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7. August 2013

 







Alle Morgen weht der Wind
Rosenblätter
von den Zweigen,
und sie schwimmen auf dem See,
sich als Lettern dir zu zeigen.
Sag', verstehst du ihre Schrift? -
Laßt uns unsre Rosen pflücken,
und daraus das Balsamöl
reiner Liebeswonne drücken.
In der Wacht der strengen Dornen,
sieh, wie lange blühen wir?
Tauch' in Rosenöl die Locke,
und sie duftet ewig dir.

  
Wilhelm Müller (1794 - 1827)


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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)