30. April 2012










"... Lachen gibt der Garten wieder,
wo die jungen Mädchen Flieder,
volle Fäuste Flieder pflückten ..."


aus einem Gedicht
von Paul Boldt
(1885 – 1921)




28. April 2012

vorüber ist die Warte-Zeit :-)

das Fräulein Tochter ist gestern abend nach dem einwöchigen England-Aufenthalt bei ihrem Austauschschüler wohlbehalten zurückgekehrt; ich bin so froh, dass es ihr gut geht, und dass sie sich in ihrer Gastfamilie sehr wohlgefühlt hat

da ich mir für die Tage ihrer Abwesenheit einiges vorgenommen hatte, ließen sich Warte-Zeit und vorherrschende Stille im Haus einigermaßen gut ertragen

nun
aber freue ich mich, sie wieder hier zu haben, und jetzt heißt es erst einmal erzählen, erzählen, erzählen ... und natürlich Fotos anschauen :-)







apropos Fotos: das Licht fand ich eben im Garten zum Fotografieren recht gut, deshalb habe ich gleich mal von den Papageien-Tulpen, von denen ich momentan ganz angetan bin, einige Aufnahmen gemacht






durch ihre eigenwilligen Formen wirken sie äußerst interessant, finde ich ... nun hoffe ich, dass sich die Blüten noch ein wenig mehr öffnen ... bin schon gespannt, wie sie dann aussehen werden




Ihr Lieben, ich hoffe, es geht Euch gut und Ihr genießt heute die sommerlichen Temperaturen?!
in diesem Sinne wünsche ich allen einen zauberhaft schönen Abend und einen friedlichen Sonntag ... gehabt Euch wohl






"Geh mit der Zeit,
aber komm von Zeit zu Zeit zurück!"


- irischer Segenswunsch -

20. April 2012

Funkstille ;-)





das Fräulein Tochter fliegt heute vormittag für eine Woche zum Schüleraustausch nach England; für die kommenden, "kinderfreien" Tage habe ich mir daher einiges vorgenommen; deshalb herrscht hier im Blog bis auf Weiteres erst einmal Funkstille (das wollte ich Euch nur kurz sagen, damit Ihr Euch nicht sorgt, wenn Ihr von mir nichts mehr hört und seht)


macht es gut Ihr Lieben,
habt eine schöne Zeit

 und hoffentlich bis bald




19. April 2012

es kommt auf Herz und Augen an

vor kurzem las ich in einer Zeitschrift eine kleine, interessante Geschichte über den Efeu, das immergrüne Gewächs, das uns während des ganzen Jahres draußen begleitet
 

wahrscheinlich ist es so, dass das Herzsymbol, mit dem sich die Menschen beschenken, auf ein stilisiertes Efeublatt zurückgeht; es entstand in einer Zeit, als die genaue Form des menschlichen Herzens noch nicht bekannt war



 

für Treue und ewige Liebe stand oftmals ein Blatt des Efeus als Symbol, und in der mittelalterlichen Minneliteratur wurde unter anderem ein rot gefärbtes Efeublatt verwendet







nun werde ich jedenfalls fortan mehr Acht geben auf den Efeu, an dessen Anblick ich mich im Garten gewöhnt habe,
weil er, da er immer grünt, eher "gewöhnlich" als etwas Besonderes ist ... genau wie ich auf die Blume achte, die im Frühling aus der Erde wächst, die farbenfroh erblüht und deren Schönheit ich große Aufmerksamkeit schenke








So viel gibt's, was beglücken kann
und Freude macht entstehen,
es kommt auf Herz und Augen an,
daß sie, was Glück ist, sehen.


Johannes Trojan,
deutscher Dichter und Humorist
(1837 - 1915)



18. April 2012

blaue Stunde







"Blau ist die einzige Farbe,
bei der ich mich wohl fühle."

Franz Marc (1880 - 1916)

17. April 2012

Rettung in letzter Minute ;-)





 
gestern morgen habe ich sie aus dem fahrenden Auto entdeckt (ich muss zugeben, die Farbe war es, die mir direkt ins Auge fiel) ... sie hing kopfüber aus einem Karton, der für den Sperrmüll bereitstand ... okay, ein bißchen schmuddelig war sie schon, doch das hat mich nicht daran gehindert, sie mitzunehmen, zumal der Müllwagen schon in Sichtnähe war (mir blieb also in dem Moment gar nichts anderes übrig, als zu reagieren *grins*)

am Nachmittag habe ich ihr erst einmal ein ausgiebiges Schaumbad mit anschließender Lufttrocknung auf der Wäschespinne im Garten gegönnt, und wie es scheint, ist ihr das äußerst gut bekommen, meiner Plastiknelke aus dem Müll, nun "blüht" sie wieder 




schön ist sie, und selbst wenn man sie aus der Nähe betrachtet, wirkt sie sehr naturgetreu, findet Ihr nicht?



