31. Januar 2011

... hier kannst nach Herzenslust du einsam sein


... jetzt ist Winter.
Sacht schreit' ich empor,
bis wo sich auftut hoch und schmal ein Tor:
zwei schlanke Stämme, wuchernd dicht umrankt
von Epheu, der bis in die Wipfel langt.
Hier ist der Eingang, wo die Schlucht sich engt
und ew'ge Wildnis dämmernd dich umfängt ...
... schwach trieft herein von oben her das Licht.
Hier kannst nach Herzenslust du einsam sein,
denn selten nur verirrt sich hier hinein ...





... die Sehnsucht, aus dem weiten Weltenrund
zu flüchten in des eignen Wesens Grund
und zu genießen rein und ungestört,
was unentreißbar einzig uns gehört,
sich uns enthüllend in der Zwiesprach nur
mit unsrer alten Mutter, der Natur ...






... und drüber, auf des Tales Rand erhöht,
ein weiß Kapellchen. Ihm zur Seite steht
ein dunkles Paar Zypressen, hingestellt
als Wächter dieser traumhaft stillen Welt ...





... im Wasserfall, der schäumend niederschießt,
hör' ich die alte Weisheit: Alles fließt.
Und wie aus tausend Keimen Leben dringt
und rankend sich empor zum Äther schwingt,
ob auch der Winter draußen starr und wild
in Eis und Schnee die Bergesgipfel hüllt ...


aus dem Gedicht "Die Schlucht"
von Paul Heyse (1830 - 1914)





die Fotos sind von gestern nachmittag ...
aufgenommen an der
Klosterruine Heisterbach








Ein junger Mönch des Klosters Heisterbach
Lustwandelt an des Gartens fernstem Ort.
Der Ewigkeit sinnt still und tief er nach
Und forscht dabei in Gottes heil'gem Wort.
Er liest, was Petrus der Apostel sprach:
Dem Herren ist ein Tag wie tausend Jahr
Und tausend Jahre sind ihm wie ein Tag.
Doch wie er sinnt, es wird ihm nimmer klar.

Und er verliert sich zweifelnd in den Wald.
Was um ihn vorgeht, hört und sieht er nicht.
Erst wie die fromme Vesperglocke schallt,
Gemahnt es ihn der ernsten Klosterpflicht.
Im Lauf erreichet er den Garten schnell;
Ein Unbekannter öffnet ihm das Tor.
Er stutzt - doch sieh, schon ist die Kirche hell
Und draus ertönt der Brüder lauter Chor.

Nach seinem Stuhle eilend tritt er ein.
Doch wunderbar, ein andrer sitzet dort,
Er überblickt der Mönche lange Reih'n:
Nur Unbekannte findet er am Ort.
Der Staunende wird angestaunt ringsum,
Man fragt nach Namen, fragt nach dem Begehr,
Er sagt's, da murmelt man durchs Heiligtum:
Dreihundert Jahre hieß so niemand mehr.

Der letzte dieses Namens, tönt es laut,
Er war ein Zweifler und verschwand im Wald;
Man hat den Namen keinem mehr vertraut,
Er hört das Wort, es überläuft ihn kalt.
Er nennt den Abt und nennt das Jahr.
Man nimmt das alte Klosterbuch zur Hand,
Da wird ein großes Gotteswunder klar:
Er ist's, der drei Jahrhunderte verschwand.

Der Schrecken lähmt ihn, plötzlich graut sein Haar.
Er sinket hin, ihn tötet dieses Leid.
Und sterbend mahnt er seiner Brüder Schar:
Gott ist erhaben über Ort und Zeit.
Was er verhüllt, macht nur ein Wunder klar.
Drum grübelt nicht, denkt meinem Schicksal nach.
Ich weiß, ihm ist ein Tag wie tausend Jahr,
Und tausend Jahre sind ihm wie ein Tag.



