigenden
Weichheit, und dämpft selbst
die Schritte des Lautesten
in Leise?


aus dem Gedicht "Schnee"
von Francisca Stoecklin
(1894 - 1931)





23. Februar 2013

Wie muß der Tag sich neigen im Winter, ach, so bald ...


ich liebe sie, die "blaue Stunde", und wenn es mir möglich ist, versuche ich, währenddessen einige Momente innezuhalten, um die besondere Faszination, die von ihr ausgeht, auf mich wirken zu lassen

heute abend hatte ich das Gefühl, als ob sie länger anhielte als sonst ... wahrscheinlich lag es am alles erhellenden, strahlenden Weiß des frisch gefallenen Schnees ?!






Horch – welch ein leises Beben
urplötzlich in der Luft?
Geheimnißvolles Weben,
geheimnißvoller Duft ...





... wie ferne, ferne Glocken
erklingt's – so wohl – so weh' –:
da fällt in dichten Flocken
zur Erde sanft der Schnee ...

 

aus dem Gedicht "Winterabend"
von Ferdinand von Saar
(1833 - 1906)




22. Februar 2013

ein jeder, wenn er dich anschaut, muß dich bewundern







durch den im Jahre 1848 in Paris erschienenen Roman "La dame aux camélias" (die Kameliendame) des französischen Schriftstellers Alexandre Dumas (der Jüngere) erlangte die Kamelie, gerne als "Rose des Winters" bezeichnet, Weltberühmtheit

auch der italienische Komponist Guiseppe Verdi nahm sich ihrer an und vertonte dieses Drama in seiner Oper "La Traviata", die im Jahre 1853 erstmalig aufgeführt wurde


in Filmen, die später über "die Kameliendame" gedreht wurden, besetzten die in Schauspielerkreisen begehrte Rolle der Margeurite Gautier unter anderem Theda Bara (1917), Dorothy Gish (1926) sowie die legendäre Greta Garbo (1936)








"Prachtvoll bist zu schauen im Ballsaal,

wenn du in dunklem lockig geringelten Haar,
weiße Camelie, prangst.

Vornehm bist du und stolz,
und ein jeder, wenn er dich anschaut,
muß dich bewundern."

Johannes Trojan (1837 - 1915)







meine Camellia Japonica, in diesem Falle eine Brushfield's Yello, die ich mir gestern gegönnt habe, wird hoffentlich nicht tragisch enden, sondern nach ihrer Zeit im Topf und anschließend in den Garten gepflanzt weiterhin so wunderbare Blüten tragen, an denen ich mich stets erfreuen kann







13. Februar 2013

Lebenszeichen


der Grund meiner Abwesenheit ist nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, dass ich mich in den vergangenen Tagen vergnügt ins allseits herrschende, närrische Treiben gestürzt habe, nein, dem war keineswegs so ... sondern ein Familienmitglied war letzte Woche im Krankenhaus

da dies für alle Beteiligten eine nicht alltägliche Begebenheit bedeutet, auf die es sich entsprechend einzustellen gilt, war und bin ich immer noch ziemlich an- und eingespannt


dennoch ist mir wichtig, mich kurz an dieser Stelle zu melden, da einige bereits fragten, ob alles in Ordnung sei

Ihr Lieben, macht Euch bitte keine Sorgen, es ist soweit alles gut!





6. Februar 2013

sie scheuen Schnee und Kälte nicht







Der Schnee, der gestern noch in Flöckchen
vom Himmel fiel,
hängt nun geronnen heut als Glöckchen
am zarten Stiel ...

aus einem Gedicht von Friedrich Rückert (1788 - 1866)








ich habe sie gesucht ... und gefunden! und meine Freude über die allerersten Schneeglöckchen im Garten war besonders groß, als ist sie heute morgen dort entdeckte

zwischen alten, modrigen Blättern standen sie und wirkten fast ein wenig verloren, zumal ihre zarten, weißen Köpfchen noch geschlossen waren

dennoch, übersehen konnte ich sie nicht, und mir schien, als ob ich beim Anschauen sogar eine leise Frühlingsbotschaft vernommen habe, die hoffen lässt ...





Du allerfrühster Frühlingsgruß,
du kleine, weiße Fee,
du tanzt auf zartem, bloßem Fuß
im kalten, kalten Schnee ...

aus einem Gedicht von John Keble (1792 - 1866)