 

wer weiß, wo sie mittlerweile wäre, wahrscheinlich irgendwo in der Müllverbrennungsanlage ... darf gar nicht dran denken ... das war wirklich Rettung in letzter Minute









Zitat von Richard Rothe,
deutscher Theologe
(1799 - 1867)

16. April 2012

eine ungeheure Pracht







Sieh doch, Kind, die Tulpen haben
ihre Kelche aufgemacht:
rote, gelbe und gescheckte:
tiefe Kelche voller Gluten,
nichts als Schönheit, nichts als Liebe,
eine ungeheure Pracht.






Kann denn irgendeiner traurig
unter diesen Flammen sein?
Sieh: das kam aus schwarzer Erde!
Denke: solche Flammen schlafen
Winters unter unsern Füßen!



aus dem Gedicht "Tulpen-Predigt"
von Otto Julius Bierbaum (1865 – 1910)



15. April 2012

Kirschblütenfest (4)







Zur Frühlingszeit sagte der liebe Gott:
"Deck jetzt dem Bienchen seinen Tisch!"
Da treibt der Kirschbaum Blüt um Blüt,
viel tausend Blüten weiß und frisch. 

aus einem Gedicht von Johann Peter Hebel  (1760 - 1826)

14. April 2012

Kirschblütenfest (3)







und tauchst du dein aug in das sinnige weiss
so sprich:
in diesen blüten beschau ich ein stück meines lebens

aus einem Gedicht von Stefan George (1868 – 1933)

13. April 2012

Kirschblütenfest (2)






"Wir leben nur für den Augenblick, in dem wir die Pracht der Kirschblüten bewundern."

(aus Japan)

12. April 2012

aus Apfelschalen werden "Rosenblüten"

diejenigen, die schon länger in meinem Blog lesen, wissen, dass ich nur zu gerne aus den verschiedensten Materialien "Rosenblüten" herstelle, und irgendwann kam mir die Idee - während ich Äpfel schälte - warum eigentlich nicht auch aus den Schalen? die bieten sich dafür nämlich hervorragend an, seht mal




doch jetzt aber erst mal der Reihe nach: wenn es bei uns Pfannkuchen gibt, essen wir am liebsten frisches Apfelmus dazu; das Mus fülle ich nach dem Zubereiten in eine Schüssel, die ich anschließend dekoriere (und nun kommen besagte Apfelschalen-"Rosenblüten" ins Spiel, die ich nach diesem Prinzip herstelle) ... das sieht einfach nur schön aus, finde ich  





die Schalen würden normalerweise direkt im Kompost landen, doch in dieser Form verschaffe ich ihnen vorher noch einmal einen großen Auftritt :-)




beim Schälen darauf achten, dass die Schale am Stück bleibt, das wars auch fast schon, danach nur noch wenige Handgriffe ...




die "Rosen" vorsichtig ins Mus drücken, ein paar Pfefferminz-Blättchen dazu drapieren ... und voilà



das ist eine wirklich reizende Deko, vor allem, wenn die Schalen verschiedene Rot- und Gelbtöne haben; und wem sie zum Wegwerfen letztendlich doch zu schade ist, kann sie natürlich auch aufessen ;-)




übrigens eignen sich die "Rosenblüten" hervorragend, um Käseplatten zu dekorieren, als Hingucker in der Schüssel mit Apfelrotkohl, als I-Tüpfelchen mitten auf dem Apfelkuchen, als Beilage neben Apfelstrudel auf Vanillesauce, als Farbtupfer im Obstsalat ...

jetzt noch ein kleiner Tipp: die Blüten wirken sehr naturgetreu, wenn man sie ein paar Stunden vor ihrem Einsatz wickelt, dann färben sich nämlich die Innenseiten dunkel, und die Schalen rollen sich an den Außenkanten ein; ich finde, das kann man auf dem oberen und unteren Foto gut erkennen, die anderen Fotos hatte ich direkt nach dem Wickeln aufgenommen, da waren die Schalen noch ganz frisch

na, wie siehts aus, werdet Ihr es auch mal ausprobieren? dann wünsche ich Euch gutes Gelingen !!

