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1. Mai 2013

grün ... grüner ... maigrün ...
Wonnemonat, sei willkommen !











Nun aber hebt zu singen an
der Mai mit seinen Winden.
Wohl dem, der suchen gehen kann
und bunte Blumen finden!

Die Schönheit steigt millionenfach
empor aus schwarzer Erden;
manch eingekümmert Weh und Ach
mag nun vergessen werden.

Denn dazu ist der Mai gemacht,
daß er uns lachen lehre.
Die Herzen hoch! Und fortgelacht
des Grames Miserere!





Otto Julius Bierbaum 
(1865 - 1910)


Kommentare:

  1. Eine zauberhafte Ode an den Wonnemonat Mai liebe Rosabella.

    Liebe Grüße
    Angelika

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  2. Liebe Rosabella,

    Dein fantastisches Foto ist wirklich ein ganz feines Meisterwerk. In jugendlicher Zartheit zeigen sich die Blätter im Wald. Es passt wunderbar zum grossartigen Gedicht von Otto Julius Bierbaum.

    Ich wünsche Dir einen wunderschönen Maifeiertag...

    An den Mai

    Ein sanfter Regen durch die Nacht
    Hat sie still zum Leuchten gebracht

    Wie Tränen voller Sehnsucht leise
    Zieren sie die Natur auf ihre Weise

    Als wär’s ein Kuss von jedem Tropfen
    Der lässt so manch Herzchen klopfen

    Voller Sehnsucht ganz tief hinein
    Singen die Perlen gross und klein

    Betörend mit verführerischen Noten
    Verbreiten sie Klänge als Liebesboten

    Voller Hoffnung und Zärtlichkeiten
    Wollen sie durch den Mai begleiten

    Perlen so schön und glänzend fein
    Ja, das kann doch nur die Liebe sein

    © Hans-Peter Zürcher

    ...verbunden mir liebe Grüssen

    Hans-Peter

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  3. Wie ein Aquarell sieht sich dein erfrischendes Maigrün an...ich wünsche dir einen spannenden und farbenfroher Mai....
    herzlich Monika

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  4. So grün, ach!
    Wir warten noch auf Maigrün!
    Bei mir blühen aber die ersten Narzissen!

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  5. Ich staune, daß die rote Farbe rot ist,
    Ich staune, daß die gelbe gelb erglimmt.
    Ich staune, daß, was ringsum lebt, nicht tot ist,
    Und daß, was tot ist, nicht ins Leben stimmt.

    Ich staune, daß der Tag alltäglich nachtet,
    Wenn ihm das Licht verwest zur Dämmerung.
    Ich staune, daß frühmorgens überfrachtet
    Von Sonnenglück, ein neuer kommt in Schwung.

    Ich staune, daß durch alle Lebenssprossen
    Das Männ- und Weibliche geschieden bleibt,
    Und diese Zwieheit, niemals ausgenossen,
    Als Wonne unsre Herzensfluten treibt.
    Mein Staunen ist kein Forschen nach dem Sinne.
    Mein Staunen ist des Sinnes selbst der Sinn.
    Nur durch Erstaunung werd ich meiner inne.
    Ich staune, daß ich staune, daß ich bin."
    - Franz Werfel -
    Frühlingsgrüße von mir. Ernestus.

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  6. Das zarte Grün, so wunderschön, so licht und hell! Tolles Foto!

    LG
    Chris

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  7. Jetzt haben mich Ihre Kommentatoren ganz durcheinander gebracht. Ich hoffe es, ja. Das Erwachen um einen herum zieht einen mitunter doch auch fort, und man sollte dem auch nicht widerstehen wollen, aus abseitigen Gedanken heraus, etwa.

    Ich meine nicht so etwas Plattes, wie, das Leben geht weiter, das ist im gruseligen Sinne immer wahr, sondern, schauen wir einfach, womöglich werden wir angenehm überrascht (und wo nicht, haben wir unsere eingeübten Bewältigungsinstumente immer noch zur Hand.

    Alles Gute.

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  8. Wunderschön.

    LG Grace www.zeit-fuer-dich.blogspot.de

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)