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28. Juni 2012



Nun aber weißt du, wie sich das vergißt:

denn vor dir steht die volle Rosenschale,
die unvergeßlich ist und angefüllt
mit jenem Äußersten von Sein und Neigen,
Hinhalten, Niemals-Gebenkönnen, Dastehn,
das unser sein mag: Äußerstes auch uns.




Lautloses Leben, Aufgehn ohne Ende,
Raum-brauchen ohne Raum von jenem Raum
zu nehmen, den die Dinge rings verringern,
fast nicht Umrissen-sein wie Ausgespartes
und lauter Inneres, viel seltsam Zartes
und Sich-bescheinendes – bis an den Rand:
ist irgend etwas uns bekannt wie dies?


aus dem Gedicht "Die Rosenschale"
von Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

Kommentare:

  1. I have to get a copy of Rainer Maria Rilke in Finnish from the library, it sounds lovely, fragile and strong even if I don't understand everything..

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  2. ♥...ROSEN
    und
    ♥...RILKE
    und
    ♥... Dein BLOG !!! *♥YEAH*

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  3. Liebe Roseabella
    ****************** fürs Gedicht..und die Traumtassenrose,hab noch einen schönen Tag.GLG Gisy

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)