30. Juni 2010

Mittagsgedanken

als ich eben diese Fotos aufnahm, dachte ich darüber nach, wie es wohl kommt, dass man bestimmten Farben eher zugeneigt ist als anderen

ob einem diese Vorlieben schon mit den Genen bei der Geburt gegeben werden oder ob dies sich im Laufe des Lebens erst entwickelt? ich erinnere mich, dass ich auch als Kind schon immer Pastelltöne geliebt habe und ich seit vielen Jahren meine Umgebung mit zarten Farben ausstatte oder etwa meine Garderobe ... wieso mag ich an mir zum Beispiel keine rote Bluse? das heißt nicht, dass ich die Farbe Rot nicht leiden mag, an anderen gefällt sie mir schon, aber ich kann sie an mir nicht "ertragen", warum ist das so?

zarte Farben wie Grau, Rosé und Grünblau, wie diese Farbkomponente, die sich auch in dem Motiv wiederfinden, sind im Gegensatz zu kräftigen Farben natürlich "farbloser", doch wenn ich ehrlich bin, wirken sie auf mich in ihrer Art schon auch irgendwie "stark", ansprechend und faszinierend zugleich da gibt es Menschen, die behaupten, Pastelltöne seien keine richtigen Farben, weil sie öde und langweilig, blass und nichtssagend wirken ... wie ist das bei Euch, bleibt Ihr Eurer "Farben-Linie" treu oder wechselt sie schon mal nach Stimmungslage?
komisch, was mache ich mir hier für Gedanken, aber sie schwirrten eben, als ich fotografierte, in meinem Kopf herum, und ich wollte Euch jetzt einfach mal von ihnen erzählen ...

29. Juni 2010

pflücket die Rose, eh' sie verblüht ...

Sommertraum

Golddurchflammte Ätherwogen, schwerer Äste grüne Bogen, süss verwob'ne Träumerei'n ... Sommer, deine warmen Farben, helle Blumen, gold'ne Garben leuchten mir ins Herz hinein ... Und der See, der windumfächelt lallend plätschert, sonnig lächelt, netzt das Schilf aus lauem Born ... Rosen blühen am Gelände, Rosenglut, wo ich mich wende, und im Herzen tief ein Dorn ...

Zeilen aus dem Gedicht "Sommertraum" von Lisa Baumfeld (1877 - 1897)

28. Juni 2010

Bauernregeln ?!

"Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt." "Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag." "Wie’s Wetter am Siebenschläfertag, so der Juli werden mag." "Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne."
nun ja, das ist doch eindeutig oder? nachdem am gestrigen Siebenschläfertag unser Thermostat fast 30 Grad anzeigte, und wenn sich die Wetter - Vorhersagen der alten Volkssprüche tatsächlich bewahrheiten, dann werden alle SonnenanbeterInnen in den nächsten Wochen endlich mal auf ihre Kosten kommen ;-)

"Endlich scheint die Sommersonne ueber ihr vergessnes Land, und zu ungewohnter Wonne zieht es an sein Festgewand, das mit Perlen ist bethauet, das mit Gold ist überstickt; weil der Himmel nicht mehr grauet, auch die Erde freundlich blickt." aus dem Gedicht "Sonnenschein" von Gustav Schwab (1792 – 1850)

27. Juni 2010

wie es Euch gefällt

... ein stolzer Morgen der ewigen Erwachtheit traut geborgen: sein Tag in uns singt alte Sonnenkunden ... ... O Sonne, meine Seele sei ein Garten, berühre sacht der Triebe zartes Sprühen ... aus dem Gedicht "O Sonne" von Theodor Däubler (1876 – 1934) Ihr Lieben,
heute gibt es hier mal kein Rosa, sondern k u n t e r b u n t e Impressionen ;-) die ich eben bei friedlicher Morgenstille und herrlichem Sonnenschein eingefangen habe ich schicke Euch mit ihnen rosenduftende Sommergrüße und hoffe, dass es allen gut geht und Ihr diesen wunderbaren Tag genießen könnt ... wie es Euch gefällt!

26. Juni 2010

... werden sich alle Rosen im Wind
wie rote Fahnen entfalten ...

