optimale Seiten-Darstellung bei einer Auflösung von 1280 x 1024 px



30. Dezember 2013

das Jahr endet ...
mit einer Rose :-)


seit über zwei Wochen hängt sie am Strauch, die letzte Rose für dieses Jahr ... sie trotzte Wind und Wetter, und jeden Tag sah ich nach ihr ... ich war mir nicht sicher, ob sie sich noch öffnen würde ... nun hat sie es doch geschafft ... die Sonnenstrahlen, die sie in den letzten Tagen immer am frühen Nachmittag beschienen, haben sie wohl angetrieben und zum Blühen gebracht






eine ganz besonders Schöne ist sie, die Blüte der 'Crown Princess Margareta' von Austin, wie ich finde; ich hoffe, dass auch Ihr Euch an ihrem Anblick erfreuen könnt







" ... die späten rosen welkten noch nicht ganz,
erlese, küsse sie ..."



aus einem Gedicht von Stefan George







edit. 31. Dezember, 18.45 Uhr:

lassen wir um Mitternacht
die Gläser erklingen ...
auf unser aller Wohl !!




24. Dezember 2013

"Dein Weihnachten soll ein fröhliches sein!"






"... es gibt Leute, die dir sagen werden, dass Weihnachten auch nicht mehr das ist, was es einmal war. Höre nicht auf sie. Es gibt wenige, die alt geworden sind auf dieser Erde, die nicht an jedem beliebigen Tag im Jahr solche Gedanken wachrufen können. Aber suche dir doch für deine trostlosen Erinnerungen nicht eben den fröhlichsten unserer 365 Tage aus. Rücke lieber deinen Stuhl näher an das flackernde Feuer, fülle dein Glas, stimme ein Lied an und sei dankbar, dass alles nicht noch schlimmer ist. Denke nach über den Segen, der dir reichlich zuteil wurde - und er ist bei keinem gering -, und nicht über vergangenes Missgeschick, das jedem widerfährt. Fülle dein Glas abermals, mit fröhlichem Gesicht und zufriedenem Herzen. Dein Weihnachten soll ein fröhliches sein! ich werde Weihnachten in meinem Herzen ehren und versuchen, es das ganze Jahr hindurch aufzuheben ...."

Charles Dickens (1812 - 1870)


15. Dezember 2013

"Wir wollen nach dir blicken, o Licht, das ewig brennt,
wir wollen uns beschicken zum seligen Advent!"









In deine Flamme schau' ich, Kerzenlicht,

die wie ein Schwert die Finsternis durchbohrt.
Hab' Dank, du schonest auch den Schatten nicht,
der meinen schlafgemiednen Sinn umflort.

Ich nähre mich an deiner ruhigen Kraft,
du Bild der Seele, die das Dunkel trennt
und ihres Leibes erdenschweren Schaft
gleich einer Fackel in den Raum verbrennt.


Gedicht "Das Licht" von Christian Morgenstern

28. November 2013









 
"Nur die Gegensätze lehren einen die Welt kennen: Wer nicht ums Dunkel weiß, kann das Licht nicht erkennen." 


aus Japan



16. November 2013

der erste Hauch des Winters








Belles frileuses qui sont nées
quand le soleil embrasait l’air
au premier souffle de l’hiver
les roses sont étonnées ...

Au lieu des tièdes matinées
ou riait l’azur frais et clair,
pourquoi ce ciel couleur de fer
pourquoi ces brèves journées?

Courbant le front languissamment,
elles ont le pressentiment
de leur courte vie épuisée ...

Un frisson passe dans leurs cœurs
et je crois bien qu’à la rosée,
elles mêlent parfois leurs pleurs.




 Paul Collin (1845 - 1915)






5. November 2013

"die Sonne wärmet den Tag des Herbstes mild"
(Friedrich Hölderlin)








 
 
"Auf ein kleines Geschenk darf das Auge so mit Freude sehen, wie du selbst der Sonne für den Schatten dankbar sein sollst."
 
(deutsches Sprichwort)






24. Oktober 2013

noch sieht mein Aug' ein fallend Rosenblatt

 
 - der stille Park verträumt,
die Rosen schwer, vom eignen Dufte trunken ...

noch sieht mein Aug' ein fallend Rosenblatt ...

ich sinke hin – so still und traumesmatt
und treibe steuerlos auf Traumeswogen ...


aus einem Gedicht von Hedwig Dransfeld (1871 - 1925)
 
 
 
Austin-Rose 'Heritage'




 
 
 

10. Oktober 2013

Einladung zum Tanze








darf ich bitten?
*klick*

5. Oktober 2013

empfange mein Blumengebinde
















Göttin der Liebe!
Empfange mein Blumengebinde.
Komm und erscheine uns.
Fülle die goldenen Schalen,
mische mit Nektar den Wein
und schenke uns
eine himmlische Freude.


