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9. September 2010

wie eine Art Meditation

Ihr Lieben, ich spüre, dass mich momentan das in den letzten Monaten Erlebte einholt, ich komme mir manchmal vor, mittlerweile aus einem schlimmen Traum erwacht zu sein, und das, was geschehen ist, beschäftigt mich ständig, ich fühle mich dabei selbst irgendwie krank und geschwächt ... dennoch möchte ich nichts von dem verdrängen, weil mir bewusst ist, wie wichtig es ist, zu trauern

manchmal, wenn die Bilder wie ein Film vor meinen Augen ablaufen, versuche ich mich zu besinnen, mich selbst zu beruhigen ... gerade dann empfinde ich die stillen Momente, die ich zwischendurch spontan im Garten verbringen kann, wie eine Art Meditation, bei der ich die leisen Augenblicke spüren und genießen und aus denen ich neue Kraft schöpfen kann ... so geschehen wieder einmal gestern nachmittag während einer längeren Regenpause

... wenn mir dabei dann noch auf den ersten Blick unscheinbare Dinge aus der Natur begegnen - in diesem Falle ein unbewohntes Schneckenhaus, ein kleines Treibholz, was ich irgendwann einmal vom Rheinufer mitgebracht habe und etwas Moos vom Kirschbaumstamm - die ich aufsammeln und aus denen ich etwas gestalten und anschließend fotografieren kann, sind es genau diese kurzen aber intensiven Momente, die mir wichtig sind, weil ich sicher bin, dass auch sie mich stärken, meinen Weg weiterzugehen ...










"Ein einsamer Ort in der Natur
ist ein geistiger und seelischer Quell der Meditation
und Heilung für Seele und Geist."


Zitat von Peter Lauster,
deutscher Psychologe und Autor
(mit freundlicher Genehmigung des Verfassers)


PS: es haben mich so viele Mails und auch Briefe erreicht, die ich alle noch beantworten möchte; doch im Moment fühle ich mich irgendwie blockiert, ich kann mich nur schwer dazu aufraffen, jedem individuell zu schreiben; bitte seht es mir nach und seid nicht böse, wenn es noch ein wenig dauert, bis Ihr Nachricht von mir erhaltet ... herzlichen Dank für Euer Verständnis ♥

Kommentare:

  1. Liebe Rosabella - ich kann sehr mit dir fühlen - ich habe meinen Papa im Januar d.J. plötzlich und unerwartet verloren........es braucht eine Weile bis man mit sich und der Welt im reinen ist und wieder den normalen Weg gehen kann.... dafür nimm dir soviel Zeit wie du brauchts.... ich denke an dich - fühl dich umarmt - herzllichst Tina

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  2. Liebe Rosabella,

    für jeden hat die Trauerzeit eine unterschiedliche Länge, auch die Art der Trauer ist nicht gleich. Und auf Grund der "Nähe" zu deinem Vater brauchst du bestimmt noch eine ganze Weile... Lass dir das von niemanden nehmen.

    Anke

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  3. Du Liebe,
    nimm dir die Zeit, die du brauchst - Trauer ist ein ganz ganz wichtiger Bestandteil um Erlebtes zu verarbeiten, Vergangenes zu bewahren und Gegenwärtiges vielleicht neu zu sehen und zu erleben.
    Leben, mit allen Facetten. Es wird uns nunmal abverlangt und es bedeutet immer wieder dazuzulernen....egal, wieviel Zeit es braucht.

    Liebevolle Umarmung
    Birgit

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  4. Liebe Sabine,

    ich habe alles Verständnis der Welt....und kann es so gut nachfühlen, was Du empfindest...

    Sei lieb gerüßt,
    Sanne

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  5. Liebe Rosabella,diese Zeit ist für dich unendlich wichtig,gib dir diese Zeit,du wirst es erst später merken wie wichtig diese Zeit für dich war.Liebe Grüße Edith.

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  6. Liebste Rosabella,

    ich fühle wie Du empfindest und es ist genau der richtige Weg den Du gehst.
    Nimm Dir alle Zeit die Du brauchst für Deine Trauer, denn es ist ein wichtiger Bestandteil Deines Lebens.
    Wir müssen uns gewissen Konflikten stellen und dürfen sie "nicht" verdrängen.
    Denn irgendwann kommt der Tag an dem wir sonst Kraftlos und erschöpft wegen solcher Konflikte sind und dann ist es ein schwerer und holpriger Weg den wir gehen müssen.
    Und stets müssen wir uns die schönen und Lebenswerten Dinge hervor rufen.
    Drück Dich liebste Rosabella.
    GLG
    Moni

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  7. Liebe Rosabella, erst kürzlich habe ich die intensive Erfahrung der Meditation gemacht. Es ist so heilsam, seine Gedanken konzentrieren zu können und Belastendes für einen Moment "auszuschalten". Schön, dass Du Dir dafür ein ruhiges Plätzchen suchst und fast schon in asiatischer Klarheit solche wunderbaren "Naturbilder" kreierst. Das ist visuelle Meditation. Wünsche Dir möglichst viele dieser "ruhigen Augenblicke".
    Alles Liebe, Deine Carola

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  8. Liebe Rosabella,
    am Anfang meint man ,es geht schon ich bin stark, aber auch Trauer braucht seine Zeit.
    Und es isi gut wenn man sie durchleben kann und sie nicht immer verdrängt. Manchmal geht man aus dieser Trauerphase auch gestärkt hervor, weil man sich immer mehr an die wirklich schönen Dinge erinnert, und diese als wohltuend empfindet.
    Ich drück Dich
    Beate

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  9. Liebe Rosabella :o)
    Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft durch diese Trauer zu gehen. So wie du schreibst und was du tust, bist du auf dem richtigen Weg, auch auf dem Weg den dein lieber Papa sicher mit dir zusammen geht...jetzt auch in diesem Moment.
    Ich schick dir ganz viele liebe Grüße
    Marina

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  10. Ich freue mich, wenn Sie spontan einen tröstenden Moment der Schönheit finden konnten, und, dies bedarf eigentlich keiner Erwähnung, großer Gott, natürlich erwarte ich keinerlei Antwort, wer hier aufrechnet, hat noch nicht genug erlebt oder dessen Seele ist etwas zu unansehnlich geraten.

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)