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29. Juli 2011

"Morgendlicher Rosenstrauß"






Wie
wunderbar:

Aus
tiefsattem, köstlichstem,
noch
taublättrigem, noch taufeuchtem, noch tauglitzerigem
Dunkelglanzgrün,
flimmernd, schimmernd, glimmernd,
mitten
im
schattenkühlen, ebenerdigen, weinrebenkletterumhangenen
Gartenhausraum,
Rosen!





Ein
ganzer
großer, wundervoller,
prachtender, prahlender, prangender,
strahlender,
stolz-stattlicher
Strauß!





Weiße, gelbe, lichtnußbraune,
rote,
zarte, blasse, rührend sanftrosaknospende,
fast
mystisch,
schwarzblau, samtschwer
schillernde
und
feuerigst, traumhaft, rauschherrlichst
lodernde
aus wildem, aus
üppigstem, aus prunkendstem
Orange!


........................


Langsam,
zauberisch ... wie ... mich bannend,
zog es mich
näher.





Ah,
wie das herzduftete! ... Ah ... wie das seelendurchfrohte!
Ah,
wie das
wohl ... tat!



aus dem Gedicht
"Morgendlicher Rosenstrauß"
von Arno Holz (1863 - 1929)

Kommentare:


O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)