Ich geh jetzt immer den gleichen Pfad: am Garten entlang, wo die Rosen grad Einem sich vorbereiten; aber ich fühle: noch lang, noch lang ist das alles nicht mein Empfang, und ich muss ohne Dank und Klang an ihnen vorüberschreiten. Ich bin nur der, der den Zug beginnt, dem die Gaben nicht galten; bis die kommen, die seliger sind, lichte, stille Gestalten, - werden sich alle Rosen im Wind wie rote Fahnen entfalten.
Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

25. Juni 2010

... und behält die Rose

Die Creatur ist schön/ noch schöner ist mein Freund/ Er ist die Ros im Thal/ die meine Seele meynt. So geht mirs manches mal/ bleib ich nicht bey dem Einen/ Das Jesus selber ist/ so hab ich nichts als Pein/ Kan aber seine Lieb in mir alleine scheinen/ So pflegt er/ wie er ist/ auff einmal all's zu seyn. Kurtz/ Vielheit ist mein Schad/ das Eine meine Ruh/ Die Welt hat eine Sonn/ mein Leib ein Hertz und Seele: Was hält mich/ daß ich nicht gleich lauff dem Einen zu? O Jammer! wenn ich mich noch in so vielen quäle. Ihr welcken Blumen fallt/ ihr Creaturen weicht! Nur einer ist mein Schatz/ was soll ich lange wehlen? Ich weiß/ daß meinem Freund doch keine Rose gleicht: Nun soll mir auch nichts mehr mein Hertz zur Liebe stehlen! Gedicht "Ein Engel wirfft alle Blumen hinter sich/ und behält die Rose." aus: Göttliche Liebesfunken, Erster Teil (1698) hier: Dichtungen und spekulativ-mystische Schrift von Gottfried Arnold (1666 – 1714)

24. Juni 2010

Iphigenie

heute morgen war ich kurz in der Stadt, um etwas zu erledigen, da fiel mir auf dem Rückweg zum Wagen ein, dass ja Donnerstag ist; dann nämlich bauen die überwiegend älteren Damen, die ehrenamtlich für das Bonner Tierheim aktiv sind, mit viel Liebe und Sorgfalt immer ihre Stände in der Fußgängerzone auf, um den seit etlichen Jahren stattfindenden Flohmarkt abzuhalten prima, dachte ich, dafür habe ich sogar noch Zeit ... ist ja auch immer nett, mit ihnen ein Pläuschchen zu halten und währenddessen nach schönen Dingen zu stöbern 

von weitem schon konnte ich die Tische erkennen, und als ich näher kam, fiel mein Blick unweigerlich auf ein ganz wunderbares Bild im alten Holzrahmen ... sofort ging es mir durch den Kopf: aber das ist doch, genau ... sie ist es ...

 


die zweite Fassung der Iphigenie, vom bedeutenden Künstler Anselm Feuerbach im Jahre 1871 in Öl auf Leinwand gemalt; das 2 x 1.30 Meter große Original durfte ich einmal während einer Ausstellung vor einigen Jahren in Stuttgart bewundern ... und ich erinnere mich: schon damals zog es mich in seinen Bann, wie auch heute wieder, von daher war klar, diese "Iphigenie" würde ich mitnehmen, keine Frage, und deshalb habe ich auch gar nicht lange gezögert; nun steht sie hier bei mir zu Hause ... und ich freue mich wie eine Schneekönigin :-)




letzte Worte der Iphigenie im 5. Akt (Schlussakt) beim 6. Auftritt im Schauspiel "Iphigenie auf Tauris" von Johann Wolfgang von Goethe:
"Nicht so, mein König! Ohne Segen, in Widerwillen, scheid' ich nicht von dir. Verbann' uns nicht! Ein freundlich Gastrecht walte von dir zu uns: so sind wir nicht auf ewig getrennt und abgeschieden. Wert und teuer, wie mir mein Vater war, so bist du's mir, und dieser Eindruck bleibt in meiner Seele. Bringt der Geringste deines Volkes je den Ton der Stimme mir ins Ohr zurück, den ich an euch gewohnt zu hören bin, und eh' ich an dem Ärmsten eure Tracht: empfangen will ich ihn wie einen Gott, ich will ihm selbst ein Lager zubereiten, auf einen Stuhl ihn an das Feuer laden und nur nach dir und deinem Schicksal fragen. O geben dir die Götter deiner Taten und deiner Milde wohlverdienten Lohn! Leb' wohl! O wende dich zu uns und gib ein holdes Wort des Abschieds mir zurück! Dann schwellt der Wind die Segel sanfter an, und Tränen fließen lindernder vom Auge des Scheidenden. Leb' wohl! und reiche mir zum Pfand der alten Freundschaft deine Rechte." 



