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30. Januar 2013







"Es kommt im Leben auf die Kleinigkeiten an."

(unbekannter Verfasser)





nein, das ist keine Rose ...
sondern eine B
lüte der Begonie 'Borias'



29. Januar 2013


eine kurze Regenpause habe ich eben dazu genutzt, um die Tulpen in der Vase, an deren Anblick ich mich nun seit vielen Tagen erfreue, noch einmal bei besserem Licht draußen im Garten zu fotografieren

das Rosé der Blüten ist mittlerweile fast gänzlich verblasst, trotzdem sehen sie immer noch ganz bezaubernd aus (oder vielleicht gerade deshalb?) 

es scheint, als ob sich ihre Blätter aber nicht mehr lange werden halten können ...  











"Das Glück ist nicht in einem ewig lachenden Himmel zu suchen, sondern in ganz feinen Kleinigkeiten, aus denen wir unser Leben zurechtzimmern."


Carmen Sylva (1843 - 1916)




27. Januar 2013

Die Rose trug, in Duft gehüllt, die Fülle des Gefühles ...



 




Der hat in ihrem schönsten Glanz die Rose nicht gesehen,
wer nie die Perle des Gefühls ihr sah im Auge stehen.
O Liebe! wunderbare Macht, daß deine höchste Wonne
in Menschenbrust den Ausdruck muß borgen von Schmerz und Wehen.
Die Rose lächelte mich an, und von den süßen Strahlen
ging mir im stillen Herzen auf ein Drang zu süßem Flehen.
Die Rose trug, in Duft gehüllt, die Fülle des Gefühles,
sich unbekannt; mein Seufzer kam, den Schleier wegzuwehen.
Und wie sie sah vor ihrem Blick den Abgrund ew'ger Liebe
im eignen Herzen, bebte sie darinnen zu vergehen.


aus einem Gedicht von Friedrich Rückert (1788 - 1866)










23. Januar 2013

über Gefühle und Gedanken

Ihr Lieben, wie unterschiedlich ein Foto interpretiert wird und welche Gefühle beim Betrachten dabei empfunden werden, finde ich immer spannend ... daher herzlichen Dank für Eure Kommentare zu meinem gestrigen Foto; die dort gezeigte "Szene" entdeckte ich übrigens letzte Woche während eines Spazierganges hinter einer Kirche

nun möchte ich Euch gerne von meinen Empfindungen erzählen, hatte doch das dort Gesehene eine nachhaltige Wirkung auf mich ...



es betrübte mich, als ich das erblickte, und mir ging durch den Sinn "die armen Pflanzen, bei dieser Kälte in den Töpfen an der kahlen Wand ohne jeglichen Schutz einfach abgestellt und sich selbst überlassen ... ob sie das wohl überleben?"

lange Zeit verharrte ich, machte währenddessen immer wieder Fotos vom selben Motiv, weil es mich gleichzeitig auch faszinierte ... bis auf einmal das Mitleid, was ich bis dahin für sie empfand, in Bewunderung überging


"wie gut, dass sich die beiden haben" ... mir schien, als ob sie sich gegenseitig stützten, um ausharren und den widrigen Umständen trotzen zu können ... ich gestehe, diese anfangs recht armseelig auf mich wirkenden Pflanzen haben mich mit ihrem Dasein erinnert, daran zu denken, in einer auf den ersten Blick ungünstig oder gar aussichtslos erscheinenden Situation nicht gleich aufzugeben

und was soll ich sagen? irgendwie bestärkt habe ich diesen Ort verlassen, und selbst viel später, als ich längst wieder zu Hause war, musste ich noch oft darüber nachdenken

22. Januar 2013







"Die Natur beschenkt uns mit unerklärlichen Gefühlen."