Sappho, griechische Dichterin (um 630 - 570 v. Chr.)












2. Oktober 2013

"Man kann die Knospe aufhauchen,
die Blume bleibt dennoch ein zartes Geheimnis."
Ludwig Uhland (1787 - 1862)









Weiß die Natur noch den Ruck,
da sich ein Teil der Geschöpfe
abriß vom stetigen Stand?
Blumen, geduldig genug,
hoben nur horchend die Köpfe,
blieben im Boden gebannt.











Weil sie verzichteten auf
Gang und gewillte Bewegung,
stehn sie so reich und so rein.
Ihren tiefinneren Lauf,
voll von entzückter Erregung,
holt kein Jagender ein ...







Zeilen aus einem Gedicht
von Rainer Maria Rilke
(1875 - 1926)


30. September 2013

"Die Blume lebt und liebt
und redet eine wunderbare Sprache."
Peter Rosegger (1843 - 1918)








" ... eine schöne, weiße Chrysantheme
bringe deiner Liebsten selbst ins Haus,







eine schöne, weiße Chrysantheme
sagt vielmehr oft als ein ganzer Strauß ..."


klick doch mal auf das Chrysanthemen-Mädchen :-)

28. September 2013

Herbstgefühl





  



jedem leisen Verfärben
lausch ich mit stillem Bemühn ...










... jede sprossende Pflanze,
die mit Düften sich füllt,
trägt im Kelche das ganze
Weltgeheimnis verhüllt ...

aus einem Gedicht von Emanuel Geibel (1815 - 1884)








24. September 2013

noch sind die Tage der Rosen ...





"Alle, die in Schönheit gehn,
werden in Schönheit auferstehn."

Rainer Maria Rilke




23. September 2013

und all das weite, bange Leben
sollt' mich ein Rosenduft umweben







Es drängt mein Selbst, das blütenlose,
voll Sehnsucht ewig nach der Rose,
die schlank in blonde Lüfte taucht,
und tiefe, süsse Freude haucht!








Ich wollt' an ihrem Kelche singen,
von Brisen, Thau und Schmetterlingen;
und all das weite, bange Leben
sollt' mich ein Rosenduft umschweben.

Lisa Baumfeld





Austin-Rose 'Claire Austin'









21. September 2013

"Die Natur enthält größere Tiefen von Schönheit,
als wir ergründen können."
Sir Edward John (1836 - 1919)



zu meiner großen Freude blüht sie immer noch, die Augusta Luise, und der unbeschreibliche Duft ihrer Blüten hat selbst zu dieser Jahreszeit keinesfalls an Intensität verloren, im Gegenteil








wie herrlich ist es dann, so wie heute früh, bei kühler, klarer Septemberluft durch den noch stillen, morgensonnendurchfluteten Garten zu wandeln und die Nase tief in eine der frisch aufgeblühten Rosen zu halten ... das sind besondere Momente, die ich ungemein genieße, und aus denen ich Kraft schöpfe




"Die Natur bedarf keiner Erläuterung; um ihre Schönheit zu verstehen, genügt ein offener Blick und ein empfängliches Gemüt."

Karl Detlef (1836 - 1876)





 




übrigens, bei der zweiten Schönen auf den Fotos handelt es sich um die 20jährige Auguste Strobl (1807 - 1871), für die seinerzeit König Ludwig I. schwärmte; er war so sehr von ihr angetan, dass er sogar Gedichte für sie schrieb; Auguste jedoch widerstand seinem Charme, heiratete und wurde Mutter von fünf Kindern




Ich fühle stilles seliges Entzücken,
der Himmel lachet mir in deinen Zügen,
in deinem Anblick schon wird mir Genügen,
die alle Reize lieberweckend schmücken.
Stets wird mich deine Gegenwart beglücken;
vertraue mir, ich kann dich nicht betrügen,
es kann mein Herz das deine nicht belügen,
der Liebe Flammen niemals unterdrücken.
Was mir jetzt wird, ich kann es nicht verwehren,
es stießet in das Leben neues Leben,
ich spür' es wie ein himmlisch mildes Wehen;
empfinde mein Gefühl sich nur vermehren.
Ein wonnetrunknes Daseyn mir gegeben,
zufrieden bin ich, selig dich zu sehen.




