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3. Februar 2011

erinnern möchte ich heute an ... Georg Trakl

einer der größten österreichischen Lyriker des 20. Jahrhunderts
3. Februar 1887  - 3. November 1914 









Resedaduft entschwebt im braunen Grün,
Geflimmer schauert auf den schönen Weiher,
die Weiden stehn gehüllt in weiße Schleier
darinnen Falter irre Kreise ziehn.
Verlassen sonnt sich die Terrasse dort,
Goldfische glitzern tief im Wasserspiegel,
bisweilen schwimmen Wolken übern Hügel,
und langsam gehn die Fremden wieder fort.

Die Lauben scheinen hell, da junge Frau'n
am frühen Morgen hier vorbeigegangen,
ihr Lachen blieb an kleinen Blättern hangen,
in goldenen Dünsten tanzt ein trunkener Faun.


Gedicht "In einem alten Garten" von Georg Trakl

Kommentare:

  1. danke hierfür - Trakl ist jmd ganz besonderes für mich...
    :)

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  2. Liebe Rosabella, ist das Bild von Dir, ich finde es wunderschön. Ich würde mich sehr freuen wenn Du an unserem Texturen-Projekt teilgenommen hättest, wenn Du Lust hast uns es Dir Spaß machen würde. Liebste Grüße Alice

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  3. @Alice: ja, das Foto ist von mir ... und dann werde ich gleich mal schauen, welches Projekt Du meinst ... danke Dir herzlich für den Hinweis ♥

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  4. Ein sehr schönes Bild umrahmt von zaubernden Worten!
    Schönen Tag herzlich Monika

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  5. wunderschönes gedicht und das Photo mit der photoscape Bearbeitung sieht auch schön aus, ich mag das gerne so antik. Liebe Grüße von Kathrin und schönes Wochenende

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  6. Der Georg hat schon wunderbare Zeilen geschrieben...

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  7. Liebe Rosabella, dein Bild hier ist Foto-Poesie vom Feinsten...

    Herzlichst und liebe Grüsse

    Hans-Peter

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)