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7. Juli 2010

wie heller Thau, wie Duft und Morgenlicht

" ... dort steht umhegt im reinlich glatten Raume im Zauberschlaf der Rose blühend Bild. Nie sinkt der Thau von ihrer Blätter Saume, stets säuseln dort die Lüfte lau und mild; und wie sich oft im friedlich leisen Traume des Kindes Mund mit süßem Lächeln füllt, so sieht man sanft das schlummernd wache Leben mit leichtem Glanz um ihre Blätter schweben.

Und bunter stets verschweben und zerrinnen, wie Welle sich an Welle spielend bricht, die Klänge jetzt, und lieblich zittert's drinnen, wie heller Thau, wie Duft und Morgenlicht. Gestalt und Form strebt alles zu gewinnen, und blühend tritt ins Leben das Gedicht. Denn was das Herz einst tief und wahr empfunden, das lebt, und bleibt dem großen All verbunden ..."

aus dem Gedicht "Die bezauberte Rose" (Dritter Gesang) von Ernst Schulze (1789 – 1817)

Kommentare:

  1. Du Liebe - bin aus Bulgarien - dem Land der Rosen - zurück und freue mich sehr, Dich hier wieder besuchen zu können. Habe soeben mal querbeet gelesen - oh was habe ich verpasst ... Kommentare folgen. Ich drücke Dich sehr und sage schon mal ganz doll Danke für Dein Überraschungspaket, bin wirklich baff. Allerliebste Grüße vom "Schokoladenmädchen" ;-))))

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  2. Oh wie schön! Das gedicht und die schönen Bilder von der wunderbaren Rose. Welche Sorte ist es denn? Könnte es die Renaissance Bonica sein?
    Schöne Grüße, Johanna

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  3. Nachtrag: ich hatte mich vetippt: wollte Renaissance BoniTa schreiben.
    Schöne Grüße, Johanna

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  4. @liebes "Schokoladenmädchen":
    ach wie schön, dass Du wieder da bist ... freue mich über Deine Zeilen ♥
    und sage mal, hast Du Dich denn dann wenigstens mit köstlichsten Rosenprodukten eingedeckt ... ich denke da so an Rosenöle, Rosenwasser, Rosenseifen, Rosenparfum, Rosenschokolade ;-)

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  5. @liebe Johanna:
    leider kenne ich den Namen der Schönheit nicht ... ich habe sie mal geschenkt bekommen, und an der Pflanze hing damals leider kein Etikett ... von daher könntest Du natürlich recht haben ... und so wüsste ich nun auch ihren Namen ... danke Dir herzlich ♥

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)