30. September 2009

Kürbissuppenlieblingsrezept

Zutaten (für ca. 6 Personen) 1 Hokaido (ca. 1-1,5 kg) 2 Zwiebeln 2 - 5 Esslöffel Olivenöl 1 l Gemüsebrühe 250 ml Orangensaft Pfeffer, Salz, Curry Estragon gehackt 1 Becher Crème fraîche Zubereitung
Kürbis gut waschen und mit der Schale in große Würfel schneiden
Zwiebel schälen und würfeln Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln und Kürbis darin andünsten, mit Brühe ablöschen, danach ca. 20 Minuten köcheln lassen
Suppe fein pürieren, mit Orangensaft auffüllen, mit Pfeffer und Salz würzen, mit viel Curry abschmecken, Estragon hinzufügen und mit Crème fraîche verfeinern
falls die Suppe zu dickflüssig ist, mit Brühe bzw. Orangensaft "verdünnen"

Nachttau

zum Vergrößern bitte Foto anklicken

"... Freue dich. Dein Reich war der Traum. Die Sonne des Morgens küsste dich auf, wie den Nachttau von den Blättern der Blumen, denen du in ernster Lieblichkeit glichst ..." aus dem Gedicht "Ich trage Gedichte" von Gustav Falke (1853-1916)

28. September 2009

Die schnelle Veränderung

heute morgen um kurz nach 8 Uhr fotografiert ... zum Vergrößern einfach anklicken
Es war bereits im Herbst, als mich ein heitrer Morgen, nachdem der Schatten Heer sich westenwärts verborgen, an meines Zimmers Fenster trieb; ich öffnet' es mit meiner rechten Hand, und meine linke rieb mein noch halb schläfrig Aug', allein wie bald vertrieb der helle Schein, der Wasser, Luft und Erde füllte, des Schlummers Rest, der meinen Blick verhüllte! Es hatte, nebst dem Thau, ein starker Nebel-Duft aus der dadurch verklärten Luft sich auf die Erd' herab gesenket, und nicht nur Kräuter, Stauden, Gras, nein auch der Bäume Haupt, getränket. Fast alle Blätter waren naß, und gläntzten, durch den Sonnen-Schein, in solcher Wunder-schönen Pracht, daß alles, was man sah, in heitrer Wonne lacht'. Ihr Schimmer war fast allgemein. Nie hab' ich auf der Welt solch einen Glanz verspüret, und niemals ist mein Geist empfindlicher gerühret. aus dem Gedicht "Die schnelle Veränderung" von Barthold Heinrich Brockes (1680–1747)

27. September 2009

farbenfroher Herbst-Sonn(en)tag

und was mache ich am frühen Morgen? ich schnappe mir Korb und Schere, streife suchend durch den Garten, schneide hier und dort was ab, "wurschtel" danach, was das Zeug hält ... und das Ergebnis liegt nun hier
- zum Vergrößern einfach die Fotos anklicken - ich hoffe, es geht Euch allen gut und Ihr könnt heute diesen wundebaren, farbenfrohen Herbst-Sonn(en)tag genießen ♥ "Der Herbst fängt an. Ich sehe es im Garten, an den Bäumen und Büschen. Ich spüre es an der Luft. Der Sommer ist unwiderruflich vorbei. Gegen den Herbst ist kein Kraut gewachsen ... aber der Herbst ist schön und kann so reich an Farben sein." - Zitat von Phil Bosmans -

26. September 2009

Wunder der Natur: Cynara cardunculus

vor nun fast 3 Wochen habe ich eine frische Artischocke gekauft, denn ich wollte unbedingt mal eine trocknen, um sie danach als Herbstdekoraktion zu verwenden ich habe sie einfach in eine Schale gelegt und fortan beobachtet; es war auffällig, dass sie relativ schnell ihre Farbe wechselte, von Grün zu Braun, ja, sie schien einfach irgendwie nur zu trocknen, und dabei fragte ich mich immer wieder, ob sich wohl die violetten Röhrenblüten, die sich im Inneren der Artischocke befinden, noch zeigen würden? ich überlegte, ob ich sie hätte vielleicht doch besser ins Wasser stellen sollen ... und nun, was soll ich sagen, ich konnte es selbst kaum fassen, als sie sich vor ein paar Tagen plötzlich in ihrer Mitte öffnete, und ich in ihrem Inneren ganz tief unten eine violette Stelle entdecken konnte dann ging alles ganz schnell, innerhalb von ein paar Stunden ging sie weiter auf und die Blüten "schossen" förmlich nach oben in die Höhe jetzt schaut Euch an, wie sie mittlerweile aussieht, ich bin ganz fasziniert von der Intensität ihrer Farbe, ist das nicht irre? ich hätte nie geglaubt, dass das noch was wird, und bevor sie nun endgültig trocknet, habe ich sie fotografiert ... schließlich sieht man so etwas nicht alle Tage