bei dem oben aufgeschriebenen Text handelt es sich um den Auszug aus der vierten und letzten Fassung des Dramas, das 1786 vollendet wurde; die Uraufführung der endgültigen Fassung erfolgte am 7. Januar 1800 in Wien



zu guter Letzt noch dieses Foto von dem auf der Rückseite des Bildes angebrachten Namensschildes *seufz*

23. Juni 2010

zart und zerbrechlich

wie wundervoll die zartroséfarbene Pfingstrosenblüte doch aussieht, selbst im Stadium des Verblühens ... ich bin einfach nur begeistert, was die Natur uns immer wieder aufs Neue für prachtvolle Kunstwerke schenkt sie stand mehr als drei Wochen in der Vase auf der Veranda, und an ihr konnte ich mich jeden Tag erfreuen und ihren betörenden Duft genießen, der vor allem immer dann besonders intensiv war, wenn sich Sonnenstrahlen über sie legten

und nun sieht sie so zart und zerbrechlich aus, ihre Blätter wirken, als ob sie aus Papier oder gar aus Seide wären, findet Ihr nicht?

nein, ich bringe es einfach nicht übers Herz, sie zu entsorgen wie Müll, den man in die Tonne wirft ... ich schneide sie behutsam ab und bette sie in eine große Schale, wie alle anderen Rosenblüten aus dem Garten auch, die verblüht an ihren Stämmen oder Sträuchern hängen, damit sie dort weitertrocknen können ...

bis ich dann irgendwann für sie eine neue Verwendung finde, sei es als Zutat für Potpourri oder als Zugabe in einem Geschenk-Karton oder als Dekoration für die Silberschale oder für das alte Kristallgefäß ...

" ... die kleinen gelben Blumen glittern, der Wind springt durch den Wiesengrund, und tausend Silberhalme splittern ..."
~ Max Dauthendey ~

22. Juni 2010

"schau an der schönen Gärtenzier"
... und ein Blick hinter die Kulisse

am liebsten würde ich ja die ganze Zeit immer nur meine Rosen fotografieren wollen, weil sie gerade so wundervoll blühen; dabei verliere ich leider die große Blumenvielfalt, die sich einem im Garten momentan offenbart, oftmals aus den Augen, und damit es Euch mit den zahlreichen Rosenfotos hier nicht zu langweilig wird, dachte ich, hole ich mal ganz schnell die kleine Etagere mit den alten Kristall-Salzgefäßen hervor und bestücke sie ... mit bunten Blüten, die, wenn ich sie nun ansehe, irgendwie richtig erfrischend wirken und die Stimmung auch gleich ein wenig aufhellen
"Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerszeit an deines Gottes Gaben; schau an der schönen Gärtenzier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben ..." Paul Gerhardt (1607 - 1676)

und nun zeige ich Euch, wie das manchmal ist, wenn ich Fotos für das Blog aufnehme ... sicherlich kennt Ihr das auch? da sucht man einen hellen, farbneutralen Hintergrund für das Motiv, ja, und dann kommt so etwas dabei heraus ... das lange Leinenkleid meiner Tochter musste dieses Mal dafür herhalten

wenn ich mir dieses Szenario hier nun anschaue, muss ich selber schmunzeln, ist schon irgendwie lustig, auf welche "Hilfsmittel" frau doch manchmal zurückgreifen muss, um einigermaßen ansprechende Fotos hier präsentieren zu können :-)