Gedicht "Der Mönch von Heisterbach"
von Wolfgang Müller (1816 - 1873)



29. Januar 2011

schade eigentlich :-(

in den letzten Tagen erreichten mich zahlreiche Anfragen wegen der Papier-Rosen, die ich nach und nach hier zeigte, und ob es denn möglich sei, eine Anleitung dafür zu erhalten; ich muss gestehen, ich habe mich ein wenig vor der Arbeit gedrückt, eine solche zu erstellen, doch dann entschloss ich mich, eine anzufertigen, und so war ich derweilen schon dabei, kleine Film-Sequenzen über die Herstellung der Blüten vorzubereiten

so weit, so gut, jetzt der Grund, weshalb ich darüber ein paar Worte schreiben möchte:

ich habe mittlerweile in mehreren Internet-Foren  gesehen, dass die Schritt-für-Schritt-Anleitung, die ich hier im Blog online gestellt habe, aufgetaucht ist; ist ja auch nicht weiter schlimm ... doch als ich entdeckte, dass weder ein Link zu meinem Blog noch "made by Rosabella" dort zu lesen war, war ich ziemlich sauer ... und enttäuscht zugleich; inzwischen habe ich sogar eine private Blog-Seite ausfindig gemacht, auf der die Anleitung samt meiner Fotos gezeigt wird wurde ... da hört der Spaß dann wirklich auf :-(

ja, ich weiß, mein Blog führe ich öffentlich und jeder, der möchte, kann mitlesen, dessen bin ich mir bewusst, und in einem solchen Falle muss ich natürlich auch jederzeit damit rechnen, dass sich "Schmarotzer"  hier einfinden, die sich ungefragt an Material bedienen, um es an anderer Stelle zu veröffentlichen (wenn ich ehrlich bin, habe ich diesen Gedanken naiverweise aber bisher stets verdrängt)

um das Thema nun abzuschließen: normalerweise bin ich sehr hilfsbereit und versuche zu antworten, wenn ich gefragt werde ... wegen dieser aktuellen Vorkommnisse jedoch wird es nun keine weitere Anleitung für die Papier-Rosen hier im Blog geben

Ihr Lieben, es tut mir leid, ich hoffe, Ihr habt Verständnis ... herzlichen Dank



edit.:
ich möchte noch einmal ausdrücklich betonen, dass es mir  nicht ums Nacharbeiten geht, dann würde ich sicherlich keine Schritt-für-Schritt-Anleitung online stellen ... es geht mir einzig und alleine darum, dass es Leute gibt, die die Dreistigkeit besitzen, meine komplette Anleitung samt Fotos ohne vorheriges Fragen einfach kopieren und an anderer Stelle im Internet weder mit einem Hinweis auf mein Blog noch mit meinen Namen veröffentlichen ... DAS macht mich wirklich sauer!



edit. (30. Januar):
Ihr Lieben, ich danke Euch allen, die Ihr zu diesem Thema kommentiert habt, von Herzen! die Wogen haben sich mittlerweile ein wenig geglättet, auch versuche ich, mich nicht mehr darüber zu ärgern ... solche Vorkommnisse lehren zu noch mehr Achtsamkeit ... nochmals danke, dass Ihr mich hier mit Euren verständnisvollen Zeilen unterstützt habt

28. Januar 2011

True Love

Ich denke dein, wenn sich im Blütenregen
der Frühling malt
und wenn des Sommers mild gereifter Segen
in Ähren strahlt.

Ich denke dein, wenn sich das Weltmeer tönend
gen Himmel hebt,
und vor der Wogen Wuth das Ufer stöhnend
zurücke bebt.




Dein denk' ich, wenn der junge Tag sich golden
der See enthebt,
an neugebornen zarten Blumendolden
der Frühthau schwebt.

Ich denke dein, wenn sich der Abend röthend
im Hain verliert,
und Philomelens Klage leise flötend
die Seele rührt.




Dein denk' ich, wenn im bunten Blätterkranze
der Herbst uns grüßt;
dein, wenn, in seines Schneegewandes Glanze,
das Jahr sich schließt.

Am Hainquell, ach! im leichten Erlenschatten
winkt mir dein Bild!
Schnell ist der Wald, schnell sind die Blumenmatten
mit Glanz erfüllt.




Beim trüben Lampenschein, in bittern Leiden,
gedacht' ich dein!
Die bange Seele flehte nah' am Scheiden:
"Gedenke mein!"

