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26. April 2011

erinnern möchte ich heute an ...


folgende Zeilen stammen aus der Feder von Arno Holz
und sind erschienen in "Phantasus" ( Erstes Heft)







In einem Garten
unter dunklen Bäumen
erwarten wir die Frühlingsnacht.

Noch glänzt kein Stern.

Aus einem Fenster,
schwellend,
die Töne einer Geige. . . .

Der Goldregen blinkt,
der Flieder duftet,
in unsern Herzen geht der Mond auf!





Hinter blühenden Apfelbaumzweigen
steigt der Mond auf.

Zarte Ranken,
blasse Schatten
zackt sein Schimmer in den Kies.

Lautlos fliegt ein Falter.

Ich strecke mich selig ins silberne Gras
und liege da
das Herz im Himmel!
 







In meinem glühendsten Tulpenbaum
tausend Blüten!

Eine süsse Stimme singt:

„Blaue Flügel aus Perlmutter,
als Hochzeitsbett ein Lilienblatt,
eine ganz kleine Prinzessin!

Keiner kennt mich.

Niemand weiss,
wo mein Haus steht.

Sieben Regenbogenbrücken
funkeln zu ihm durch meinen Garten.

Wenn in deine Seele die Sonne scheint,
besuch mich mal.

Hörst du?“

Starr,
aus Schlangen gewunden,
steht der Baum.

Ein Windstoss rüttelt,
wie tanzende Flammen wehn seine Blüten.







Kommentare:

  1. wunderschön, kannte ich nicht, mein Sohn heisst Arno, ich mag den Namen sehr.
    Liebe Grüße von Kathrin

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  2. ....DANKE ;-)))

    Löwenzahn

    Mählich durchbrechende Sonne
    Schönes,
    grünes, weiches
    Gras.
    Drin
    liege ich.
    Inmitten goldgelber
    Butterblumen!

    Über mir ... warm ... der Himmel:

    Ein
    weites, schütteres,
    lichtwühlig, lichtblendig, lichtwogig
    zitterndes
    Weiß,
    das mir die
    Augen
    langsam ... ganz ... langsam
    schließt.

    Wehende ... Luft ... kaum merklich
    ein Duft, ein
    zartes . . . Summen.

    Nun bin ich fern
    von jeder Welt,
    ein sanftes Rot erfüllt mich ganz, und
    deutlich . . . spüre ich . . . wie die
    Sonne
    mir durchs Blut
    rinnt.

    Minutenlang.

    Versunken
    alles . . . Nur noch
    ich.

    Selig! *♥freu*

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)