21. Juni 2010

es geht der Sommer über's Land

Sieh, wie sie leuchtet, wie sie üppig steht, die Rose - welch satter Duft zu dir hinüberweht! Doch lose nur haftet ihre Pracht - streift deine Lust sie, hältst du über Nacht die welken Blätter in der heissen Hand ... Sie hatte einst den jungen Mai gekannt und muss dem stillen Sommer nun gewähren - hörst du das Rauschen goldener Aehren? es geht der Sommer über's Land ... Gedicht "Sommer" von Thekla Lingen (1866 - 1931)

die Blüte auf dem Foto stammt übrigens von der Kletterrose, die ich vor zwei Wochen gepflanzt habe; und da ihr Name ganz wunderbar zu diesem Post passt, durfte sie heute mit auf's Notenpapier :-) die Sorte heißt SUMMER SONG ® und stammt aus dem Hause David Austin; ihre außergewöhnich schöne Farbe besticht ebenso wie ihr ganz intensiver Duft nach Chrysanthemen, Bananen und Tee

20. Juni 2010

Sonnenwende

Es fiel ein Blütenregen herab auf Wald und Feld, ein Netz von Sonnenstrahlen umspinnt die grüne Welt; das flammt und blüht und duftet und höhnt den Glockenschlag, als ging er nie zu Ende, der süße, goldene Tag . . . O Tag der Sonnenwende, vollblühende Rosenzeit, du hast mir ins Herz geduftet berauschende Seligkeit!

aus dem Gedicht "Sonnenwende" von Clara Müller-Jahnke (1860 – 1905)

19. Juni 2010

... kommt durch das Fenster der Rosengeruch, geht mitten unter die Tagessorgen und zeigt auf die wirkenden Gärten im Morgen. Mir ruht die Arbeit kurz still in der Hand. Auch Sorg' lebt mit Rosen eng Wand an Wand ... ~ Max Dauthendey ~

18. Juni 2010

das Fräulein Tochter höchst konzentriert

eben beim Rosenmarkt auf Motivsuche, mit neuer Kamera, für die sie hat lange sparen müssen ... aber darüber wird sie bestimmt bald selbst in ihrem Blog berichten ... ein schönes Gefühl ist es jedenfalls, wenn sich Mutter und Tochter gemeinsam auf "Fotosafari" begeben

Morgenlied

Mit edeln Pupurröten und hellem Amselschlag, mit Rosen und mit Flöten stolziert der junge Tag –
hinweg du dunkle Klage, aus all dem Licht und Glanz! Den Schmerz verlorner Tage bedeckt ein frischer Kranz. aus dem Gedicht "Morgenlied" von Conrad Ferdinand Meyer (1825 – 1898)

17. Juni 2010

Ich sehe dich, Rose ...

Ich sehe dich, Rose, halbgeöffnetes Buch, es enthält Seiten genug, das Glück zu beschreiben und niemand wird sie entziffern Zauber-Buch ... öffnet sich dem Wind und dem, der es versucht mit geschlossenen Augen zu lesen ... Rainer Maria Rilke
edit.: liebe Sanne, gerne beantworte ich Deine Frage und Deinen Kommentar an dieser Stelle es ist so, dass ich mich einfach ein wenig von den sorgenvollen Gedankenn frei machen muss, die ständig um mich herum kreisen ... es fällt mir für wahr nicht leicht, aber es nützt weder mir noch meiner Familie, wenn ich den ganzen Tag weine ... während ich die Fotos heute morgen aufgenommen habe, war ich für ein paar kurze Augenblicke abgelenkt, und das tut mir wiederum gut! daraus schöpfe ich Kraft, um die schmerzhafte Phase des Abschiednehmens irgendwie überstehen zu können; am Sonntag fahre ich wieder hin, es geht ihm unverändert schlecht :-((

16. Juni 2010

von Herzen

für Dich, liebe Carola, zum Geburtstag ♥

"Denn in der Freundschaft werden alle Gedanken, alle Wünsche, alle Erwartungen ohne Worte geboren und geteilt, mit Freude, die keinen Beifall braucht." Khalil Gibran (1883 - 1931)

15. Juni 2010

ringsum lag's wartend still ...