Kirschblütenfest (1)






"Ich wandere den ganzen Tag, um den Frühling zu suchen und meine Schuhe gehen kaputt. Am Abend habe ich den Frühling noch nicht gefunden. Ich kehre heim und sehe eine Kirschblüte in meinem Garten. Der Frühling ist da."

(aus China)




edit.:
Ihr Lieben, ich möchte doch jetzt noch eine kurze Erklärung zu diesem Foto nachliefern: diese Steinschale hat ihren Platz direkt auf dem Rasen unter dem Kirschbaum, oben links im Foto kann man - wenn auch verschwommen - den Schatten eines Astes erkennen ... während ich gestern nachmittag die Fotos der Blüten aufnahm (siehe vorhergehender Post), saß eine zeitlang eine Elster im Baum, die sich durch mich hat keineswegs stören lassen, und sie pickte die ganze Zeit an einem Ast, bis schließlich die Blüten hier runterfielen ... nun ja, ein Zeichen für mich? ich nahm mich ihrer an und machte gleich ein kleines "Kirschblütenfest" daraus ... so sind einige Fotos entstanden, die ich Euch in den nächsten Tagen noch zeigen werde .. wie das doch manchmal so geht ... c'est la vie ... wünsche Euch allen einen schönen Tag

11. April 2012

Welch ein reizendes Bild!

wenn ich momentan von der Braut in unserem Garten spreche, dann meine ich den alten Kirschbaum, der nun wieder ein weißes "Kleid" angelegt hat 




unzählige Blüten, die nicht nur durch ihr Aussehen betören, sondern auch durch den zarten Duft, der einen umhüllt, wenn man ihnen ganz nahe kommt



jedes Jahr aufs Neue bin ich angetan von ihrer vergänglichen Schönheit, die ja leider immer nur von kurzer Dauer ist ...






Welch ein reizendes Bild!
Der Baum, von ferne gesehen,
zeigt uns nicht Zweige und Laub,
zeigt uns die Blüten allein,
die, zur Wolke geballt, ihn krönen,
da scheint denn sein Wipfel
uns ein magischer Kreis,
leicht in den Aether gehaucht.


Gedicht "Im Frühling" von Friedrich Hebbel (1813 - 1863)



9. April 2012

Yarn Bombing

auch in unserer Region scheint nun wohl Yarn Bombing angekommen zu sein!? dieses Objekt habe ich jedenfalls gestern nachmittag während des Osterspazierganges im Wald entdeckt




ich muss gestehen, so etwas habe ich bisher live noch nie gesehen ... hat denn in den Städten, in denen Ihr lebt, diese "Street Art" schon Einzug gehalten?

8. April 2012

Osterspaziergang








Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
im Tale grünet Hoffnungsglück ...



Zeilen aus "Osterspaziergang"
von Johann Wolfgang von Goethe








Ihr Lieben,
ich wünsche Euch allen

 






Vom Erdenstaub zu reinen, blauen Lüften
dringt weit der Blick in ersten Frühlingstagen,
und höher steigt der mächt'ge Sonnenwagen,
die Erde sehnt nach Blättern sich und Düften ...

aus dem Gedicht "Ostern" von Ludwig Achim von Arnim (1781 - 1831)








edit. um 9.00 Uhr


 

7. April 2012

Mut zur Farbe ?!

normalerweise bin ich, was Farben betrifft, eher zurückhaltend, wenn es darum geht, den aus hellem, naturfarbenem Pergamentpapier hergestellten Rosenblüten einen Hauch Farbe zu verleihen ... am liebsten färbe ich sie mit Schwarztee oder Kaffee, das genügt mir meist; doch heute war ich mal mutig und habe mich an verschiedenen Rottönen bedient, bis das hier dabei herauskam: diese Rose, die ich nächste Woche einer Freundin zum Geburtstagsgeschenk mit dazulegen werde







ein klein wenig erinnert sie mich an eine ganz dunkelrote Sorte, deren Blütenblätter aussehen, als ob sie aus Samt wären ... was meint Ihr, Farbenexperiment gelungen?


 








"Die Rosen fangen an aufzugehen, erst ein paar, die sich nur so gedankenlos aufschlugen und gleich viel zu groß wurden, dann, seit gestern, sorgfältigere, edlere Rosen, denen es darauf ankam, langsamer zu sein, und sich zu fühlen im Aufgehen."

Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)