24. September 2009

für mich sind sie in diesem Jahr wieder orange

oh Rosali ...

seit Monaten das gleiche Prozedere, Woche für Woche: morgens Betten abziehen, Bezüge waschen, im Garten zum Trocknen aufhängen, am Nachmittag bügeln ... und sich freuen! ja, ich bin bekennender Rosali-Fan, ich liebe meine mit Rosen übersäte Bettwäsche, ich bin jeden Tag fasziniert von ihr ... und heute war wieder Rosali-Waschtag
nun liegt sie hier frisch duftend und glatt gebügelt vor mir und wartet darauf, an ihren gewohnten Schlafplatz zu wandern ... oh Rosali ...
habt Ihr auch eine Lieblingsbettwäsche, ohne die Ihr nicht sein könnt oder geht es mir eigentlich alleine nur so?

22. September 2009

... noch zwei Stoffrosen hinterher

Ihr müsst nämlich wissen, dass ich die Nähmaschine nach Gebrauch immer vom Tisch wegräume ... deshalb nutze ich es dann gleich auch schon mal aus ... zu meiner eigenen Freude :-)

Herbstfrüchte?

ja, ich weiß, es ist längst die Zeit der Herbstfrüchte, und in vielen Blogs habe ich sie auch schon entdeckt ... doch ich kann von den Rosen einfach noch nicht lassen
heute morgen habe ich mal wieder ein bißchen mit Stoff gewerkelt, dabei ist diese Blüte entstanden

sie hat einen Durchmesser von 13 cm und besteht aus einzelnen Blütenblättern, die ich aus altem Bauernbettwäsche-Stoff nach japanischer Falttechnik gelegt und anschließend zusammengenäht habe

damit sie auch richtig schön duftet, habe ich sie mit meinem Lieblings-Rosenparfum angesprüht

für mich ist einfach irgendwie immer Zeit der Rosen :-)

Solch ein Tag wars: Herbstbeginn.

" ... Weißt du noch, meine Seele, wie du zum letztenmale Schmetterling warst? Das war ein heller, herber Tag, hell wie ein braunes Mädchenauge, in dem der Spott lacht: »Liebe, – was ist denn das?« Solch ein Tag wars: Herbstbeginn. Da flogst du, meine leichtgläubige Seele, durch die kalte Helligkeit und suchtest Blüten; aber fallende Raschelblätter, niederzitternd in zagender Schwäche, störten deinen Flug, und du wurdest verzagt und frorst in dieser leeren Helle. ..." Auszug aus dem Gedicht "Metamorphosen" von Otto Julius Bierbaum (1865–1910)

21. September 2009

Lebenstanz

von Herbstsonne goldgelb getünchtes Blatt
lass dich los
lass dich fallen
gib dich hin
der Aufforderung des Windes
der dich führt zum letzten Tanz deines Lebens
(c) Rosabella

19. September 2009

"Rosen für Rosabella"

eine liebvoll zurecht gemachte Sendung erreichte mich, ganz unverhofft und unerwartet aus der Schweiz, gerade heute, wo ich so stark erklältet bin und es mir nicht so gut geht (als hätte es so sein müssen!)
nun weiß ich gar nicht, was ich sagen soll?! die Zeilen auf der Rückseite der Karte waren für ein paar Augenblicke unleserlich geworden, es lag wohl an den Freudentränen, die die Schrift haben vor meinen Augen verschwimmen lassen
jetzt sitze ich hier und schaue und staune und freue mich so sehr über alle diese Kostbarkeiten, dass ich es kaum beschreiben kann
Du Liebe, ich danke Dir von ganzem Herzen für diese wundervolle Post ... und nun geht es mir auch gleich schon viel besser :-)

14. September 2009

Jahreszeitenwechsel

" ... Jedem leisen Verfärben lausch' ich mit stillem Bemühn, jedem Wachsen und Sterben, jedem Welken und Blühn. Selig lern' ich es spüren, wie die Schöpfung entlang Geist und Welt sich berühren zu harmonischem Klang. Was da webet im Ringe, was da blüht auf der Flur, Sinnbild ewiger Dinge ist's dem Schauenden nur. Jede sprossende Pflanze, die mit Düften sich füllt, trägt im Kelche das ganze Weltgeheimnis verhüllt. ..." Auszug aus dem Gedicht "Herbstlich sonnige Tage" von Emmanuel Geibel (1815 - 1884)

12. September 2009

Letzte Rose

Letzte Rose, wie magst du so einsam hier blühn? Deine freundlichen Schwestern sind längst schon dahin. Keine Blüte haucht Balsam mit labendem Duft, keine Blätter mehr flattern in stürmischer Luft ... Auszug aus "Letzte Rose" (1847) von Friedrich Wilhelm Riese

9. September 2009

8. September 2009

"Flüchtig sind die goldenen Fäden, in denen Baum
und Früchte am Sommerende eingesponnen ..."

