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1. März 2012

draußen ist Frühling ...der 'meteorologische' Lenz ist da :-)

Grund genug, um am frühen Morgen gleich mal ein Freudentänzchen aufs Parkett zu legen ... könnt Ihr bei dieser Musik stillsitzen? also ich nicht :-)









Das Lenzsymptom zeigt sich zuerst beim Hunde,
dann im Kalender und dann in der Luft,
und endlich hüllt auch Fräulein Adelgunde
sich in die frischgewaschene Frühlingskluft.

Ach ja, der Mensch! Was will er nur vom Lenze?
Ist er denn nicht das ganze Jahr in Brunst?
Doch seine Triebe kennen keine Grenze -
dies Uhrwerk hat der liebe Gott verhunzt.

Der Vorgang ist in jedem Jahr derselbe:
man schwelgt, wo man nur züchtig beten sollt,
und man zerdrückt dem Heiligtum das gelbe
geblümte Kleid - ja, hat das Gott gewollt?

Die ganze Fauna treibt es immer wieder:
Da ist ein Spitz und eine Pudelmaid -
die feine Dame senkt die Augenlider,
der Arbeitsmann hingegen scheint voll Neid.

Durch rauh Gebrüll läßt sich das Paar nicht stören,
ein Fußtritt trifft den armen Romeo -
mich deucht, hier sollten zwei sich nicht gehören...
Und das geht alle, alle Jahre so.

Komm, Mutter, reich mir meine Mandoline,
stell mir den Kaffee auf den Küchentritt. -
Schon dröhnt mein Baß: Sabine, bine, bine...
Was will man tun? Man macht es schließlich mit.


Gedicht "Der Lenz ist da!"
von Kurt Tucholsky (1890 - 1935)

Kommentare:

  1. liebe Rosabella, ich wünsche dir einen schönen Start in den Frühling! ein wunderbarer post, herzlichst Kathrin

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  2. Liebe Rosabella,

    wie schön....... - da muss man ja wach werden. Ich mag dieses Lied und den Interpreten sehr!!!

    Vielen Dank und einen schönen Frühlingsanfang mit lieben Grüßen.

    Martha E.

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  3. ...mit sing, swing und tanz ;-)))

    Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
    Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
    Im Tale grünet Hoffnungsglück.
    Johann Wolfgang von Goethe *♥*

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  4. Liebe Rosabella,
    eine wundervolle Einstimmung auf den Frühling. Und nach dem Hörgenuss ist man gleich leicht und beschwingt. Hab vielen Dank dafür
    Ganz liebe Grüße
    Beate

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  5. Die Schneehaufen schwinden, die Sonne hat Kraft und das zum Start des meteorologischen Frühlings.....Konnte wirklich nicht still sitzen bei dieser tollen Musik....wunderbarer Post danke meine Liebe!
    Ich wünsche dir auch einen guten Start herzlich Monika

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  6. Das ist aber eine wunderschöne Frühlingsbegrüßung! Wenn "er" (der Frühling) sich das jetzt nicht zu Herzen nimmt und uns bald richtig schöne Frühlingstage beschert, dann weiß ich es auch nicht!
    Vielen Dank!
    Liebe Grüße, Monika

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  7. Liebe Rosabella,

    das Palastorchester mit Max Raabe passt sooo gut zu dir !!! Und zum heutigen Tag hast du ein wunderschönes Lied ausgewählt !!Ich hab auch einige CDs von ihnen...Ja , morgen soll es ja sonnige werden und ich freu mich richtig, dass ich jetzt Frühjahrsblumen pflanzen kann...

    Dir einen wundervollen Tag,

    Sanne

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  8. Meine liebe Rosabella,
    vielen Dank für diese schwungvolle Einleitung in den März!
    Wie gerne würde ich mit dir swingen und tanzen! Nur, leider habe ich zwei Wochen Nachschlag bekommen. Das heisst, weiterhin Bein hoch, nicht belasten das arme kranke Füßchen, kein Auto fahren, d.h. keine Blumen einkaufen im Gartencenter (heul).

    Um so lieber höre ich mir deinen Musiktipp an und habe im Herzen Frühlingsgefühle.

    Alles Liebe
    Gabriele
    Danke für deine lieben Genesungswünsche

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  9. Ja liebe Rosabella
    Der Lenz ist wirklich da - einfach herrlich, was wir derzeit geniessen dürfen!
    Sei ganz lieb gegrüsst
    Ida

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  10. Ein herrlich komisches Gedicht, liebe Rosabella!
    ♥♥♥
    Ich schicke dir liebe rostrosige Märzgrüße! Herzlichst Traude
    ♥♥♥

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  11. Liebe Rosabella,
    tanzt du auch heute noch eine Runde mit mir ?;o)
    Komme mir vor wie in Opas Werkstatt, habe direkt wieder seine Stimme im Ohr...und ein Tränchen im Augenwinkel, die Heulsuse...
    Und auch das Gedicht - einfach nur wunderbar ♥

    Das Fräulein dankt vielmals und wünscht ein fabelhaftes Wochenende

    Yvonne ♥

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)