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21. Dezember 2010

es ist die Ruhe der Natur

 
Wenn sich das Laub auf Ebnen weit verloren,
so fällt das Weiß herunter auf die Tale,
doch glänzend ist der Tag vom hohen Sonnenstrahle,
es glänzt das Fest den Städten aus den Toren.

Es ist die Ruhe der Natur, des Feldes Schweigen
ist wie des Menschen Geistigkeit, und höher zeigen
die Unterschiede sich, daß sich zu hohem Bilde
sich zeiget die Natur, statt mit des Frühlings Milde.


Gedicht "Der Winter"
von Friedrich Hölderlin (1770 - 1843)







Das Feld ist kahl, auf ferner Höhe glänzet
der blaue Himmel nur, und wie die Pfade gehen,
erscheinet die Natur, als Einerlei, das Wehen
ist frisch, und die Natur von Helle nur umkränzet.

Der Erde Stund ist sichtbar von dem Himmel
den ganzen Tag, in heller Nacht umgeben,
wenn hoch erscheint von Sternen das Gewimmel,
und geistiger das weit gedehnte Leben.


Gedicht "Der Winter (1)"
von Friedrich Hölderlin (1770 - 1843)

Kommentare:

  1. Ein schönes Gedicht, es passt wunderbar zu dem heutigen Wetter.

    Liebe Rosabella,

    du hast mir eine große Freude bereitet.
    Vielen Dank, für deine lieben Worte und die Kostbarkeiten. Ich werde sie in Ehren halten.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag!

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  2. Ein freundliches Wort kostet nichts, und dennoch ist es das Schönste aller Geschenke.
    Daphne du Maurier

    DANKE DIR ♥lichst
    für Deine WEIHNACHTSÜBERRASCHUNGspost
    + DU beschenkst mich - in Deinem Blog - tagtäglich!!!

    Dienstagsgrüßchen von ♥Annette *umärmel*

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  3. Um nichts mehr zu sagen......
    Wunderschön!
    Feine tagen

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  4. Liebe Rosabella,

    Das Löffelspiel mit seinem Link muß jedoch ein Irrtum sein. Deine Gedichte sind ja hochgeschätzt und schließen deswegen nicht an bei so etwas... Auch laut Kommentar dort eingetragen.
    Schade!

    Lieber Gruß,

    Mariette's Back to Basics

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)