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20. Juni 2012

Rose 'Augusta Luise'® / Augusta Louise von Stolberg-Stolberg

 Edelrose  'Augusta Luise'®
aus dem Hause Tantau

 
der Gräfin Augusta Louise zu Stolberg-Stolberg im Jahre 1999
anläßlich des 250. Geburtstages von Johann Wolfgang von Goethe gewidmet








 'Porträt der Augusta Louise zu Stolberg-Stolberg'

aus dem Jahre 1780
von Jens Juel, dänischer Maler (1745 – 1802)




als ich vor einigen Jahren las, dass Gräfin Augusta Louise zu Stolberg-Stolberg (1753 - 1835) Namensgeberin der Nostalgierose Augusta Luise aus dem Hause Tantau ist, sehe ich neben ihrem Gesicht, wenn ich eine ihrer Blüten anschaue, auch immer das des Dichters Johann Wolfgang von Goethe vor meinen Augen

Augusta Louise begann nämlich im Jahre 1775 anonym einen regen Briefwechsel mit dem damaligen, jungen Goethe, der bis 1782 fortgeführt wurde; obwohl er und Augusta Louise sich während dieser Jahre nie persönlich kennenlernten, wurde sie von ihm, nachdem er die Anrede "theure Ungenandte" abgelegt hatte, liebevoll "Gustchen (Gustgen)" genannt; es heißt, dass die von Goethe an Augusta Louise verfassten Briefe die schönsten Liebesbriefe seiner Jugend seien

übrigens hat der Dichter Matthias Claudius (1740 - 1815) zu ihrem Andenken dieses Frühlingslied geschrieben

Heute will ich fröhlich, fröhlich sein.

Keine Weis' und keine Sitte hören;
Will mich wälzen und für Freude schrein,
Und der König soll mir das nicht wehren;


Denn er kommt mit seiner Freuden Schar
Heute aus der Morgenröte Hallen,
Einen Blumenkranz um Brust und Haar
Und auf seiner Schulter Nachtigallen;


Und sein Antlitz ist ihm rot und weiß,
Und er träuft von Tau und Duft und Segen -
Ha! Mein Thyrsus sei ein Knospenreis,
Und so tauml' ich meinem Freund entgegen.






ich mag diese nostalgische Rose sehr, nicht nur wegen ihrer Robustheit (sie verträgt Kälte und Hitze gleichermaßen gut), sondern auch wegen ihrer üppig gefüllten Blüten (sie erinnern durchaus an die von Pfingstrosen) in einem zauberhaften Farbengemisch aus Champagner, Pfirsich, Rosé, Apricot ... und nicht zuletzt natürlich wegen ihres phänomenalen, süßlich fruchtigen Duftes



die Fotos habe ich gestern morgen bei strahlender Sonne im Garten aufgenommen ...
und heute, einen Tag vor Sommeranfang? ist es mal wieder grau und nass draußen :-(







passend zum Thema empfehle ich Euch drei wunderbare Bücher, die ich erst kürzlich in meinem Buchladen entdeckt habe ... schaut doch mal hier und hier und hier ... ich bin mir sicher, dass sie einigen von Euch gefallen werden !

Kommentare:

  1. oh was für ne traumhafte nostalgische Post.))))
    LG Tanja

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  2. Guten Morgen,liebe Rosabella
    kann ein Tag schöner anfangen ???? Leider hat uns das Regenwetter hier wieder voll im Griff...lieben Dank für die Buchtipps...das Buch von Sabine Frank...spricht mich ganz besonders an.Wünsche Dir einen schönen Tag....Deine Augusta Luise ähnelt meiner Westerland Rose sehr..die leider durch den strengen Winter schwächelt.Mit lieben Grüßen Gisy

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  3. liebe Rosabella, vielen Dank für Deine wunderschönen Fotos und erzählende Worte. Deine Rosen sehen wirklich majestätisch aus… sie verschönern nun meinen Tag, der nass und grau vor mir liegt und nicht an Sommeranfang erinnert… Danke auch für Deine Buchempfehlung...
    Einen schönen Tag wünsche ich Dir, herzlichst Margot

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  4. Ein wunderschöner post über eine herrliche Rose, die eigentlich nur durch Zufall den Weg in meinen Garten gefunden hat. Mittlerweile zählt sie zu meinen Lieblingsrosen und sie ist so schön blühfreudig, einfach toll!
    Liebe Grüße, Monika

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  5. Wie immer beeindruckend schön liebe Rosabella.
    Du Widerspiegelst die Buchumschläge perfekt...

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  6. Ach Rosabella, letztes Buch habe ich auch entdeckt - und natürlich dabei an Dich gedacht. Hast Du alle drei Bücher nun schon?
    Liebe Rosengrüße von Carola

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  7. Seufz. Sie ist wirklich wunderschön. Bei mir hat sie den Frost überstanden und wurde dann ein Opfer der Ameisen. Die Arme ist einfach verdurstet.
    Danke dass du mich daran erinnerst, dass ich eine neue Augusta Luise brauche. Sie duftet auch so wunderbar.

    LG, Kirstin

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)