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21. Januar 2011

wie eine wunderbare Melodie ...

das Amselmännchen auf dem Dachfirst des Nachbarn präsentierte mir als aufmerksame Zuhörerin heute morgen (neugierig geworden durch seinen leidenschaftlichen Gesang, den ich selbst durch das geschlossene Küchenfenster wahrnehmen konnte, und lauschend mit einer dampfenden Tasse Kaffee in Händen draußen auf der Veranda verharrend) über eine Viertel Stunde lang einen äußerst melodiösen Reviergesang ... so stimmgewaltig, und mit einer Inbrunst in der noch herrschenden Stille der Morgendämmerung vorgetragen, dass mir fast der Atem stockte

währenddessen faszinierten die verschiedenen Variationen der Motive, die es gekonnt und besonders kreativ miteinander kombinierte ... das klang in meinen Ohren wie eine wunderbare Melodie, die schöner nicht sein kann

ja, so ein musikalischer Vortrag kommt einem Schauspiel der Extraklasse gleich, wie ich finde ... die Natur meint es wirklich gut mit uns!



Amsel singt im Himmelssaal.
Eine kahle Pappelspitze
wählte sie sich aus zum Sitze
für ihr Lied hoch überm Tal.
Wolken fliegen in den Raum,
wie die Pferde ohne Zaum,
jagen an dem Berg entlang,
leidenschaftlich von Gebärde
wie der frische Amselsang.


Gedicht von
Max Dauthendey
(1867 – 1918)

Kommentare:

  1. Leises Liebeslied

    Zart Vogelgesang
    erwärmet mein Herz so mild
    leises Liebeslied

    © Hans-Peter Zürcher

    Wunderbare Worte von Dir! Ja, liebe Rosabella, ohne Natur kein Leben, ohne Leben kein Sein...

    Herzlichst und liebe Grüsse

    Hans-Peter

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  2. Guten Morgen, Rosabella,

    so fängt der Morgen gut an....... Wunderschön dein Gedicht.

    Einen schönen Tag und liebe Grüße!

    Martha

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  3. Das Zwitschern des Vogels weckt den Menschen aus seiner Gleichgültigkeit. Er lauscht dem Lied und rühmt die Weisheit dessen, der das süße Lied des Vogels schuf ebenso wie die zarten Empfindungen des Menschen.
    Khalil Gibran *♥Freitagabendgrüßchen*

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  4. Liebe Rosabella,

    es ist immer wieder ein Genuss Deine Seite zu besuchen! :-)

    Die Rose spricht alle Sprachen der Welt.
    Ralph Waldo Emerson (1803-1882)

    Roisige Grüße hinterlasse ich Dir

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  5. Liebe Rosabella , nun habe ich dich auch gefunden. Danke noch einmal für deine Rosenanleitung. Ich habe es auch mit Granatapfelsirup probiert. Klappt hervorragend. Versuch es doch auch. Die Blüten glänzen dann sehr schön. LG, Christine

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)