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7. Mai 2010

das ist meines Herzens flammendes Blut

All meine Rede und jegliches Wort und jeder Druck meiner Hände. Und meiner Augen kosender Blick, und alles, was ich geschrieben: das ist kein Hauch und ist keine Luft, und ist kein Zucken der Finger, das ist meines Herzens flammendes Blut, das dringt hervor durch tausend Tore. Gedicht "Herzlich" von Annette von Droste-Hülshoff (1797 - 1848)

Öfter ein Morgen, die sanfthinfließende Kühle, oder ein Mittag verweilt. Trifft dich der Schatten der Nacht. Oft auch ein Abend, gelehnt in die bläulichen Hänge: immer tönt dir der Schritt des ruhlosen Wanderers fern. Gedicht "Das Herz" von Maria Luise Weissmann (1899 - 1929)

Stille, nur stille mein Herz! Ist eine Zeit gewesen, da war die Welt so farbenhell! Da konntest vom Schmerz du genesen. Da schritten die Tage wie Riesen schnell über die Klippen und Höhen des Lebens. - Da waren die Nächte so sternenhell! - All das Erinnern vergebens, vergebens! Stille, nur stille mein Herz! - - Und weil ich Dein stilles Auge nicht sah, konnt' ich nicht mehr den Frieden mir denken, und da nun dein Abschied dem Herzen so nah, konnte nichts mehr die Zukunft mir schenken. Wie jene Rose im Flusse daher, war blühend das Glück mir gekommen, und auf den Wellen im Zeitenmeer war's plötzlich vorübergeschwommen. - Sah so zerrinnen die rosige Pracht, wollte mein Herz überzeugen, daß nur die Welle die Blüthe gebracht, daß sie den Fluthen nicht eigen. - Weh mir! ich suche das Ufer noch, dem wohl die Rosen entblühen! Wellen der Tage! ich suche es noch - doch hab' den Raub ich verziehen. Wer brach die Rose? wie nahm sie der Fluß? Erreicht sie denn nimmer mein Wille? Da sie dem Strome nun folgen muß, O endlich, mein Herz, werde stille! Gedicht "Ich hatte eine Rose im Fluß schwimmen sehen" von Adele Schopenhauer (1797 - 1849)

Kommentare:

  1. DANKE.....für Wort und Bild.......

    Herzlichst

    Birgit

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  2. Immer die passenden Worte zum dazugehörigen Bild... Schöööön!

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  3. Wie machst du das nur immer, liebe Rosabella? Inspirieren dich die Gedichte zu den Bildern, die Bilder zur Auswahl der Gedichte? Eins fügt sich ins andere... Pure Harmonie...
    Ich wünsche dir genau so einen harmonischen Abend! Alles Liebe, Traude

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  4. Wundervoll. Die Bilder und der Text.
    Danke

    Ganz liebe Grüße, Gela

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  5. Es ist so schön, wieder einen Platz zum Verweilen zu haben.
    Draußen ist's so hektisch...
    Ich drück dich feste zum Dank (auch für den so lieben Kommentar zu Klein-Elise).

    Herzliche Grüße
    Yvonne ♥

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  6. Liebe Rosabella,
    die Fotos,die Gedichte....sie passen wunderbar zueinander.
    gedichte sind doch was wunderbares.
    Zeitlos,schön,romantisch!
    Danke Dir für diese schöne Post.
    GGLG
    Moni,die Waldfee

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  7. So ein schöner post! Tränendes Herz habe ich auch im Garten, ist so eine schöne alte Bauerngartenstaude.
    LG Marita

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  8. Liebe Rosabella,

    es ist wieder so zauberhaft bei dir vorbei zu schauen. Deine Bilder bewundere ich hin und wieder auch bei Wohnen und Garten. Du hast wirklich ein Händchen für romantische Bilder.

    Liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende wünscht
    Elvira

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  9. Wow, die Bilder gefallen mir:-)

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  10. Du liebe Rosabella,
    wie schön, dass du wieder zu DEM zurückfindest, was deinen Blog so besuchens- u. liebenswert macht. Das bit DU !!
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende u. sage lieben Dank für deine Mail. In Gedanken bin ich ganz oft bei dir.
    Herzlichst
    die Doris
    von Dawanda/Wohnlust

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  11. Da hatten wir doch sozusagen ein Date, ohne von einander zu wissen. Wie schade, dass man nicht gleich sehen kann, wer sich gerade im Blog rumtummeln, Dann könnte man gleich ein kleines Schwätzchen halten. ;-)))

    Liebe Grüße von Elvira

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  12. Das mittlere Bild mit der Maria ist unbeschreiblich schön...
    LG
    Claudine

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)