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28. August 2010

man stellt dich in eine Vase -
und schon wandelt sich alles

trotz tagelangen Regens blühen im Garten immer noch die Rosen ganz wunderbar, und weil es momentan so viele sind, habe ich mir gestern nachmittag ein paar Blüten abgeschnitten über Nacht haben sie sich geöffnet, und ihr zarter Duft erfüllt nun das kleine Esszimmer, auf dessen Tisch sie stehen

wie wunderschön sie doch sind, ich kann gar nicht oft genug hinschauen, und obwohl sie nur einfach in die Vase hineingesteckt sind, wirken sie wie ein kleines Kunstwerk, das beim Betrachten mein Herz erfreut

Sprechen wir nicht von dir. Du bist deiner Natur nach unaussprechlich. Andere Blumen schmücken die Tafel, du verklärst sie. Man stellt dich in eine Vase - und schon wandelt sich alles: es ist vielleicht die gleiche Vase Melodie, aber gesungen von einem Engel. Gedicht "Die unschuldige Rose" von Rainer Maria Rilke

Kommentare:

  1. Hallo liebe Rosabella,

    bin nach dem Urlaub wieder am Blog lesen,
    und lese in Deinen Posts von Deiner Trauer
    Ich möchte Dir mein herzliches Beileid zusprechen und sende Dir eine warme Umarmung...
    Du hast ein sehr sehr schönes Gedicht für Deinen Papa geschrieben ...

    Ganz ♥-liche Grüße
    von Nicole

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  2. Liebe Rosabella,man kann es schwer glauben das der Sommer den Ende zu geht,aber doch sieht es so aus.Auch ich habe mir heute von meinen Garten ein paar Rosen geschnitten,den bei uns ist es wirklich kühl geworden und es regnet den ganzen Tag,so dachte ich mir ich hole mir ein wenig von der Schönheit der Rosen herein ,so wie du es gemacht hast.Ganz Liebe Grüße schicke ich dir-Edith.

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  3. Liebe Rosabella, wenn ich die schönen Rosen sehe bin ich traurig dass es kein Internet mit Duft gibt.
    Diese Rose lädt direkt dazu ein die Nase in ihre zarten Blüten zu stecken und zu schnuppern.

    Ganz liebe Grüße
    Beate

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  4. "REICH WAR DER RAUM"

    Reich war von ihnen der Raum, immer voller und satter.
    Rosen, verweilende: plötzlich streun sie sich aus.
    Abends vielleicht. Der entschlossene Abfall der Blätter
    klingt an den Rand des Kamins, wie ein leiser Applaus.

    Geben sie Beifall der Zeit, die sie so zärtlich getötet?
    Währten sie selbst sich genug, die uns zu frühe entgehn?
    Siehe, die rötesten sind bis ans Schwarze verrötet
    und den bleichern ist jegliche Blässe geschehn.

    Nun: ihr Jenseits beginnt zwischen den Seiten der Bücher;
    unbezwinglicher Duft wohnt in der Lade, im Schrank,
    drängt in ein Ding, das uns dient, schmiegt in gefaltete Tücher
    was uns aus Rosen ergriff und was in Rosen versank.

    Rainer Maria Rilke *♥Sonntagsseufzgrüßchen*

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  5. Liebe Rosabella,

    war in letzter Zeit nur sporadisch am Bloggen. Daher habe ich erst jetzt von deiner/eurer großen Trauer gelesen. Ich möchte dir mein Beileid aussprechen.
    Ich weiß genau, wie du dich fühlst... diese Leere, der innere Schrei... Warum??
    Vor ziemlich genau 6 Jahren standen wir am Sterbebett meines Vaters. Diesen Augenblick werde ich nie vergessen. Neben Trauer empffand ich auch Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit und die große Gnade, dabei gewesen zu sein, als er von uns ging, ihn in seinen letzten Minuten begleitet zu haben.
    Ich wünsche dir sehr viel Kraft in nächster Zeit, denn es gilt nicht nur die eigene Trauer zu verarbeiten, sondern auch die Mutter aufzufangen. Ich bin in Gedanken bei euch und schicke dir und deiner Familie meine guten Wünsche und meine herzliche Anteilnahme.
    Liebe Grüße, Elvira

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  6. Liebe Rosabella!
    Auch ich mache gerade die erste Blogrunde nach dem Urlaub.
    Und möchte Dir daher nachträglich mein herzliches Beileid aussprechen. Ich wünsche Dir für die nächste Zeit viel Kraft und liebe Schultern zum Anlehnen.

    Dein Rosenfoto ist wieder einmal wunderschön!

    LG
    Chris

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  7. Liebe Rosabella, sehr freue ich mich über dieses rosige Wiedersehen - hab' Dich hier sehr vermisst!!!!

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  8. Liebe Sabine,
    schön, dass du wieder bei uns bist!
    Alles Liebe
    Gabriele

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)