Der stille Tag spann gold'ne linde Fäden ... ein Seidennetz, das unsre Frühlingserde dem Himmel nah' zog. Und vom Himmel strich ein ferner, frommer, ahnungsbanger Hauch darüber hin. Und immer musst' ich denken an jenes Märchen denken ... thöricht ... schön ... von Palmengärten, Engeln, süssem Frieden in Gottes wunderliebem Himmelreich. Ringsum lag's wartend still ... die Halme wehten und sinnend goss die Sonne ihren Blick auf leuchtend grüne, leisbewegte Wälder, und auf verträumte weite Fluren hin, und alles lag in goldverklärter Schöne, in Erdenschöne. Von der Erde wob ein grünes Athmen schwellend herben Lebens darüber hin. Es war, es war als ob die lebensheisse, ewig irre Erde aufseufzend innehielt' in tollem Lauf ... sich an des Himmels weite Brust zu schmiegen, das müde Herz in blauen Traum zu wiegen ...
Gedicht "Juni-Nachmittag" von Lisa Baumfeld (1877 - 1897)

14. Juni 2010

einen Augenblick inne halten

die milde Abendluft ganz tief einatmen, neue Kraft schöpfen ... und weiterhoffen
Blick in Richtung Kell am See gestern abend auf der Rückfahrt nach Hause nach einem langen Tag mit vielen Eindrücken bei meinem Papa im Krankenhaus

Graue Dämmerungen hangen überm weiten Wiesenplan, - müd, mit rotgelaufnen Wangen kommt der Tag im Westen an. Atemlos dort sinkt er nieder hinter Hängen goldumsäumt, seine lichtermatten Lider fallen mählich zu. - Er träumt. - Träumt manch sonnig Traumgebilde .. leis vom Himmel schwebt dahin jetzt die Nacht und neigt sich milde, Sterne lächelnd über ihn... Gedicht "Stimmungsbild" (1894) von Rainer Maria Rilke

12. Juni 2010

Tage, wie Blätter still

" ... oft halten sich Tage wie Blätter still, der Himmel regnen nur regnen will ..." - Max Dauthendey -
Ihr Lieben, sehr lange habe ich überlegt, ob ich diesen persönlichen Post schreiben soll, alleine einen Anfang zu finden fällt mir unsagbar schwer, jetzt versuche ich es einfach, weil ich es will ... und weil ich damit denjenigen, die in den letzten Tagen nach mir fragten, antworten möchte seit vielen Monaten mache ich mir größte Sorgen um meinen Papa, der vor knapp drei Jahren völlig unvorbereitet die Diagnose einer unheilbaren Krankheit erhielt und ihm von den Ärzten zu dem Zeitpunkt eine verbleibende Lebenserwartung von circa einem halben Jahr vorausgesagt wurde seither kämpft er, doch ist die Krankheit, die seinen mittlerweile geschwächten Körper unverkennbar gezeichnet hat, unaufhaltsam fortgeschritten; nur mit starken Medikamenten können die auftretenden Schmerzen für ihn erträglich gemacht werden ... und jeder Tag bedeutet so leben zwischen Hoffen und Bangen immer mit dem Gedanken, wie lange noch ... seit Dienstag befindet er sich auf der Palliativstation des Krankenhauses am Donnerstag konnte ich zu ihm fahren, Ihr müsst wissen, dass meine Eltern nicht in der Nähe wohnen, sondern fast 200 km von mir entfernt, so dass ein spontaner Besuch, vor allem, wenn ich über Nacht weg bleibe, immer kurzfristig organisiert werden muss es macht mich unendlich traurig, ihn so zu sehen wie vor zwei Tagen, denn seit wir uns Ende April das letzte Mal trafen, hat er noch mehr an Gewicht verloren, sich äußerlich noch stärker verändert ... und auch seine Stimme, mit der er ein lebenlang zu mir gesprochen hat, ist anders geworden ... morgen früh fahre ich wieder zu ihm, auch wenn es nur für wenige Stunden sein wird, aber momentan ist das Bedürfnis, bei ihm zu sein, ganz besonders groß Ihr Lieben, ich weiß wie es ist, in einem Blog solche Zeilen wie diese zu lesen, mich machen diese Einträge immer betroffen und - wenn ich ehrlich bin - wortlos zugleich ... deshalb seht Euch bitte nicht unter Druck gesetzt, hier kommentieren zu müssen es ist einfach nur so, dass ich ein wenig darüber schreiben wollte, und ich auch niemanden beunruhigen möchte, wenn hier Ruhe herrscht und es keine neuen Posts gibt und soll ich Euch etwas sagen? gerade spüre ich, dass es richtig gut tut, Euch davon zu erzählen, nun fühle ich mich fast ein wenig erleichtert, hoffe jedoch, dass ich mit diesem Post niemanden zu sehr "belaste" ... danke, dass Ihr da seid!

