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27. Oktober 2012

"Herbstgedanken" von Karl May (1842 – 1912)


der Blick heute nachmittag aus dem Fenster des Zimmers,
in dem mein Computer steht ... ich sehe






von Sonne angestrahltes, bunt gefärbtes Laub der Bäume des nahe gelegenen Parkes ... wunderbar blauen, wolkenlosen Himmel ... ich spüre kühlen Wind, der durch das geöffnete Fenster dringt ... die Gedanken wandern *seufz*





»Vernimm auch Du des Herbstes Stimme, hör, was er sagt und folge ihm!« 

Weder der zu traulichem Beisammensein ladende Winter noch der liebe-glühende Frühling oder der Rosen spendende, Früchte reifende Sommer übt einen so ergreifenden Eindruck aus auf das menschliche Gemüth, wie der Herbst mit seinen welkenden Blumen, hinsterbenden Fluren und erbleichenden Farben





der große Zug nach der Mutter Erde, welchem selbst der Stärkste und Gewaltigste gehorsamen muß, zeigt triumphierend seine Herrschaft über die Natur. Das letzte Lied der Nachtigall ist verklungen; schief und schiefer fallen die Strahlen der Sonne; leer wird's auf Feld und Flur, und die schaffende Kraft will ausruhen von der segnenden Arbeit der verflossenen Wochen. Schon glänzt am Morgen der Reif auf den Spitzen der Gräser; der »Nachsommer« löst sich von den Stoppeln, und »eindringlich mild« zieht der Geruch des Herbstes durch die Lüfte




mag das Laub fallen und die Blume welken, es liegt doch im Fallen und Welken kein spurlos Verschwinden und Vergehen, sondern die liebe, alte Mutter Erde ruft ihre Kinder nur zurück, um sie verjüngt und verschönert wieder in's Leben zu führen





edit.:
also bei uns hat es (noch) nicht geschneit

Kommentare:

  1. lesen, geniessen und sein! Danke für dieses schönen Post und die wunderbaren Bilder!
    Herzlichen Gruss
    Moni

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  2. Menschenskinners Rosabella!
    Dein Laubkranz ist ja obergenial! So einfach und dennoch mit größter Wirklung! ha ... vielleicht kriege ich das ja auch hin?

    Liebe Grüße, Anette

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  3. Liebe Rosabella..
    die Zeilen und die Fotos muß ich jetzt wirken lassen..Danke !!! Wünsche Dir ein schönes Wochenende..wir sind hier bald eingeschneit..GLG Gisy

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  4. Liebe Rosabella,

    ach ja, ein bisschen Herbst tut gut. Zu schnell wurde es zu kalt (mehr als 20 Grad Temperatursturz innerhalb einer Woche - wir hatten letztes Wochenende noch auf der Terrasse gegrillt). Danke für die schönen Fotos und einen schönen Abend Dir!

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  5. Liebe Rosabella,
    wunderschön! Und was habt Ihr für ein Traum-Wetterchen...bei uns sieht es GANZ anders aus...Der Schnee weht überall durch die Gegend.
    Eis schönes Wochenende und liebe Grüße,
    Irina

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  6. Schöne gedanken zu einer wundervollen aussicht. Und über nacht kommt einer und schmeisst schneematsch drauf...
    Auf jeden fall wars so bei uns hier.
    Hrüess Pascale

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  7. Schöne Worte mit passenden Bildern.
    Bei uns hat der erste Schnee geschneit. Noch kann man was vom Sommer- und Herbstparcht sehen..unter dem Schnee, jetzt schon vereist und gefroren.
    Einen schönen Sonntag
    wünscht Rita

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  8. Und im Herbst, wenn ihr die Trauben eurer Weinberge für die Kelter lest, sagt in eurem Herzen: "Auch ich bin ein Weinberg, und meine Frucht wird für die Kelter gelesen werden. Und wie neuer Wein werde ich in ewigen Gefäßen bewahrt werden."

    (Der Prophet) Khalil Gibran *♥liebeDeineBLOGbeiträge....undherzlicheSonntagsgrüßchendalass*

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  9. Liebe Rosabella,

    ich wusste garnicht, das Karl May auch sowas geschrieben hat....sehr schön & passend...hier war auch nur ganz kurz Schnee, aber noch nix zum liegenbleiben....

    Schick dir liebe Herbstgrüße, heute bei Sonne ,

    Sanne

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  10. Liebe Rosabella
    Deine Worte und der herbstliche Kranz für Augen und Seelen Balsam, zum Glück hast du sie rechtzeitig verarbeitet, Heute müsste man es Suchen das herbstliche Gold unter der weissen Decke.
    Schönen Sonntag mit den Erinnerungen an den Herbst herzlich Monika

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  11. Liebe Rosabella, welch ein schönes Gedankengut, was Natur und den Menschen gut tut. Danke dafür - herzlich Irene

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)