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27. Januar 2011

Blumenmacherkünste / Blumenmanufakturen

das Thema "Papier-Rosen" lässt mich immer noch nicht los ... während einer Suche im Internet erfuhr ich einiges Interessante hierüber, beispielsweise dass ausgewanderte Hugenotten um 1780 die Blumenmacherkunst von Frankreich nach Berlin brachten und dort eine sogenannte Blumenmanufaktur gründeten, und da die Berliner Manufaktur mit ihrer Arbeit einen sehr großen Erfolg verzeichnen konnte, standen weiteren Gründungen solcher Manufakturen auch in anderen deutschen Staaten nichts im Wege (zum Beispiel gründete der Verleger Friedrich Justin Bertuch [er brachte unter anderem von 1786 bis 1827 das seinerzeit beliebte "Journal des Luxus und der Moden" heraus] in Sachsen-Weimar eine Fabrik zur Herstellung von Papierblumen)

es heißt, dass sich unter den 50 Arbeiterinnen auch die spätere Frau Goethes, Christiane Vulpius, befand

das würde erklären, weshalb sich die von Gärtnerinnen vorgetragenen Verse über Kunstblumen im zweiten Teil von Goethes Faust wiederfinden ... 




"Denn wir halten es verdienstlich,
lobenswürdig ganz und gar,
unsere Blumen, glänzend künstlich,
blühen fort das ganze Jahr"





"Hut mit Papierrosen"
- Karte um 1910 -

(bearbeiteter Bild-Ausschnitt)

Kommentare:

  1. Danke für diese intertessanten Ausführungen. Deine Blumenkunst selbst spricht für sich und für Dich...

    Herzlichst

    Hans-Peter

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  2. Liebe Rosabella,

    eine Zeitlang hatte ich auch Kunstblumen zu Hause. Die waren nicht schlecht gemacht, aber doch Staubfänger. So habe ich mich davon verabschiedet.

    Auch wusste ich nicht, dass es in Berlin mehrere "Blumenhersteller" gab. Das ist schon sehr interessant, und ich lese so etwas auch immer gerne nach.

    Viele herzliche Grüße

    Anke

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  3. Oh, diesen Hut möchte ich heute mal befühlen und bestaunen ... welch eine Arbeit.
    Durch dich lerne ich es noch mehr zu schätzen.
    Liefs Anett

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  4. Liebe Rosabella,

    Du bist so interessiert und wie begeistert Du uns teilhaben lässt. Dass es dafür früher Manufakturen gab, habe ich gar nicht gewusst - ein schönes Handwerk. Und würde eine Zeitreise möglich sein, sehr gerne würde ich den Damen mal über die Schulter schauen. Traurig stimmt mich, dass selbst kleine Kinder dafür stundenlang beschäftigt wurden. Da ist es mir doch lieber, wenn jemand wie Du ohne Zwang und mit größter Begeisterung dieses hier im wahrsten Sinne wieder aufblühende Handwerk betreibt.

    Die liebsten Grüße an Dich, Deine Carola

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    „Jemand der den Duft einer Rose nicht riecht
    wird doch nicht darüber kritisieren dürfen;
    und riecht er ihn, à la bonne heure!
    Dann wird ihm die Lust vergehen zu kritisieren.“

    Friedrich Nietzsche *Donnerstagabendknuddelgrüßchen*

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  6. Liebe Rosabella,

    Ja, sehr interessant deine Info! Sogar Goethe's Frau hat da gearbeitet, und dann im Gedicht erkennt man es wieder. Die Chritiane hat ihm jedoch glücklich gemacht und einem Sohn geschenkt.
    Und diesen Hut, ist so schön und die Trägerin strahlt vor Glück!
    Rosen machen glücklich...

    Liebster Gruß,

    Mariette

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  7. Hallo Rosabella,
    ganz interessant die Geschichte. Gibt es nicht in Sachsen auch ein Kunstblumen-Museum, in Sebnitz. Ach, da wollte ich immer mal hin.....
    Dir liebe Grüße
    margit

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)