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18. März 2013

erinnern möchte ich heute
an den 200. Geburtstag
von Friedrich Hebbel

deutscher Dramatiker und Lyriker
18. März 1813 - 13. Dezember 1863





"Diejenigen Berge, über die man im Leben am schwersten hinwegkommt, häufen sich immer aus Sandkörnchen auf."





Holzstich, um 1860




Ringt um des Jubels Krone!
Die Sonne ruft zum Strauß

Vom blauen Himmelsraume,
Auch schaut aus jedem Baume
Der Frühling schon heraus.


Ringt um des Jubels Krone!
Das Veilchen ist schon da
Und sendet seine Düfte
Verschwendrisch in die Lüfte
Und würzt sie fern und nah'.


Ringt um des Jubels Krone!
Die Lerche trinkt den Hauch
Und schmettert ihre Lieder
In frohem Dank hernieder
Und weckt den Menschen auch.

aus dem Gedicht "Frühlingslied" von F. Hebbel






 
"Man sollte immer denken: Gestern war es nichts und morgen ist's vorbei; dann würde man sich den Augenblick nie verkümmern lassen."





 



Wir träumten von einander
Und sind davon erwacht,
Wir leben, um uns zu lieben,
Und sinken zurück in die Nacht.

Du tratst aus meinem Traume,

Aus deinem trat ich hervor,
Wir sterben, wenn sich Eines
Im Andern ganz verlor.

Auf einer Lilie zittern

Zwei Tropfen, rein und rund,
Zerfließen in Eins und rollen
Hinab in des Kelches Grund.

Gedicht "Ich und Du" von F. Hebbel



ausführliche Angaben über Leben und Werke des Lyrikers finden sich unter anderem hier


Kommentare:

  1. Liebe Rosabella,

    danke für die Erinnerung. Das letzte Gedicht finde ich besonders berührend.

    Viele Herzensgrüße

    Anke

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  2. Sehr schön, besonders das letzte Gedicht.

    Liebste Grüße zu dir :-)

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  3. ♥...freu ;-) *seufz*

    Fröhliche Dienstagsgrüßchen an DICH dazustell !
    ♥Annette

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  4. Da habe ich mal wieder eine Anregung, mich mit einem Lyriker zu beschäftigen, danke schön. Zwei Tropfen, rein und rund... wie anrührend.

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  5. was für schöne Gedichte ..besonders das letzte ..berührt mich..GLG Gisy

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  6. Danke fürs Suchen und Hervorholen schöner Gedanken.

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)