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5. Juli 2011






Wer nahm das Rosa an? Wer wußte auch,
daß es sich sammelte in diesen Dolden?
Wie Dinge unter Gold, die sich entgolden,
entröten sie sich sanft, wie im Gebrauch.





Daß sie für solches Rosa nichts verlangen.
Bleibt es für sie und lächelt aus der Luft?
Sind Engel da, es zärtlich zu empfangen,
wenn es vergeht, großmütig wie ein Duft?





Oder vielleicht auch geben sie es preis,
damit es nie erführe vom Verblühn.
Doch unter diesem Rosa hat ein Grün
gehorcht, das jetzt verwelkt und alles weiß.



Gedicht
von Rainer Maria Rilke
(1875 - 1926)


Kommentare:

  1. Liebe Rosabella
    Ich liebe sie ebenso - die Hortensien. Und wie wunderbar du sie ins Licht gerückt hast - garniert mit den einzigartigen Worten! Das war ein richtiger Genuss, diese Worte mit den Bildern verschmelzen zu lassen.
    Ich wünsch dir einen wunderbaren Tag - vielleicht mit ein bisschen Hortensienrosa durch "die Brille" :-)
    Liebe Grüsse
    Ida

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  2. Guten Morgen Rosabella,.

    wunderschön & passend....

    Hortensien gehören auch zu meinen Lieblingen...

    Wünsche dir einen zauberhaft, soniigen Tag,
    liebe Grüße,

    Sanne

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  3. danke für den schönen Guten-Morgen-Gruß in Wort und Bild. Auch ich liebe sie, nur meine blühen noch nicht aber ich habe mir zwei neue riesige blühende Gartenhortensien geschenkt.
    liebe Sommergrüße
    Doris H.

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  4. Ja, dieses "rosa Rilke-Gedicht" ist immer wieder schön, liebe Rosabella. Leider werden in diesem Jahr meine rosafarbenen Hortensien nicht so üppig blühen. Dafür hat aber das Blätterwerk in den letzten Regentagen kräftig zugelegt.

    Sei herzlich gegrüßt

    Anke

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  5. Tolle Bilderbegleitung zu dem Gedicht:-)

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)