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11. Juli 2011

nun blüht mir was!

als ich im Frühjahr verschiedene Pflänzchen besorgte, mit denen ich eine Schale für den Garten gestaltete, war auch eine Petunie darunter; sie war ziemlich winzig, so dass ich zu dem Zeitpunkt nicht erkennen konnte, in welcher Farbe sie blühen würde, da sie überhaupt noch keine Knospenansätze aufwies

Wochen vergingen, die Pflänzchen entwickelten sich prächtig, vereinzelt waren nun auch bereits Blüten ausgebildet, die sich nach und nach öffneten, und als die Petunie dann endlich soweit war, erwartete mich eine Überraschung: gefüllte Blüten in einer ganz zauberhaften Farbe






nun kann ich mich gar nicht sattsehen an dieser Naturschönheit, manchmal habe ich das Gefühl, als ob sie es spürte, wie sehr ich sie bewundere, denn sie blüht und blüht und blüht ...








Habt Ihr schon in junges Grün gekleidet,
eure Knospen jugendlich empor?
Zarte Pflanzen, die ich oft beneidet,
wenn mein Auge sich an Euch geweidet,
und mein Sinn sich tief in Euch verlor.

Denn umweht von warmen Frühlingslüften,
oeffnet sich der Erde dunkler Schooss.
Aus des mütterlichen Bodens Grüften,
ringen sich, geweckt zu süssen Düften,
eure still entsprossten Keime los.

Und der Sonne milde Blicke schweben
liebend um das neue, frische Grün.
Kraftvoll regt sich euer innres Leben,
und mit ungehemmtem, raschem Streben,
keimt die Knospe nur um aufzublühn.

Süsse Wohlgerüche zu verhauchen,
bricht bewusstlos dann die Blume auf;
und des Tages helle Strahlen tauchen
schmeichelnd sich in ihren Kelch und saugen
leis' und schnell ihr junges Leben auf.


aus dem Gedicht "Pflanzenleben"
von Charlotte von Ahlefeld (1781 - 1849)

Kommentare:

  1. Das Gedicht von Charlotte von Ahlefeld hast Du sehr passend zu den wunderschönen Blütenbildern gewählt. Eine Pracht!

    Liebe Grüße, Gisela

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  2. ...ahach wie bezaubernd schööön!

    Und dies zum Wochenanfang:

    Guter Rat

    An einem Sommermorgen
    Da nimm den Wanderstab,
    Es fallen deine Sorgen
    Wie Nebel von dir ab.

    Des Himmels heitere Bläue
    Lacht dir ins Herz hinein,
    Und schließt, wie Gottes Treue,
    Mit seinem Dach dich ein.

    Rings Blüten nur und Triebe
    Und Halme von Segen schwer,
    Dir ist, als zöge die Liebe
    Des Weges nebenher.

    So heimisch alles klinget
    Als wie im Vaterhaus,
    Und über die Lerchen schwinget
    Die Seele sich hinaus.

    Heinrich Theodor Fontane
    ♥Annette *FröhlicheMontagsgrüßchendazustell*

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  3. Guten Morgen Rosabella,

    ich bin sicher sie spürt es wirklich !!!!!
    Diese blüten sind soooo wundervoll, hab ich in dieser Art noch nie gesehen !!!!
    Und die passenden Worte...

    Schick dir sonnige Montagsgrüße,
    Sanne

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  4. eine Farbe und eine Blüte, ich komme ins Schwärmen, huhuh, daraus ein Tuch, neeeeeeeeein,
    so schön,
    schöne Tage und lieben Gruß
    margit

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  5. Diese Pflanze hat die Pflege mit besonders schöner Blütenfülle gedankt!
    Ganz wundervolle Fotos und ein sehr schönes Gedicht dazu!
    Ganz lieben Gruß
    Lilo

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  6. Danke dir liebe Rosabella, zauberhafte Bilder von den wunderschönen Blüten...dazu wieder wie oft die passenden Worte!
    Ich verrate dir, dass bei mir auch solche blühen auch noch in einem zarten gelb...bin total fasziniert davon. Ich glaube sie heissen "Sulvine"
    bin aber nicht mehr sicher, sie gehen bestimmt unter die Petunien!
    Schönen Abend liebe Rosabella herzlich Monika

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)