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24. Dezember 2012

als ob es gestern war ...

nein, ich habe heute weder Fotos der Weihnachtsdekoration noch unseres Tannenbaumes für Euch, ich habe nur eine kleine Geschichte, die ich Euch gerne erzählen möchte ...


einmal im Advent fuhr damals die Familie (das waren Mama, Papa, meine beiden Brüder und ich) in die Stadt, um Lichter zu schauen oder sich die Nasen an schön geschmückten Schaufenstern von großen Kaufhäusern platt zu drücken; so auch geschehen kurz vor Weihnachten 1969, um dabei eine wunderschöne, lebensgroße Lauf-Puppe inmitten vieler Spielsachen zu entdecken (erinnern sich vielleicht einige Mädels an diese Art von Puppen? die waren zu der Zeit der "Renner")

ich habe mich prompt in eine solche verliebt, die mir von diesem Moment an nicht mehr aus dem Kopf ging; und obwohl ich erst
5 Jahre alt war, konnte ich meinen Eltern auf dem Nachhauseweg sehr deutlich zu verstehen geben, dass ich mir genau diese Puppe zu Weihnachten wünschte

verrückt, es sind soooooooooo viele Jahre seither vergangen, doch ich erinnere mich gut daran, was geschah an besagtem Weihnachtsfest, und vor allem, wie ich mich fühlte, wenn ich die folgenden Fotos anschaue, die mein Papa seinerzeit von mir aufnahm ... dann ist es so, als ob es gestern war *seufz*

endlich war es soweit, der Heilige Abend war gekommen und tatsächlich, ein riesiges Geschenk lag für mich unter dem Weihnachtsbaum; ich konnte es kaum noch abwarten, es endlich auspacken zu dürfen






Vorfreude, ja, die habe ich damals empfunden, ich entsinne mich, sie war überwältigend, und mit entsprechendem Eifer - wie Ihr Euch sicherlich vorstellen könnt - machte ich mich daher auch ans Werk, schließlich habe ich lange auf sie warten müssen, ich wollte sie endlich in meinen Armen halten, meine schöne, schöne Puppe, die ich mir so sehr wünschte





dann sollte alles ganz anders kommen! die Puppe, die ich aus dem Karton holte, war auch groß, doch war es eine andere ... ihre Beine und Arme ließen sich zwar bewegen und alleine stehen konnte sie ... aber nicht laufen  !! (meine Eltern hatte damals nicht so viel Geld, um eine von diesen teuren Puppen für mich kaufen zu können, doch das konnte ich zu dem Zeitpunkt natürlich nicht verstehen) ... und so flossen an diesem Abend viele, viele Tränen ... (die Puppe habe ich im übrigen als Spielzeug nie angenommen, sie wurde von mir mit keinem Blick gewürdigt ... zum Leidwesen meiner Eltern ...)







Ihr Lieben, ich wünsche Euch allen ein friedvolles, besinnendes Weihnachtsfest, eines, das keine Enttäuschungen für Euch bereithält ... in der heutigen Zeit werden - in jeder Beziehung - immer höhere Ansprüche gestellt, und es wird stets schwieriger, diesen gerecht zu werden; wohl dem, der seinen Weg findet und besonnen beschreitet, ohne sich von der allerorts herrschenden Hektik mitreißen zu lassen

in diesem Sinne, macht es
Euch schön, ruht aus, genießt kerzenlichthelle Augenblicke ... und denen, die alleine sind, die vielleicht trauern oder gar krank sinddenen es nicht gut geht ... schicke ich ganz besonders herzliche Grüße 

Kommentare:

