20. November 2012

Rosen auf den Weg gestreut


bevor mir der Wind die gerade auf den Boden gefallenen Rosenblätter gänzlich verweht, sammle ich sie manchmal auf - vor allem, wenn sie noch so wunderbar frisch und unversehrt aussehen wie diese hier von einer Blüte meiner Duftrose 'Brigitte Bardot'® im Vorgarten - und lege sie behutsam in eine Schale, damit ich mich einige weitere Tage an ihnen erfreuen kann, bevor sie verwelken und zu trocknen beginnen ...
 





"... doch Rosen: oder ist ihr Duft,
der, wie des Engels Hauch, die Luft
durchwürzt ..."

aus einem Gedicht
von Gottlieb Konrad Pfeffel
(1736 - 1809)








"Vorgestern Hoffnungen,
in Knospen eingeschlossen;
und gestern Blütenfüll',
in Duft und Glanz ergossen;
am Boden liegen welk
die Rosenblätter heut:
das ist dein Glück, o Welt,
und was ein Herz erfreut!"


aus einem Gedicht
von Friedrich Rückert
(1788 - 1866)








"Rosen auf den Weg gestreut
und des Harms vergessen!
Eine kleine Spanne Zeit
ward uns zugemessen."


aus einem Gedicht
von Ludwig Christoph Heinrich Hölty
(1748 - 1776)







"Rosenzeit!
Wie schnell vorbei,
wie schnell vorbei
bist du doch gegangen!"



aus einem Gedicht
von Eduard Mörike
(1804 - 1875)

Kommentare:

  1. Wunderbar, wenn du Rosenblätter findest, die ihren Duft noch in sich tragen. Das verlängert die Erinnerung an die warmen Tage.

    Liebe Grüße

    Anke

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  2. Alles im Leben geht so schnell vorüber, auch das Blühen und Werden. Aber wir dürfen beglückt sein, denn alles darf wieder und wieder beginnen. Das ist der Reigen des Lebens - ewig auf Rosen gebettet!

    Ganz herzliche Grüße, Gisela

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  3. Wow, was hast Du für Rosen, bestimmt welche, die jetzt noch blühen. Dann genieße sie und schnüffel daran. Manche schnüffel.....äh....und wir eben die Rosen.
    Schöne Tage noch und lieben Gruß
    margit

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  4. ♥...freu! *HerzlicheDienstagabendgrüßchenabstell*

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  5. Liebe Rosabella
    eine so bezaubernde Präsentation weniger Rosenblätter..die aber eine unheimliche Wirkung zeigen..besonders auf der Häckelspitze..genieße den Duft Deiner Rosenblätter so lange Du kannst..GLG Gisy

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  6. Danke liebe Rosabella ich fange sie auf....dazu die wunderschöne Decke herzlich Monika

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)