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21. Juli 2010

in dem Binnensee dieser offenen Rosen
... und ein Film(chen) dazu

Das Rosen-Innere Wo ist zu diesem Innen ein Außen? Auf welches Weh legt man solches Linnen ? Welche Himmel spiegeln sich drinnen in dem Binnensee dieser offenen Rosen, dieser sorglosen, sieh: wie sie lose im Losen liegen, als könnte nie eine zitternde Hand sie verschütten. Sie können sich selber kaum halten; viele ließen sich überfüllen und fließen über von Innenraum in die Tage, die immer voller und voller sich schließen, bis der ganze Sommer ein Zimmer wird, ein Zimmer in einem Traum.
das Gedicht hat Rainer Maria Rilke am 2. August 1907 während eines Aufenthaltes in Paris geschrieben
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Kommentare:

  1. Liebe Rosabella,
    einfach wunderschön zu schauen und zu hören.
    Danke Dir.
    Deine vorherige Post ist auch super schön.
    Solche ruhigen Ecken mit dieser Aussucht der Unendlichkeit liebe ich.
    Mir geht so durch den Kopf:
    wenn wirBloggerinnen ein Treffen arangieren würden....und an solchen Orten verweilen, ob wir schweigend nebenher gingen und die stille / Farben der Natur genießen würden?!
    Wünsch Dir einen wunderschönen Tag!
    herzlichste Grüße,
    Moni

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  2. ....schööön!!!

    Wenn Du an mich denkst,
    erinnere Dich an die Stunde,
    in welcher Du mich am liebsten hattest.

    von Rainer Maria Rilke *♥Mittwochabendgrüßchen*

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  3. Hallo meine liebe Rosabella,

    was für ein schönes Foto und erst die Musik....genau mein Geschmack! Und das auf der Seite ist doch dein Foto? Finde ich schön dich mal wirklich zu sehen, denn so wie du schreibst habe ich dich so eingeschätzt, wie dein Foto ist... leise, still, verletztlich, aber auch nach der Wahrheit suchend und auch sagend... und Maria Rilke hat sooooo schöne Verse geschrieben, die mag ich alle...!!!!!

    Wünsche dir noch eine schöne Woche und ganz liebe Grüße
    Michaela

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  4. Meine liebe Rosabella, was für ein wunderbares Gedicht. Ich lese und lese es immer wieder "Und fließen über von Inneraum" ... das ganze Gedicht fließt über von Bildern und Vergleichen und ehrlich gesagt geht's mir hier im Filmchen zu schnell - ich bin so langsam im Lesen, da ich mir Wort für Wort auf der Zunge zergehen lasse und geradezu eintauche in die Zeilen vom Binnensee. Vielen Dank für dieses Gedicht!!! Es ist zum An-die-Wand-malen/schreiben, dass es ein jeder sehe.

    Liebste Grüße, Deine Carola

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)