Ich denke dein, bis wehende Zypressen
mein Grab umziehn;
und selbst in Lethe's Strom soll unvergessen
dein Name blühn!



Gedicht "Ich denke dein [II]"
von Friederike Brun (1765 - 1835)




Papier-Rose
True Love
- handmade with love by Rosabella -


27. Januar 2011

Blumenmacherkünste / Blumenmanufakturen

das Thema "Papier-Rosen" lässt mich immer noch nicht los ... während einer Suche im Internet erfuhr ich einiges Interessante hierüber, beispielsweise dass ausgewanderte Hugenotten um 1780 die Blumenmacherkunst von Frankreich nach Berlin brachten und dort eine sogenannte Blumenmanufaktur gründeten, und da die Berliner Manufaktur mit ihrer Arbeit einen sehr großen Erfolg verzeichnen konnte, standen weiteren Gründungen solcher Manufakturen auch in anderen deutschen Staaten nichts im Wege (zum Beispiel gründete der Verleger Friedrich Justin Bertuch [er brachte unter anderem von 1786 bis 1827 das seinerzeit beliebte "Journal des Luxus und der Moden" heraus] in Sachsen-Weimar eine Fabrik zur Herstellung von Papierblumen)

es heißt, dass sich unter den 50 Arbeiterinnen auch die spätere Frau Goethes, Christiane Vulpius, befand

das würde erklären, weshalb sich die von Gärtnerinnen vorgetragenen Verse über Kunstblumen im zweiten Teil von Goethes Faust wiederfinden ... 




"Denn wir halten es verdienstlich,
lobenswürdig ganz und gar,
unsere Blumen, glänzend künstlich,
blühen fort das ganze Jahr"





"Hut mit Papierrosen"
- Karte um 1910 -

(bearbeiteter Bild-Ausschnitt)

25. Januar 2011

mit deinen Zauberdüften die Ewigkeiten nährte


Frohlocke, schöne junge Rose,
dein Bild wird nicht verschwinden,
wenn auch die Glut, die dauerlose,
verweht in Abendwinden.




So süßer Duft, so helle Flamme
kann nicht für irdisch gelten;
du prangst am stolzen Rosenstamme,
verpflanzt aus andern Welten;

Aus Büschen, wo die Götter gerne
sich in die Schatten senken,
wenn sie in heilig stiller Ferne
der Menschen Glück bedenken.




Darum mich ein Hinübersehnen
stets inniger umschmieget,
je länger sich in meinen Tränen
dein holdes Antlitz wieget.

O weilten wir in jenen Lüften,
wo keine Schranke wehrte,
daß ich mit deinen Zauberdüften
die Ewigkeiten nährte! –




Hier nahn die Augenblicke, – schwinden
an dir vorüber immer,
ein jeder eilt, dich noch zu finden
in deinem Jugendschimmer;

und ich, wie sie, muß immer eilen
mit allem meinem Lieben
an dir vorbei, darf nie verweilen,
von Stürmen fortgetrieben.



Gedicht "An meine Rose"
von Nikolaus Lenau (1802 – 1850)




Papier-Rose
Florence

- handmade with love by Rosabella -

LEBEN

"... deine Kunst sei dir der Weg, mit dem du dich durch deine Zeit suchst und zur Höhe findest, dein Leben sei Deine Kunst ... wer sich nicht selbst und seinem ganzen Dasein als schaffender und gestaltender Künstler gegenübersteht, verfällt ... was du nach außen geben kannst, freilich, sind immer Bruchstücke, und wenn dir das Höchste glückt ... doch wenn sie echt sind, werden sie in anderen wieder volles Leben reifen ..."


