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22. März 2012

in meine Seele ist ein Strahl vom Himmel mir gedrungen

  

Es ist ein linder Frühlingshauch
heut übers Feld gegangen,
und nun will Wiese, Baum und Strauch
in tausend Blüthen prangen.

Schon morgen wohl, schon über Nacht
giebts rings ein duftend Sprießen;
O Frühlingswonne, Frühlingspracht,
sei mir, sei mir gepriesen!





In meine Seele ist ein Strahl
vom Himmel mir gedrungen,
und nun sind Blüthen ohne Zahl
wie draußen aufgesprungen.



Das sproßt und treibt, will dankbar sein,
will Glück und Freude spenden.
Herrgott, laß diesen Sonnenschein
doch niemals in mir enden!


Gedicht "Frühling"von Karl May (1842 - 1912)


1 Kommentar:

  1. Nun blühen sie wieder ganz schlicht und doch so stolz in den Wiesen....einen schönen Tag herzlich Monika

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)