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21. September 2012

"doch bald ... füllt der Herbst mit Farben aus"
(Otto Julius Bierbaum)







Jedem leisen Verfärben
lausch' ich mit stillem Bemühn,
jedem Wachsen und Sterben,
jedem Welken und Blühn.







Selig lern' ich es spüren, 
wie die Schöpfung entlang
Geist und Welt sich berühren
zu harmonischem Klang.






Was da webet im Ringe, 
was da blüht auf der Flur, 
Sinnbild ewiger Dinge
ist's dem Schauenden nur. 






Jede sprossende Pflanze, 
die mit Düften sich füllt, 
trägt im Kelche das ganze
 Weltgeheimnis verhüllt. 


aus einem Gedicht
von Emanuel Geibel
(1852–1815)


 






Ihr Lieben, ich wünsche Euch einen wunderbaren Herbst, der ja am morgigen Tage nun auch astronomisch beginnt; diese Jahreszeit ist mir von allen die liebste, obwohl mir schon bewußt ist, dass dann auch die Rosenblüte leider zur Neige geht; dennoch, ich freue mich auf das, was die Natur während des Überganges zum Winter für uns bereithält; außerdem bin ich nicht der typische Sommermensch, die warmen Temperaturen machen mir stets zu schaffen, und so genieße ich vor allem die momentan herrschenden,  schon meist kühlen und nebeldurchtränkten Tagesanbrüche, bei denen für mich ein tiefes Durchatmen gleich kommt wie ein Glas Sekt zu trinken ;-) übrigens, die Brombeeren habe ich mir gestern auch noch vom Spaziergang mitgebracht, habe sie einfach ins Glas zu den Artischocken gestellt ... ich finde, sie harmonieren gut

 
apropos Glas, jetzt muss ich Euch noch unbedingt mein "Küchen-Glück" zeigen, welches ich letztlich in einem Karton mit alten, ziemlich schmuddeligen Einmachgläsern aufgespürt habe




eines mit diesem Aufdruck fehlte mir noch in meiner Sammlung, und die Freude über diesen unverhofften Fund war um so größer, als der Mann vom Flohmarktstand meinte, er schenke es mir, weil es so schmutzig sei *freu*




lauschen wir, so gut es geht, dem leisen Verfärben und entdecken dabei die vielen kleinen Wunder in der Natur, die uns jeden Tag umgeben ... in diesem Sinne, gehabt Euch wohl und bis bald




"O Herbst, was ist lieblicher,
als deine Schritte im Tal?
Was ist herrlicher,
als dein Wandel auf den Hügeln?"

Wilhelm Raabe
(1831 - 1910)

Kommentare:

  1. Liebe Rosabella
    Wunderschön wie die Natur ist! Auch dir wünsche ich bezaubernde Herbsttage mit mystischem Morgennebel und goldiger Nachmittagssonne!
    Herzliche Grüsse
    Moni

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  2. ♥...so schön!

    „Die Kunst ist ein Ding viel zu groß und zu schwer
    und zu lang für ein Leben,
    und die,
    welche ein großes Alter haben,
    sind erst Anfänger in ihr.“

    Rainer Maria Rilke *WEseufzgrüßchenabstell*

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  3. Deine Kreation Artischoke mit Brombeere ist wunderschön!
    Lieben Gruß,
    Barbara

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  4. Liebe Rosabella,

    das sind genau meinen Farben, Brommbeere und Artischocke !!!
    Wundervoll zusammen und vor dem schönen Hintergrund ( Stoff ? ).
    Ja, auch ich freue mich sehr den Herbst, ist auch ehr meins..

    Schick ` dir ganz liebe Wochenendgrüße,

    SAnne

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  5. Wunderschön, Gedicht und Fotos. Ich liebe die sommerliche Temperaturen auch nicht wirklich....auch ich bin bei Nebelschwanden glücklich und fröhlich. Es gibt etliche Menschen die diesen Schleier nicht wirklich mögen und sie auch krank macht....auch ich wünsche dir einen farbenprächtigen Herbst! Übrigens das Glas ist ein wahrer Fund!
    Herzlich Monika

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  6. Hallo,liebe Rosabella
    auch ich genieße die Herbstzeit.. Du hast mit Deinem heutigen Post...wieder meine S... berührt..hab ein schöne Herbstzeit.GLG Gisy

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  7. sehr schöne bilder!
    dein blog ist ein traum

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)