  1. Liebe Rosabella
    Als Kind sind die Empfindungen sehr stark, der Wille oft auch und die Enttäuschung kann sehr gross sein.....
    Ich kannte das nicht, mag mich nicht an eine wirklich grosse Enttäuschung erinnern. Es gab nicht wirklich viel. Was mich sehr prägte war die 30er Farbschachtel war sehr stolz auch eine zu besitzen, auch wenn ich nicht wirklich gut Zeichnen kann. Da mein Geburtstag nahe der Weihnachten ist hiess es oft auch das ist dann auch zu Weihnachten oder umgekehrt. Schlittschuhe war damals so ein Geschenk....ja ja die Zeiten haben sich geändert. Ich freue mich auf die Familie, etwas gutes Essen und die leuchtenden Kinderaugen....
    Liebe Rosabella dir von Herzen eine Weihnachten mit viel Licht und Wärme für dich und deine Lieben. Herzlich Monika

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  2. Liebe Rosabella
    Auch ich wünsche dir und deiner Familie frohe Festtage und für das kommende Jahr nur das Allerbeste!
    Viele Liebe Grüsse
    Moni

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  3. ♥...tja ;-)

    *FROHES FEST*

    Ich wünsche mir in diesem Jahr
    mal Weihnacht´ wie es früher war.
    Kein Hetzen zur Bescherung hin,
    kein Schenken ohne Herz und Sinn.
    Ich wünsch’ mir eine stille Nacht.
    frostklirrend und mit weißer Pracht.
    Ich wünsche mir ein kleines Stück
    von warmer Menschlichkeit zurück.
    Ich wünsche mir in diesem Jahr
    ´ne Weihnacht, wie als Kind sie war.
    Es war einmal, schon lang ist’s her,
    da war so wenig - so viel mehr.
    (Unbekannter Autor)


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  4. Liebe Rosabella,

    ganz herzlichen Dank! Ich wünsche Dir von Herzen besinnliche und frohe Weihnachtstage
    ...ond en guete Rotsch is Joor 2013.
    Möge Dir im neuen Jahr Gesundheit, Glück und Wohlergehen beschieden sein...

    Schweigen

    Still muss ich Schweigen
    Wenn ich in die Stille lausche
    Ob dem Melodienreigen

    Still muss ich Schweigen
    Wenn ich liebliche Düfte atme
    Die mir ihren Zauber zeigen

    Still muss ich Schweigen
    Wenn Farben mich betören
    Ob dem Blumenblütenreigen

    Still muss ich Schweigen
    Vor Ehrfurcht in mich gekehrt
    Wenn sich der Sterne Lichter zeigen

    © Hans-Peter Zürcher

    In diesem Sinne liebe Grüsse und beste Wünsche

    Hans-Peter

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  5. Oh, wie schön, noch eine Weihnachtserinnerung. Ich habe heute auch eine gepostet und auch bei mir endete es eher traurig. Warum bleibt uns gerade das so in Erinnerung?

    Ich wünsche Dir ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie Gesundheit, Glück und Erfolg für das Jahr 2013.

    Liebe Grüße Moni

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  6. Liebe Rosabella
    Was für eine Weihnachtserinnerung - und die Bilder, v.a., das letzte, sie sprechen Bände! Vorfreude ist und bleibt die allerschönste Freude. Ich erinnere mich auch sehr gerne an Weihnachten zurück, als ich Kind. Ich hatte noch 6 Geschwister, meine Eltern waren Bauersleute. Und unser Weihnachtsfest war stets einfach, aber es war unheimlich herzlich. Es wurde viel gesungen, viel gelacht, Gedichte wurden aufgesagt, wir haben guetzlet und für jedes der Kinder gabs neben Hosen & Co, was man eben benötigte, noch immer ein Geschenk in Form von Spielsachen. Wie oft hab ich mir später gedacht, wie wohl meine Eltern das alles auf die Reihe gekriegt haben. Und doch, wie sie eben mit dem, was sie uns geben konnten, uns Kinder glücklich gemacht haben. Ich bin ihnen unendlich dankbar dafür!

    Ich wünsche dir ein gesegnetes und wunderschönes friedvolles Weihnachten.
    Herzliche Grüsse
    Ida

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  7. Liebe Rosabella,

    was für eine schön/traurige Erinnerung!

    Ich liebe Weihnachten, weil damit so wunderschöne Kindheitserinnerungen verbunden sind.

    Ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr!

    Martha

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  8. Aus dieser wohl bitteren Enttaeuschung - wurde bei den eigenen Kindern dann wohl alles erfuellt?!

    Ich wuensche Ihnen die Kraft des Aussoehnens mit sich selbst und tiefen Frieden.

    Ein lichtvolles Weihnachten fuer Sie

    Cordula

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  9. Ja, viele Familien können sich nicht sehr viel leisten. Finde es gut, dass Du uns diese Geschichte erzählt hast. Aber am wichtigsten ist es, dass in der Familie Liebe gelebt wird und die Kinder starke Wurzeln fürs Leben erhalten.
    Ich wünsche Dir noch ganz schöne Weihnachten mit Deiner Familie.
    LG
    Claudine

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  10. Oh, das letzte Foto spricht Bände....
    Wir selber hatten auch Zeiten, wo das Geld wirklich sehr knapp war. Die grossen Wünsche habe ich aber trotzdem erfüllt, und zwar indem ich es gebraucht in einer Online-Autkion ersteigert habe. Diese Möglickkeit gabs früher nicht...
    Danke für die Geschichte die zum Nachdenken anregt und den tollen Bildern dazu!
    Lg Carmen

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  11. Danke für deine Weihnachtserinnerungen.
    In meiner Kindheit gab es keine Weihnachten mit Geschenken. In der Sowjetzeiten wurde nur das Neujahr gefeiert. Aber in vielen Häusern wurde der Weihnachtsbaum doch geschmuckt, auch bei uns. Als ich etwa 6 Jahre alt war, hat mich die Mutter zur Kirche gebracht. Die Erinnerungen an die Messe habe ich keine, aber wie wir zur Krippe gingen, daran erinnere ich mich sehr gut. Dieser (teilweise heimlicher)Kirchenbesuch war eine von der verbotenen Traditionen in der damaligen Zeit. Deshalb wünsche ich allen das zu schätzen, das uns jetzt gehört - die Meinungsfreiheit und viele Möglichkeiten.
    Frohe Weihnachten dir und deinen Lieben!
    Rita

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  12. Liebe Rosabella
    da werden auch bei mir Kindheitserinnerungen wach..ich habe noch zwei ältere Schwestern..auch bei uns war das Geld sehr knapp..so bekamen wir drei Mädels eben nur eine Puppe..die wir aber alle drei heiß und innig geliebt haben..meine Eltern hatten mit uns eine Vereinbarung getroffen ich durfte Mo und Di mit ihr spielen die restlichen Tage meine Schwestern Sonntags hatte Püppi einen Ruhetag das klappte ganz gut..Später ist Püppi dann in meinen Besitz übergegangen ..ich liebe Püppi bis heute..
    Schöne Weihnachtstage von Herzen Gisy

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  13. Liebe Roosabella,
    eine schöne Geschichte. Deine traurigen Augen werden mich heute Nacht bestimmt im Schlaf verfolgen ....

    Es gibt für Eltern (und Großeltern) nichts schlimmeres, als bei einem überreichten Geschenk solche Verzweiflung zu sehen. Daher bin ich besonders glücklich, dass unser Weihnachten nur mit strahlenden Augen ablief.

    Ich wünsche dir alles, alles Liebe
    Gabriele

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  14. Liebe Rosabella,
    ich bekam viele Jahr ständig meine Puppe wieder geschenkt. Da waren kurz nach Weihnachten immer die Augen in den Kopf gefallen und so gab es das nächste Weihnachten das Teil wieder. Ich mochte schon gar nicht mehr an Weihnachten denken. Und heute....ich bin sehr froh, daß meine Mutter mir irgendwann genau diese Puppe hier her geschickt hat. Die steht in meinem Hobbyraum ist schön raus geputzt und wird gehätschelt. die wäre mal ein Bild wert. Danke für Deine schöne Weihnachtsgeschichte, komme gut ins neue Jahr und wir lesen uns wieder,
    herzlichst margit

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)