(Cäsar Flaischlen)




23. Januar 2011

... und hier das ganze Jahr durch blühn



an Rosen such ich mein Vergnügen,
an Rosen, die die Herzen ziehn,
an Rosen, die den Frost besiegen
und hier das ganze Jahr durch blühn




Papier-Rosen-Trio
les trois jolies
- handmade with love by Rosabella -




 die Rose trägt das Blut der Götter
und ist der Blumen Königin,
ihr Antlitz sticht das schönste Wetter
und selbst Aurorens Wangen hin,
sie ist ein Stern der milden Erden
und kann von nichts verfinstert werden









auf Rosen mach ich gute Reime,
auf Rosen schläfet meine Brust,
auf Rosen hab ich sanfte Träume
von still- und warm- und weicher Lust,
und wenn ich einst von hinnen fahre,
so wünscht ich Rosen auf die Bahre



aus "Scherzhafte Gedanken über die Rosen"
von Johann Christian Günther (1695 – 1723)



22. Januar 2011

Luciana (lat. 'bei Tagesanbruch geboren')

in den vergangenen Tagen sind peu à peu noch weitere Blüten entstanden ... sie ist eine von ihnen



Papier-Rose
Luciana



- handmade with love by Rosabella -



ihre Blätter wirken ganz zart, fast zerbrechlich ... sie habe ich nämlich einfach mal aus Backpapier gestaltet (probiere immer noch die verschiedensten Papiere aus, um zu sehen, welche sich besonders gut eignen) und anschließend wie gewohnt mit Wasserfarbe angepinselt







unterdessen hat auch das Fräulein Tochter ihre erste Rose fertig, ich sollte ihr zeigen, wie es geht ... ja, und was soll ich sagen, sie ist für's erste Mal richtig schön geworden



21. Januar 2011

wie eine wunderbare Melodie ...

das Amselmännchen auf dem Dachfirst des Nachbarn präsentierte mir als aufmerksame Zuhörerin heute morgen (neugierig geworden durch seinen leidenschaftlichen Gesang, den ich selbst durch das geschlossene Küchenfenster wahrnehmen konnte, und lauschend mit einer dampfenden Tasse Kaffee in Händen draußen auf der Veranda verharrend) über eine Viertel Stunde lang einen äußerst melodiösen Reviergesang ... so stimmgewaltig, und mit einer Inbrunst in der noch herrschenden Stille der Morgendämmerung vorgetragen, dass mir fast der Atem stockte

währenddessen faszinierten die verschiedenen Variationen der Motive, die es gekonnt und besonders kreativ miteinander kombinierte ... das klang in meinen Ohren wie eine wunderbare Melodie, die schöner nicht sein kann

ja, so ein musikalischer Vortrag kommt einem Schauspiel der Extraklasse gleich, wie ich finde ... die Natur meint es wirklich gut mit uns!



Amsel singt im Himmelssaal.
Eine kahle Pappelspitze
wählte sie sich aus zum Sitze
für ihr Lied hoch überm Tal.
Wolken fliegen in den Raum,
wie die Pferde ohne Zaum,
jagen an dem Berg entlang,
leidenschaftlich von Gebärde
wie der frische Amselsang.


Gedicht von
Max Dauthendey
(1867 – 1918)

20. Januar 2011

"Jedes Ding hat zwei Seiten"

Zitat von Ovid, eig. Publius Ovidius Naso
römischer Epiker, 43 v. Chr. - 17 n. Chr.





dieses Stück Holz fand ich seinerzeit während eines Spazierganges am Rheinufer, es lag irgendwann direkt vor meinen Füßen und schien auf den ersten Blick wenig interessant; dennoch hob ich es auf, drehte es eine zeitlang hin und her, betrachtete es von allen Seiten und erkannte dabei, was ich eigentlich in Händen hielt ... schaut mal ...





das ist doch ein Schwan !?





edit.:
da ich in einer Mail von einer Leserin gefragt wurde, wie ich das Holz seinerzeit bearbeitet habe, nur eine kurze Anmerkung noch an dieser Stelle: das Holzstück wurde nicht von mir verändert, in keinster Weise, ich habe es damals lediglich ein wenig von Sand und Schmutz befreit; weder habe ich es zum Schwan "geschnitzt" noch irgendwie anders "in Form" gebracht

17. Januar 2011


Mademoiselle Rose-Marie



steht ab heute

 
auf Papier-Rose
Rosita
- handmade with love by Rosabella - 




... et voilà ;-)

16. Januar 2011

Papier-Rose "Morning Flower"