Ludwig I., König von Bayern (1786 - 1868)



19. September 2013

"Erlaube mir zuvor, daß ich Abschied nehme."
Lukas 9.61



am letzten Sonntag erst habe ich den Lavendel im Garten abgeschnitten, in diesem Jahr für wahr recht spät, aber ich brachte es vorher nicht übers Herz, war er doch bis zuletzt noch ständig von Bienen und Hummeln umgeben

als ich mir später einen Stängel mit seinen zierlichen Blüten näher betrachtete, hatte ich das Gefühl, er winke mir mit einem der beiden Blättchen zu ... so, als ob er sich für diese Saison verabschieden wolle ...    





 


Und wenn der Sommer
sich neigt zur Wende ...
einmal, so schön es war,
geht's doch zu Ende ...


aus einem Gedicht von Cäsar Flaischlen

15. September 2013

selbst solche Blüte darf nicht länger dauern







" ... lass uns sehen, ob im Garten die Rose, die heute früh nach langem Warten ihr Purpurkleid der Sonne hingereicht, noch nicht die morgenfrische Pracht verloren ... sieh nur hin, wie in so wenigen Stunden aller Glanz dahingeschwunden ... und wie die Schönheit schnell verdirbt ... lässt nicht Natur, die tiefgesinnte, schauern? Selbst solche Blüte darf nicht länger dauern ... "



aus einem Text von Pierre de Ronsard (1524 - 1584)


13. September 2013

Ihr verblühet, süße Rosen, meine Liebe trug euch nicht










Ihr verblühet, süße Rosen,
meine Liebe trug euch nicht;

blühtet, ach, dem Hoffnungslosen,
dem der Gram die Seele bricht!

Jener Tage denk' ich trauernd,
als ich, Engel, an dir hing,
auf das erste Knöspchen lauernd
früh zu meinem Garten ging.

Alle Blüten, alle Früchte
noch zu deinen Füßen trug,
und vor deinem Angesichte
Hoffnung in dem Herzen schlug.

Ihr verblühet, süße Rosen,
meine Liebe trug euch nicht;
blühtet, ach, dem Hoffnungslosen,
dem der Gram die Seele bricht!


Johann Wolfgang von Goethe 





Kordes-Rose 'Garden of Roses'



12. September 2013

einmal lass mich noch der Fülle deines Glanzes voll erfreun







Du verblühst schon, holde Rose,
weckt dich nicht der Sonne Strahl?
O, du liebe, kleine, lose,
o, erblühe noch einmal!





Austin-Rose 'Spirit of Freedom'



Einmal öffne noch die Hülle,
sieh, ich will bescheiden sein, 
einmal lass mich noch der Fülle 
deines Glanzes voll erfreun! 


aus einem Gedicht von Rainer Maria Rilke


11. September 2013

weiter blühst du mir im Herzen, weiße Rose





Ach ich glaube,
daß voreinst mir,
da ich Kind war,

allererst sich
was da schön sei,
offenbart hat
in dem Duftbild
weißer Rose.









Ach ich glaube,

daß der Jüngling
noch den Zauber
alles Schönen
nicht gelernt hat
unterscheiden
von dem Zauber
weißer Rose.





nach dem Regen heute morgen im Garten ...
Austin-Rose 'William and Catherine'




Ach ich glaube –
zwar der Herbst kam,
und die Schwestern
auf den Fluren
welkten lang schon –
weiter blühst du
mir im Herzen,
weiße Rose.
 
"Weiße Rose" von Wilhelm  Arent (geb. 1864)

9. September 2013

sie hat die Spätsommersonne noch geküsst







... aus ihnen glüht von jener großen Liebe
der Sommersonne noch ein Strahl so traut ...





Austin-Rose 'Crown Princess Margarete'






edit.:
nein, ich habe die Blüte für die Fotos nicht  extra abgeschnitten, ich habe sie unversehrt am Rosenstrauch hängen lassen ... lediglich einen Buchdeckel habe ich während des Fotografierens dahinter beziehungsweise darunter gehalten ...
(ich hoffe, Deine Frage ist damit beantwortet, liebe Annika)



 

7. September 2013

sind Engel da, es zärtlich zu empfangen,
wenn es vergeht, großmütig wie ein Duft?










Wer nahm das Rosa an? Wer wusste auch,
dass es sich sammelte in diesen Dolden? 
Wie Dinge unter Gold, die sich entgolden, 
entröten sie sich sanft, wie im Gebrauch. 





 
 


Dass sie für solches Rosa nichts verlangen. 
Bleibt es für sie und lächelt aus der Luft? 
Sind Engel da, es zärtlich zu empfangen, 
wenn es vergeht, großmütig wie ein Duft? 



 



Oder vielleicht auch geben sie es preis, 
damit es nie erführe vom Verblühn. 
Doch unter diesem Rosa hat ein Grün gehorcht, 
das jetzt verwelkt und alles weiß.


"Rosa Hortensie" von Rainer Maria Rilke