8. Juni 2010

Lust auf einen Ausflug, der alle Sinne anspricht?

Eröffnung der Sommerausstellung im "Waschhäuschen" in Asbach-Löhe am Freitag, 18. Juni, und Samstag, 19. Juni 2010, jeweils von 12.00 bis 17.00 Uhr
"Auf dem ehemaligen Bauernhof empfängt Sie ein Ambiente von "gewachsenem“ Landhausstil mit Tupfern provenzalischer Lebensart. Unter den antiken Unikaten für Küche, Haus, Hof und Garten werden Sie Schätze entdecken, die Sie unbedingt mit nach Hause nehmen möchten. Der Besuch im Waschhäuschen im Asbacher Ländchen ist die Krönung Ihrer nächsten „Landpartie“. Sie werden mit neuen Ideen wegfahren, wie Sie Ihr Zuhause mit einfachen Akzenten beleben können."
übrigens, die genaue Anschrift und eine Anfahrtsskizze findet Ihr unter "Kontakt" Anmerkung: das Copyright für die Fotos und den kursiv gedruckten Text liegt beim "Waschhäuschen" (herzlichem Dank an Frau Barkow-Reichert für die Genehmigung der Veröffenlichung hier im Blog)

da fliegt manch Rosenblättchen durch die Luft ...

Ich trag' ein Kleid von weichen Rosenherzen, ich schlaf' in einem Bett von Rosenduft, bis mich der rosenrothe Morgen ruft, ein Stündlein in den Knospen zu verscherzen. Der Mittag liebt ein herzlicheres Herzen, eringt heiß bis in des Kelches tiefste Kluft: da fliegt manch Rosenblättchen durch die Luft ... aus dem Gedicht "Juni" von Wilhelm Müller (1794 – 1827)

7. Juni 2010

wie im Fluge

vergeht doch die Zeit ... mittlerweile ist das Fräulein Tochter bereits so groß, dass auch sie seit längerem den Wunsch nach einem eigenen Blog hegt ... nach kurzer "Einweisungsphase" meinerseits hat sie sich nun ihrer Vorstellungen entsprechend "Elennor - Im Land der Elben" gestaltet ... und wenn ich es mir näher betrachte, muss ich gestehen, sie weiß ja schon ziemlich genau, was sie will ...

6. Juni 2010

Sonn(en)tags-Grüße

" ... Erde, die uns dies gebracht, Sonne die es reif gemacht: liebe Sonne, liebe Erde, euer nie vergessen werde ..." Christian Morgenstern (1871 - 1914)
... und wenn es heute tatsächlich bei jemandem regnen sollte und Ihr dann nichts Besseres zu tun habt, besucht doch mal VICTORIANA ... in besagtem Magazin gibt es wirklich allerhand Schönes zum Schauen und Lesen, es dauert Stunden, bis man durch ist ... und überhaupt, ich könnte mir vorstellen, dass diese Seite einigen von Euch sicherlich gefallen würde
ach ja, bevor ich es vergesse, und Dir, liebe Waldfee, danke ich herzlich, dass Du an mein Blog gedacht hast und die Auszeichnung an mich weiterreichst ... das ehrt mich sehr ♥

5. Juni 2010

bevor's in den Quark geht

wird erst einmal ein Fotoshooting veranstaltet ;-) denn Schnittlauch schmeckt nicht nur verdammt lecker, er sieht auch, wie ich finde, total schön aus, wenn er blüht; und das fiel mir heute mittag mal wieder auf, als ich die nicht-blühenden Stengel erntete, die später als "Geschmacks-Verstärker" im Quark für die Pellkartoffeln landen sollten dann ging's auch schon los:
ein paar Gläschen aus dem Schrank geholt, die Stengel hineingesteckt, hin- und herarrangiert und schwups, war auch gleich noch eine passende Tischdeko entstanden
zum Vergrößern bitte anklicken
und weil die Sonne gerade so schön schien und es bis zum Mittagessen noch Zeit war, habe ich gleich ein wenig mehr herumprobiert
wenn ich mir die Fotos nun selber ansehe, bestätigt sich wieder mal: es müssen nicht immer Rosen sein, oh nein ...