" ... Sonderbare Menschen, die in den jungen Tagen im eigenen, summenden Blute es aus tausend Seligkeiten erhören, aber sobald das Leben mit seinen Erfüllungen begonnen, Schritt um Schritt scheu zurückweichen. Und die dann ewig stehen, den Blick in die Ferne, gar nicht mehr bereit, das Leben und seine Erfüllungen hinzunehmen, anders, als mit bitterer Verachtung. Und die immer neu zum Leben in plötzlichem Lustflackern sich hinwenden, immer tiefer enttäuscht und immer herrischer erregt gegen den Trug aller Trüge. Solche Menschen sind wie heiße Glutstätten, in denen innige Brände doch nur schwelen, solange keine leichte, frohe Hand ihre Feuer beschwört und ihre Asche lockert. Und aus denen es, wenn eine hohe, liebende, sanfte Frau zur Opferstätte solchen heimlichen Erharrens getreten, emporbrennt wie ein Blühen. Der Harm ist zerstoben, wie noch ein wenig Rauch unter Flammen und Funken. Eine neue Jugend, scheint es, blüht. Eine köstliche Fülle reiner, stolzer, lodernder Feuertriebe wähnt sich das kranke Herz dem weihenden Blicke offen. In solcher Menschen Tiefgrund klingt ewig die Mythe von der Erlösung durch die Liebe. In jede neue Phase ihrer Weltverachtung nehmen sie diese einzige, sichere Verheißung mit, träumen immer neu den großen Traum, erharren und erhoffen neue Entfaltung. Denn jedes Menschengemüt auch, wie der Rosenstock und die Feuersglut entzückt sich im Entfalten und sich Darbieten. Und nie sind größere, letzte Erfüllungen, als sich weit und frei auftun und sich hingeben dürfen von Seele zu Seele. »Aber vielleicht ist das im Truge ›Leben‹ der letzte, tiefste Trug!« sagte oft Poncet. Mit solchem Zweifel in der Seele ist es nicht gut, einem andern Freund sein. Flüchtig sind die goldenen Fäden, in denen Baum und Früchte am Sommerende eingesponnen. Sie zerreißen leicht vom leisen Windhauch. Die goldenen Blätter, vom Lebenszweifel unversehens gelockert, wehen hin. Es gibt kahles Land und astkahle Bäume, vom Winde zerweht, und kahle Seelen von der Verachtung verarmt. Und immer ferner verklingt solchen Seelen das sanfte, heilende Wunder. ..." Auszug aus "Einhart der Lächler" Roman von Carl Hauptmann (1858–1921)

6. September 2009

"Visitenkärtchen" der etwas anderen Art

vor kurzem habe ich beim Einkaufen diese hübschen Muffinbackförmchen aus Papier mit roséfarbenen Paisleymustern entdeckt (60 Stück im Tütchen für 1 Euro !)
ich habe sie ganz spontan mitgenommen, weil sie mir auf Anhieb gefielen, doch mir war in dem Moment schon klar, dass ich sie nicht zum "Verbacken" benutzen würde, denn dafür waren sie mir zu schade
die ganze Zeit habe ich überlegt, was ich sonst noch mit ihnen anstellen könnte ... da hatte ich eine Idee, die ich gleich mal in die Tat umgesetzt habe
zuerst vorsichtig von beiden Seiten gebügelt, bis sie relativ glatt waren, danach jeweils mittig meinen Stempel "Post von Rosabella" aufgedrückt
und fertig waren die kleinen "Anhängsel"
zum Beispiel zum Verhübschen kleiner Päckchen ...

5. September 2009

ich nehme ...

ein paar Blüten von der Pfefferminze und vom Oregano, mehrere Stengel vom Lavendel und vom dunklen Basilikum, einen Zweig vom Efeu, eine Dahlie ... und fertig ist das kleine duftende Sträusschen fürs Wochenende :-)
"Blumen sind die schönen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat." Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald und Wiesen: bald siehst du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unverstellt, herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen. Gedicht "Septembermorgen" von Eduard Mörike (1804 - 1875)

1. September 2009

Septemberabend

Die Stoppeln glitzern wie von scharfem Sommern Schweiße, und eingedrückt, hin durch die Abendfelder, winden sich Geleise von Rädern, welche längst schon ihren Weg gemacht. Die Welt liegt kahlgepflückt und will verschwinden; ein junges Rebhuhn lacht verzückt, und eine Büchse kracht; ein Hund schlägt an auf fernen Ackerrinden; im Westen um der Erde Kugel steigt die Nacht schlafsuchend aus des Tales Rinne, wie eine Spinne mit Bedacht. Die Menschen stehen still, um einen Stern zu finden, Ehe sie lichtlos werden gleich den Blinden. Gedicht "Septemberabend" von Max Dauthendey