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3. Juni 2013

doch trag ich den Namen Vergißmeinnicht









O Blümelein Vergißmeinnicht!
Entzieh dich meinem Auge nicht.
Ihr, Veilchen! Nelken! Rosen!
auf euch verweilt der Sonne Licht,
als wollt es mit euch kosen;
doch wenn die Sonne tiefer sinkt,
wenn Nacht die Farben all verschlingt,
da reden süße Düfte
von eurem stillen Leben mir
und die vertrauten Lüfte
die bringen eure Grüße mir.









Doch ach! Vergißmeinnicht, von dir
bringt nichts, bringt nichts mir Kunde.
Sag, Blümlein, lebst dem Aug du nur?
Flieht mit den Farben jede Spur
mir hin von deinem Leben?
Hast keine Stimm, die zu mir spricht
wenn Schatten dich umgeben?
Vergißmeinnicht
die Stimme ach Süßer, die hab ich nicht.
Doch trag ich den Namen Vergißmeinnicht,
der, wenn ich auch schweige,
dem Herzen spricht.





Gedicht von Karoline von Günderode (1780 - 1806)

Kommentare:

  1. Ein wunderschönes Gedicht für ein ebenso,schönes Blümchen. Danke dir.
    Liebe Grüsse
    Ida

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  2. Ich liebe diese Blümchen, so schön blau bis violett!
    Viele Grüsse, Moni

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  3. Herliche Zeilen liebe Roasbella, gerahmt von schönen Fotos.

    Liebe Grüße
    Angelika

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  4. Mir geht es genauso ich liebe diese Blümchen, schade dass sie bald am verblühen sind. Manchmal kann man einer lieben Person ein Sträusschen in die Hand drücken, dass sagt mehr als tausend Worte...ich bekam auch einmal, denke Heute noch daran....!
    Mit lieben Gedanken Monika

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  5. Da kommt das alte Porzellan wunderbar zur Geltung. Da schmückt das zarte Blümchen hervorragend. LG Claudia.

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  6. Liebe Rosabella,

    Vergissmeinnicht gehören ja zu meinen Lieblingsblumen, und deshalb danke ich dir für diese zauberhaften Fotos und Worte. Dieses Blau ist so besonders, eine Freude für jedes Auge.

    Herzliche Grüße

    Anke

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  7. Schönes Gedicht und wunderschöne Fotos :-)

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  8. Im Sonnengold erglänzt die Welt
    Die reich in duft`gen Blumen steht,
    und herrlich wölbt das Himmelszelt
    sich über ihr voll Majestät-
    Wie Himmelsblau,wie Sonnenlicht
    so strahlst auch Du
    Vergiss-mein-nicht

    herzlich Gisy

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)