Constance de Salm 
(1767 - 1845)



21. Januar 2013

Schneemädchen - Snegurochka

in Russland ist das Schneemädchen (Snegurochka) unter anderem die Hauptfigur eines Märchens von Alexander Nikolajewitsch Afanassjew (1826 - 1871); darin erzählt er

... dass sich ein altes Ehepaar immer sehnlichst ein Kind wünschte, aber nie eines bekam; eines Wintertages sahen sie Kindern zu, wie diese einen Schneemann bauten; sie beschlossen, es ihnen gleich zu tun und sich ein Kind aus Schnee zu formen, das tatsächlich zum Leben erwachte und von ihnen fortan liebevoll "Schneemädchen" genannt wurde

die beiden schlossen ihr Mädchen in ihre Herzen und behielten es bei sich; als jedoch der Frühling nahte, wurde es trübsinnig, und sie konnten es nicht daran hindern, dass es sie eines Sommertages Hals über Kopf verließ und schließlich bei einem Sprung über ein Lagerfeuer zerschmolz ...

an diese Geschichte erinnere ich mich immer, wenn ich mein Schneemädchen ansehe; es wiederum braucht aber die Wärme nicht zu fürchten, ist es doch aus Porzellan und stammt aus einer alten Manufaktur in Thüringen





vor vielen Jahren entdeckte ich es auf dem Flohmarkt zwischen anderen Kleinigkeiten in einem Setzkasten, doch da wusste ich noch nichts von seiner Herkunft; erst viel später las ich in einem Sammlerbuch etwas darüber und über die seinerzeit von der Manufaktur hergestellte Serie "Schneekinder"

mein Schneemädchen ist übrigens nur knapp 4 cm lang, und weil es so klein ist, würde man es wohl im Schnee übersehen; doch nun, so unmittelbar vor der Linse der Kamera, kommt es richtig zur Geltung, und je länger ich es ansehe, glaube ich zu entdecken, dass es lacht, dass es ihm Spaß macht, endlich mal im richtigen Schnee und nicht in der Vitrine zu liegen ;-)

20. Januar 2013

"laß uns lernen von der Rose,
was du bist und was ich bin"
Rainer Maria Rilke





Hast du denn ganz die Rosen ausempfunden

vergangnen Sommers? Fühle, überlege:
das Ausgeruhte reiner Morgenstunden,
den leichten Gang in spinnverwebte Wege?
Stürze in dich nieder, rüttle, errege
die liebe Lust: sie ist in dich verschwunden.
Und wenn du eins gewahrst, das dir entgangen,
sei froh, es ganz von vorne anzufangen ...


aus dem Gedicht "Winterliches Stanzen"
von Rainer Maria Rilke




15. Januar 2013

heute morgen im Wald ...







Und immer wieder sinkt der Winter
und immer wieder wird es Frühling
und immer immer wieder stehst du
und freust dich an dem ersten Grün ...
immer wieder ... jedes Jahr ...
sag, ist das nicht wunderbar?!

Diese stille Kraft der Seele:
immer neu sich aufzuringen
aus dem Banne trüber Winter,
aus dem Schatten grauer Nächte,
aus der Tiefe in die Höhe ...
sag, ist das nicht wunderbar?!

aus einem Gedicht
von Cäsar Flaischlen (1864 - 1920)


14. Januar 2013

habe Dank für so manche schöne Rose ...
und dann verrate ich Euch noch etwas :-)












 
"O mein ewig teures unvergeßliches liebes Leben, habe Dank für so manche schöne Rose, die Du in mein Leben geflochten."


Carl Maria von Weber
(1786 - 1826)














Ihr Lieben, eigentlich wollte ich erst morgen etwas über getrocknete Rosenkränze schreiben, da aber die liebe Sanne eben fragte, ob ich Draht verwende, werde ich doch schon an dieser Stelle etwas dazu sagen

also, dann beginne ich mal: seit Jahren trockne ich Rosenblüten und -blätter, um sie zu verarbeiten, und auch um manchmal Kränze daraus zu fertigen; bisher war das immer sehr müßig, denn die getrockneten Blüten zerbröselten bzw. brachen teilweise, so dass größte Vorsicht beim Verarbeiten geboten war; bisher fädelte ich die Blüten mit einer dicken Nadel auf reißfestes Garn auf oder versuchte auch schon mal mein Glück mit Heißkleber, doch nie war ich mit dem Ergebnis hinterher richtig zufrieden

und dann trug sich das zu: vor Weihnachten bekam ich einen Strauß Rosen geschenkt, und zu meinem großen Bedauern ließen diese bereits nach zwei Tagen die Köpfe hängen; ich überlegte, was ich mit ihnen anstellen könnte, denn sie sahen ansonsten noch frisch aus; dann kam mir diese Idee: 

ich nahm mir etwas von meinem dünneren Draht und durchstach Blüte für Blüte, schob diese bis zum anderen Drahtende vorsichtig zusammen, bis ein Kranz vor mir lag; zum Verschließen steckte ich das rechte Drahtende in die linke Blüte und das linke Ende in die rechte; dann legte ich den Kranz in einen sehr dünnen Glasteller, zupfte jede einzelne Blüte nochmals in Form und stellte ihn für einige Tage auf die Heizung 


