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20. Juli 2011

... du beugst dich über den Morgen




Von deinem Traum erfüllte Blume,
- die in sich selbst zahlreich erscheint,
durchnäßt, als hätte sie geweint -,
du beugst dich über den Morgen.

Deine sanften Kräfte, schlafend
im Ungewissen des Verlangens,
entfalten jene zarten Formen
zwischen Herz und Wangen.






De ton rêve trop plein,
fleur en dedans nombreuse,
mouillée comme une pleureuse,
tu te penches sur le matin.

Tes douces forces qui dorment,
dans un désir incertain,
développent ces tendres formes
entre joues et seins.



 aus "Les Roses"
von Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

Kommentare:

  1. das ist wirklich wunder wunderschön

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  2. Wunderschön Rosabella, "Les Roses" ist auch mein Rilke Thema die nächsten Tage. Grüßle

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  3. Einfach wunderschöööön!
    Mit lieben Gedanken Monika

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  4. Liebe Rosabella,

    Wahnsinnig schönes Foto! Wie findest du immer genau die richtigen Farben die zu den Rosen gehören?! Zauberhaft, besonders das erste Bild, auch mit der Spitze... Natürlich das Gedicht macht es perfekt!

    Lieber Gruss,

    Mariette

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  5. Schön....ich bin heute schon seit 4 über den Morgen gebeugt, aber ich fand nicht so was Schönes, nur in meinen Fotos, die ich bearbeitete. Heute ist es grau in grau und es hängt alles so rum.
    Danke da, für Dein Gedicht und das Bild.
    Liebe Grüße
    margit

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  6. Liebe Rosabella,

    erst vor kurzem habe ich diese wunderschöne Seite entdeckt.
    Romantische Rosen, schöne Gedichte und tolle Ideen!
    Es macht Freude zu stöbern.
    An Deinen Papierrosen werde ich mich versuchen wenn die Tage kürzer werden und ich werde Dich sicher oft besuchen kommen...

    Lieber Gruss von Dagmar

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)