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3. Juni 2010

»Trag Rosen! komm, trag Rosen!«

die Fotos habe ich heute in der Frühe um kurz nach 8.00 Uhr aufgenommen ... währenddessen war es ganz still im Garten ... das helle Licht der Morgensonne untermalte in diesen Augenblicken ganz wunderbar die faszinierende Schönheit der taufrischen Rosenblüten ...

»Trag Rosen! komm, trag Rosen!« bat er innig und schmeichelnd, voll zitternder Sehnsucht und Angst, voll zehrender Ungeduld in den blitzenden Augen ... ein Kind, ein Knabe ... mit langen braunen Locken ...
»Trag Rosen! komm, trag Rosen!«
und seine Stimme klang wie das Locken verhaltener Liebe, die das Herz sprengen möchte und jauchzen und hinausjubeln in den Sonnenschein über Hag und Gärten:
»Trag Rosen! komm, trag Rosen!«

Aber es war ein Dornbusch, von dem er das bat ... und die Leute, die vorbeigingen, lachten über das törichte Kerlchen: es sei eben ein Kind! Er aber trotzte: »Lacht! ich weiß es besser! er kann Rosen tragen, wenn ich nur das rechte Wort finde, wenn ich nur ... Geduld habe und warte!« und ließ sich nicht irre machen: »Trag Rosen! komm, trag Rosen!«

Und er kam am Morgen, kam am Mittag und kam am Abend und wurde nicht müde, zu warten, und küßte die Dornen mit brennenden Lippen und drückte sie an sein hämmerndes Herz bis es blutete, und bat ... und bat und noch im Traum selbst bei Nacht voll zitternder Sehnsucht und Angst: »Trag Rosen! komm, trag Rosen!« ... Das gute kleine Närrchen ... zu einem Dornbusch! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Und doch ... und doch ... ja: »Trag Rosen! komm, trag Rosen! Trag Rosen! komm, trag Rosen!«

Gedicht »Trag Rosen! komm, trag Rosen!« von Cäsar Flaischlen (1864 – 1920)

Kommentare:

  1. Ist das ein intensives Gelb, eine Sonne in deinem Garten, liebe Rosabella...

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  2. Die Liebe, wenn sie sich in einer einzigen Blüte entfaltet, ist unendlich.
    (Antonio Porchia)
    ...und damit sende ich meine fröhlichen + himmlischherrlichen Donnerstagsgrüßchen an ♥DICH ;-D *seufz*

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  3. Liebste Sabine,
    habt ihr etwa schon Sonnenschein?
    Meine ersten Rosenblüten im Garten müssen sich ganz tapfer gegen den Regen stemmen - wir hoffen auf Morgen....
    Oh das wäre schön, die Rosabella am Samstag dabeizuhaben! Eine kleine Nebenrolle spiele ich nur, habe noch gar nicht viele Artikel, einige bestellten Stoffe kommen vielleicht "schon" morgen, Arzttermine, die schon einmal verschoben wurden, standen an, es ging so viel schief...aber es werden sicher viele liebe wundervolle Menschen kommen. Einige von ihnen kenne ich schon, ein paar neue darf ich kennenlernen- und dabei denke ich an Rosabella, die uns immer wieder tapfer mit auf die Reise nimmt, aus dem Alltag reisst?

    Feste umarmt von deinem wunderbaren Fräulein

    Yvonne ♥

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  4. Reicht es Dir, wenn ich einfach total und schnörkellos, anerkennend "WOWWH!" schreibe?
    Ich hoffe.
    Kann im Moment nur gucken. Und staunen. und fühlen. Total schön! Danke!
    Herzlichst
    Franziska sternenzauber

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  5. Wunderbar ...................
    Das Rosengedicht kannte ich noch gar nicht. Danke und liebe Grüße
    Gabriele ♥

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  6. Wow, traumhaft! Ich liebe es auch ganz früh in den Garten zu gehen. Es riecht alles noch so frisch. Ich finde das ist immer eine ganz besondere Stimmung. LG Katrin

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  7. Wundervoll.....auch ich liebe diese frühen Momente....die Erde dreht sich noch langsam, die Luft gehört den Vögeln und ihren Stimmen, es duftet so unberührt und neu...

    Danke für diesen Augenblick

    Birgit

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  8. Dir sind wieder einmal mehr ganz wundervolle Bilder gelungen! Mein Kompliment...! *hutab*

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  9. Dein Eintrag liest sich wie ein schönes Märchen.
    Ob er wohl trägt, der dornige Strauch? Ich wünsche es Beiden.

    Liebe Grüße
    Barbara

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  10. Meine komplimenten für diese blog,
    wunderschön ! !

    grusse, Joop ( Niederlande )

    http://jfotograaf.blogspot.com

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)