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4. Juni 2010

wie des fortziehenden Tages
letzter aufleuchtender Wille ...

auf der Dachterrasse haben wir einen fantastischen Blick Richtung Köln mit abendlichem Sonnenuntergangs-Spektakel inklusive; nun sitze ich bei einem Glas Rotwein auf der alten Holzbank, die direkt an der Hauswand steht ...

dabei lehne ich ein wenig erschöpft von den Ereignissen des Tages meinen Kopf an und schaue nach oben und sehe über mir die kräftigen Farben der Markise und ein wolkenloses Himmelblau, was um diese Tageszeit schöner nicht sein kann ...

direkt vor mir das Blätterwerk und die wild wachsenden Triebe der Glyzinien, die mittlerweile das Geländer völlig umrankt haben und die hätten längst geschnitten werden müssen; dazwischen blinzelt das Licht der Abendsonne, die in den nächsten Augenblicken am Horizont verschwinden wird

die Küche muss noch aufgeräumt werden, deshalb genieße ich noch ein paar Augenblicke diese wunderbare Idylle bei Amselgesang und Schwalbengeschrei dann, beim Betreten des Schlafzimmers, das direkt an die Dachterrasse angrenzt und durch das ich hindurch muss, um wieder nach unten zu gelangen, taucht mein Blick in ein herrliches Abendsonnengelb, das den Raum gerade mit seiner Intensität völlig erfüllt ... was für ein friedlicher Moment

"Kaum hat sich die Abendsonne über den Fluß verloren, rufen die Schwalben hell in alle Fenster, alle Ohren, als jagen sie die Sorgen fort, die letzen Tagesgespenster. Frei überm Häuserrauch, übern verbrannten rötlichen Himmel, tummelt sich leidenschaftlich der Schwalben pfeifend Gewimmel, wie ein Gedankengefecht die äußersten Höhen durchschweifend. Dann erst zieht verklärt ein die glänzende Abendstille, wie des fortziehenden Tages letzter aufleuchtender Wille ..."

"Kaum hat sich die Abendsonne über den Fluß verloren" von Max Dauthendey (1867 – 1918)
edit.: 22.20 Uhr

Kommentare:

  1. Sonne, Sonne, Sonne :o)
    Was wären wir ohne????
    Nichts.........
    So schöne Impressionen :o)
    Liebe Grüße von Marina

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  2. O NACHT ...

    O Nacht, du Sternenbronnen,
    ich bade Leib und Geist
    in deinen tausend Sonnen -

    O Nacht, die mich umfleußt
    mit Offenbarungswonnen,
    ergib mir, was du weißt!

    O Nacht, du tiefer Bronnen ...

    Christian Morgenstern *♥N8zwinker*

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  3. Oh du hast ja recht....die arbeit bleibt immer da......geniessen, geniessen müssen wir so fein wochenende....
    Liebe grüss

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  4. Wein und Sein, das ist doch super.

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  5. Liebe Rosabella,
    solche Momente liebe ich auch.
    Ein lauschiges Plätzchen,ein Glas Rotwein und tiiiief durchatmen und lauschen/geniessen.
    Wünsche Dir ein wundervolles Wochenende!!!
    GGLG
    Moni,die Waldfee

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  6. Hallo liebe Rosabella,
    schaust mal auf einen Sprung auf meinem Blog!?
    Da wartet etwas auf Dich!
    GLG MOni

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)