... und immer noch
befinde ich mich im

Rosenrausch ;-)




seit heute morgen blüht
Morning Flower
 
- handmade with love by Rosabella -





" ... Lautloses Leben, Aufgehn ohne Ende,
Raum-brauchen ohne Raum von jenem Raum
zu nehmen, den die Dinge rings verringern,
fast nicht Umrissen-sein wie Ausgespartes
und lauter Inneres, viel seltsam Zartes
und Sich-bescheinendes – bis an den Rand:
ist irgend etwas uns bekannt wie dies? ... "


aus dem Gedicht "Die Rosenschale"

von Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)



Frühlingsahnung ?!




die Sonne scheint ... während des Frühstücks zieht Vogelgezwitscher durch das geöffnete Fenster ins Zimmer hinein ... die Luft wirkt mild ... mir ist, als ob mitten im Winter ein Hauch von Vorfrühling wehte ...



wie geht es Euch an diesem Sonntagmorgen? habt auch Ihr das Gefühl, dass sich uns die kommende Jahreszeit bereits ganz zaghaft ankündigt? 


wünsche allen einen zauberhaft schönen Tag
ach, und weil mir gerade irgendwie nach Blüten ist ...



(ein Foto aus dem vergangenen Jahr)




Wenn des Winters starrer Traum
Berg und Flur mit Schnee bedecket,
Jeder dürre Zweig am Baum
Jammernd sich gen Himmel strecket:

Kannst du da begreifen, sag'
Wie nach wen'gen Mondesneigen
Der jetzt frosterstarrte Hag
Einen Blüthenflor wird zeigen?

Doch du weißt, der lichte Trost
Naht auf unsichtbaren Wegen
Und im rauhen Winterfrost
Lächelst du dem Lenz entgegen.

Und so kann, so kann auch ich
Nicht begreifen und nicht fassen,
Wie in meiner Seele sich
Noch ein Glück wird ziehen lassen.

Doch ich weiß: zur Wonne geht,
Wer da wallt auf Dornenbahnen,
Und durch meinen Winter weht
Ein tief selig Frühlingsahnen!



Gedicht "Frühlingsahnung" von
Betty Paoli (1814 - 1894)

14. Januar 2011

im Namen der Rose ;-)


Papier-Rose
Pink Lady
- handmade with love by Rosabella -


momentan lege ich zwischendurch sogar ein wirklich interessantes Buch über die Kartäuser-Mönche, welches ich gerade lese (dazu irgendwann mehr hier im Blog) zur Seite, um mich in eine Art "Rosenrausch" zu begeben ... ja, ich bin verliebt, muss ich gestehen, und wenn ich mir die Blüten ansehe, nachdem sie vollendet vor mir auf dem Tisch liegen, fasziniert es mich, zweimal schauen zu müssen, um zu erkennen, dass es keine echten sind



13. Januar 2011

sollt' mich ein Rosenduft umschweben ...



Papier-Rose
Liliane

- handmade with love by Rosabella -
(gestern abend noch entstanden aus braunem Packpapier,
anschließend mit violetter Wasserfarbe angepinselt)



vor einigen Tagen schrieb die liebe Ida in einem ihrer Kommentare

" ... ist wohl bei dir ein Tag ohne Rosen ein verlorener Tag ..."


ja, so wird es dann wohl sein *schmunzel* ...
und daher wünsche ich mit diesem wieder mal äußerst "rosigen" Post allen, die mich hier besuchen, dass dieser Tag für niemanden ein verlorener sein möge



Es drängt mein Selbst, das blütenlose,
voll Sehnsucht ewig nach der Rose,
die schlank in blonde Lüfte taucht,
und tiefe, süsse Freude haucht!!

Ich wollt' an ihrem Kelche singen,
von Brisen, Thau und Schmetterlingen;
und all das weite, bange Leben
sollt' mich ein Rosenduft umschweben ...



Gedicht "Rosen" von Lisa Baumfeld (1877 - 1897)


12. Januar 2011

mit Rote-Bete-Saft gefärbt ?!


