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9. Dezember 2010

Anmut pur!





... gewohnt, auf dieser Welt alle Dinge sich ewig wiederholen zu sehen, empfand ich eine um so größere Freude, als ich eine Pflanze fand, die ich vorher noch nicht gesehen hatte, nämlich das Alpenveilchen, das Cyclamen Europaeum ...

der erste Eindruck war der eines Veilchens gewesen. Blätter, Blüten, Geruch, die Art und Weise dem Boden zu entsteigen, alles sprach für ein Veilchen, aber es war keines ...

die Wurzel mit ihrer runden Scheibe erinnerte in überraschender Weise an Aristolochia rotunda, aber das war es auch nicht ...

einen Augenblick war ich schon im Begriff, es unter die Orchideen mit ihrem zarten Äußeren und ihrer größeren an Schmetterlinge erinnernden Blüte einzuordnen. Es hatte sogar etwas von dem zähen Blatt der Lilie, die Einfachheit in der Anordnung und den Glanz der Farbe ..


aus dem vierten Teil des Romanes "Inferno"
von August Johan Strindberg (1849 – 1912)





Kommentare:

  1. Blumen sind die schönen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat.
    (Johann Wolfgang v. Goethe)

    ♥Annette Paulina *Donnerstagsknuddelzwinkergrüßchen*

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  2. Ja, ein weißes Alpenveilchen möchte ich auch gern noch ins Haus holen. Das gehört in dieser Jahreszeit einfache dazu.

    Herzliche Grüße

    Anke

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  3. Liebe Rosabella,

    obwohl ich sonst mit Blumen schon kann, bei Alpenveilchen hab ich kein Glück....wunderschön nostalgisch sehen sie aus....

    Wünsche dir noch einen schönen Nachmittag, bei uns schneit es gerade wieder wie wild...
    lieben Gruß,
    Sanne

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  4. Ich mag die Alpenveilchen mit dem gerüschten Rand besonders gern.

    Und Du hast sie so schön fotografiert manche Blüten sehen wie Schmetterlinge aus.

    Ganz liebe Grüße
    Beate

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  5. Liebe Rosabella,

    Diese Alpenveilchen sind traumhaft schön! Es gibt sie sogar hier bei uns in der USA.
    Das Gedicht war wieder mal so schön. Es tut gut mal ganz zurück zu treten mit unseren Gedanken; RUHE und PUR genießen!

    Lieber Gruß,

    Mariette's Back to Basics

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  6. Eigentlich mag ich solche Blumen auch - nur gehen die regelmässig ein bei mir (ausser meine bessere Hälfte hat Erbarmen mit ihnen und gibt ab und zu Wasser...). Ich schaffe es einfach nicht. Tja, wenigstens lebt unsere Katze noch. ;o)

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  7. Ich staune liebe Rosabella, in welch wunderschönes Licht du das Alpenveilchen gerückt hast. Bin nicht ein grosser Fan von denen - aber bei dem Anblick könnte ich's noch werden! Toll.
    Liebe Grüsse
    Ida

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)