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21. September 2011

"mir dünket deiner welken Blätter Rauschen"





 


Der Rose inniglicher Duft entschwand,
Es ging die frische Farbenglut verbleichen;
Sie ruht so blaß und starr in meiner Hand,
Des Unverwelklichen ein welkes Zeichen.

Des Unverwelklichen? – sie rauscht so bang,
Will meine Hand die Rose wieder wecken;
Als wär es ein prophetisch trüber Klang,
Hör ich den Laut mit heimlichem Erschrecken.

O Rose der Erinnerung geweiht!
Mir dünket deiner welken Blätter Rauschen
Ein leises Schreiten der Vergänglichkeit,
Hörbar geworden plötzlich meinem Lauschen! 



aus dem Gedicht
"Die Rose der Erinnerung" 
von Nikolaus Lenau
(1802 – 1850)







Kommentare:

  1. liebe rosabella, zweiter Versuch, blogger spinnt wieder, wollte sagen, dies ist wieder wunderschön und tut der Seele so gut, dein blog ist für mich persönlich zu einer täglichen Therapie geworden und hilft mir, meine Ruhe zu finden, danke dir dafür ! herzlich Kathrin

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  2. Wunderschönes Gedicht und ebensolche Fotos liebe Rosabellla...

    Liebe Grüsse Dir

    Hans-Peter

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  3. ...freu! *♥Mittwochumärmelungsgrüßchenabstell*

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  4. Die Bilder und Zeilen sind wunderschön und ein wenig wehmütig. So wie ich, denn ich kann nämlich nicht zu Hause sein, und mein Großer wird heute 15. Im Jahr seiner Geburt war der September auch so sonnig und mild.

    Liebe Grüße

    Anke

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  5. Liebe rosabella,

    sehr , sehr schönes Gedicht...

    und deine schlicht -rusikale-wunderchöne Dekoidee vom letzten mal , gefällt mir besonders gut , jetzt für den Herbst, wo es bald draußen kahl wird,, da werde ich das gerne fürs Haus nachmachen...danke !!!!

    Wünsche dir einen gemütlichen Abend und schick liebe Grüße,
    Sanne

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  6. Liebe Rosabella,

    ...eine gelungene Komposition! Das Gedicht passt wunderbar zu Deinen Fotos und stimmt auf den Herbst ein .... leider wird der Sommer immer mehr gehen!
    Einen schönen sonnigen Herbst wünscht Dir
    Lilo

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)