Ihr Lieben, nochmals herzlichen Dank für Euer Interesse an den Papierrosen ... ich werde jetzt auch aufhören mit diesem Thema, nur diese eine Blüte möchte ich Euch noch zeigen




sie lag ein paar Tage "farblos" auf meinem Schreibtisch herum, gestern nun verpasste ich ihr einen Anstrich ... und zwar mit Rote-Bete-Saft ... das kam mir in den Sinn, als ich ein Glas öffnete und diese phantastische Farbe vor mir sah ... na ja, warum eigentlich nicht, dachte ich in dem Moment






... und nun bin ich ganz angetan von dem wunderbaren Farbton, der mittlerweile ihr Blütenkleid ziert





schaut mal, wie hübsch die Ränder der Blätter aussehen, diesen Effekt erzielt man aber nur, wenn man das Papier beim Verarbeiten reißt und nicht schneidet



10. Januar 2011

eine Papierrose entsteht






falls Ihr dieses Tutorial auf Euren Seiten verwenden möchtet, dürft Ihr dies gerne tun; wäre nur nett, wenn Ihr auf mein Blog verweisen und mir dann kurz Bescheid sagen würdet







Ihr Lieben, einige von Euch fragten mich, wie ich meine Rosen aus Papier herstelle; gerne zeige ich es Euch, deshalb habe ich heute morgen Fotos gemacht, während eine neue Blüte entstanden ist



ich nehme Kleber und Papier


 reiße (nicht schneiden!) daraus
ca. 15 - 20  verschieden große Stücke



 und aus diesen herzförmige Blütenblätter


danach lege ich mir die Blüte "in Form",
um zu sehen, wie sie wirkt und wie groß sie wird


anschließend drücke ich alle Blütenblätter mittig
und das untere Teil jeweils zusammen


nun beginne ich, die einzelnen Blätter
der unteren Lage der Blüte zusammenzukleben


ich arbeite also von unten nach oben,
d. h. ich beginne mit den großen Blütenblättern,
auf die ich versetzt immer kleinere lege;
in der Mitte treffen sich die unteren Blätterspitzen,
die ich nacheinander und übereinander festklebe;
zwischendurch sollte man sie längere Zeit zusammendrücken,
damit nicht wieder alles auseinanderfällt;
mit dem Kleber gehe ich immer sehr großzügig um



zum Schluss klebe ich in die Mitte
ein Stück zerknäultes Papier;
bevor ich die Blüte zum Trocknen
(mindestens zwei Stunden)
auf den Heizkörper lege,
zupfe ich mir die einzelnen Blütenblätter zurecht,
drücke oder reiße schon mal,
je nach Aussehen


jetzt nehme ich ein Holzstäbchen,
mit dem ich die äußeren Ränder der Blütenblätter
nach hinten (also nach unten) zusammenrolle



das sieht dann ungefähr so aus



die Blüte wirkt nach diesem Roll-Vorgang
schon ziemlich "echt" ;-)


anschließend färbe ich die Blüte mit Schwarztee,
das sieht ganz hübsch aus ...
sicherlich könnt Ihr auch Wasserfarben benutzen,
wenn Ihr Eure Blüten farbiger haben wollt




beim Bepinseln mit Tee
wird die Blüte recht feucht,

das macht ihr aber nichts aus


nun ist sie fast fertig ...
nach dem erneuten Trocknen
könnt Ihr die Ränder
nochmals mit dem Pinselgriff bearbeiten


und zwar am besten so


dann noch ein letztes Mal die Blätter zurechtzupfen


jetzt ist sie perfekt, die Papierrose ...
ein Unikat, das es so kein zweites Mal gibt


viel Vergnügen beim Nacharbeiten ...
und wenn Ihr Fragen habt ...
nur zu, ich antworte gerne :-)



edit.:
schönen guten Morgen Ihr Lieben, zuerst einmal herzlichen Dank an Euch alle, die Ihr hier so zahlreich kommentiert habt ... das freut mich ja wirklich sehr, dass Euch die Papierrosen so gut gefallen :-)))

jetzt noch eine kurze Anmerkung zum Papier: Ihr braucht dazu kein bestimmtes, es funktioniert mit jedem, das man reißen kann ... so habe ich zum Beispiel auch mal eine Blüte aus ganz normalem, weißen Papier aus dem Drucker gestaltet, weil ich gerade kein anderes zur Hand hatte ... Ihr müsst es einfach ausprobieren, mit welchem Papier Ihr am liebsten arbeitet ... also dann: viel Vergnügen und gutes Gelingen beim Rosenblütenbasteln ♥