 






die Rosen trockneten gut, schrumpelten ordentlich zusammen und verloren dabei ziemlich an Größe, so dass ein Teil des Drahtes nach dem erneuten Zusammenschieben der Blüten zu sehen war; den klemmte ich einfach vorsichtig ab und verschloss, wie bereits oben beschrieben, erneut den Kranz

mittlerweile sind einige Kränze entstanden ... beispielsweise dieser, den ich in einer Schale dekoriert habe



oder dieser hier, den ich demnächst einer Freundin zum Geburtstag schenken werde

oder dieser ...



oder nochmals der von den Fotos ganz oben ...



übrigens lassen sich auch einzelne, frische Rosenblätter auf diese Weise hervorragend verarbeiten, die sehen dann als Kränzchen so aus ...



Ihr Lieben, das war's, was ich Euch verraten wollte  ;-) vielleicht geht es ja einigen wie mir, die die Rosen vor dem Verarbeiten erst trocknen, und es nun zukünftig einfacher haben, wenn sie es anders herum praktizieren, vor allem dann, wenn aus ihnen schöne Kränze werden sollen; in diesem Sinne, gehabt Euch wohl ... und rosige Grüße an alle


edit. 15. Januar:
hinweisen möchte ich ausdrücklich auf den anonymen Kommentar von C.P. zum Thema "Selbstbeweihräucherung" :-(

6. Januar 2013

"die einzige Blume, die im Winter blühen darf"







" ... sie kennt nicht die frohen Tage des Frühlings noch die duftreichen Nächte des Sommers ... und doch ist sie weiß und zart ... anmutig wächst sie aus dem Kranze grüner Blätter empor, und ihr tiefer Kelch hütet die Geheimnisse der Blumen ... und sie fühlt keinen Winterschmerz ... still und stolz steht sie in ihrer Kraft ... die einzige Blume, die im Winter blühen darf ..."

aus der Geschichte "Die Christblume"
von Paula Dehmel (1862 - 1918) 

4. Januar 2013

"Die Ungewißheit ist es, die uns reizt.
Ein Nebel macht die Dinge wunderschön."
Oscar Wilde

 
 
 
Ob schwerer nebel in den wäldern hängt:
Du sollst im weiterschreiten drum nicht zaudern ·
Sprich mit den bleichen bildern ohne schaudern ·
Schon regen sie sich sacht hinangedrängt.



Wenn gras und furche auf dem pfad versteinen ·
Gehäufter reif die wipfel beugt · versteh
Zu lauschen auf der winterwinde weh
Die mit den welken einsamkeiten weinen.


aus einem Gedicht von Stefan George (1868 - 1933)


 
... heute morgen auf der Rückfahrt vom Saarland ins Rheinland, kurz vor Trier ... ich mag Nebel sehr, und da dieser in der Region, in der ich lebe, nicht besonders oft vorkommt, war ich ganz fasziniert von der dort herrschenden Stimmung ... daher kam ich auch nicht umhin auszusteigen, um für einige Augen-Blicke darin "abzutauchen" ... 

1. Januar 2013

mein Neujahrswunsch




  

 

 

Was ich erwünsche vom neuen Jahre?
Daß ich die Wurzel der Kraft mir wahre,
festzustehen im Grund der Erden,
nicht zu lockern und morsch zu werden,
mit den frisch ergrünenden Blättern
wieder zu trotzen Wind und Wettern,
mag es ächzen und mag es krachen,
stark zu rauschen, ruhig zu lachen,
so in Regen wie Sonnenschein
Freunden ein Baum des Lebens zu sein.


"Mein Neujahrswunsch" von Karl Henckell (1864 - 1929)