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17. Juni 2013

Komm her, wir wollen eine Weile still sein.
Sieh diese Rose an ...
(Rainer Maria Rilke)













Die klare frische Rosenblüte streichelt
mein geschlossenes Auge leicht,
als legte sie noch tausend kühle Lider,
eines auf das andere, über
mein heißes Lid. Und tausend Schlummer
breitet sie dann über meine Täuschung hin,
darunter streif ich selbst umher
im Duft des Labyrinths.


Rainer Maria Rilke













Rosenraum, geboren in den Rosen,
in den Rosen heimlich auferzogen,
und aus offnen Rosen zugegeben
groß wie Herzraum:
dass wir auch nach draußen
fühlen dürfen in dem Raum der Rosen.


aus einem Gedicht von Rainer Maria Rilke





Damask Rose Celsiana




Sommer: für etliche Tage
Begleiter der Rosen zu sein;
was um erblühende Seelen
weht, das atmen wir ein ...

Rainer Maria Rilke


Kommentare:

  1. Da brauche ich nichts mehr zu sagen ausser ein grosses DANKESCHÖN....ich werde still und geniesse....schöne Sommertage meine Liebe herzlich Monika

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  2. Ein wundervoller Beitrag, eine Ode an die Rose, schön gemacht liebe Rosabella.

    Liebe Grüße
    Angelika

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)